Was zählt der Wärmezähler bei einer Fernwärmeheizung?

4 Antworten

Es kommt zunächst darauf an, auf welche Temperaturen die Heizkörper ausgelegt sind.

Die Auslegungsparameter stellt man dann am Heizungsregler mit einer sogenannten Fahrkurve ein.

Das Top der Fahrkuve wird erreicht, wenn die Außentemperatur den Wert erreicht, der am Ort einer durchschnittlichen Wintertemperatur entspricht.

Oft ist das so um die - 15 °C, im Gebirge kann dass auch noch tiefer sein.

Es ist richtig, der Wärmzähler rechnet:

Wasservolumen x (Vorlauf-Rücklauf) x spez. Wärmekapazität x Dichte

Es ist also egal, ob die heizung mit 45/40 oder 75/70 °C betrieben wird.

Allerdings sind solche kleinen Spreizungen eine unökonomische Fahrweise.

Man sollte stets eine möglichst hohe Speizung anstreben.

Setze also in der Fahrkurve auf die Sollwerte auf die des Heizungssystems und drossele die Pumpen so, dass sich eine höhere Spreizung um die 20 °K ergibt.

Wenn kein Luft im System ist und auch der Vordruck des Ausdehnungsgefäßes stimmt, die Heizkörper die Heizleistung erbringen können, bei Vorhandensein mehrer Heizstränge diese sich nicht untereinander hydraulisch abschneiden, sollte es klappen.

Günter


Ja, so wäre das physikalisch korrekt.

Bei einer Vorlauftemperatur von 75 °C würde natürlich mehr Wärme abgegeben werden, sodass die Temperatur stärker sinken würde.

Zu deinem Problem: Grob überschlagen nutzt ihr z.Zt. quasi genauso viel Wärme wie davor auch, obwohl ihr wohl weniger heizt. Das z.B. daran liegen, dass ihr nur den Durchschnitt während der Heizperiode berechnet, aber vergesst, dass das halbe Jahr kaum geheizt wird.

Eure Heizungen sind wohl nur für eine hohe Vorlauftemperatur dimensioniert. Kann man diese nicht einstellen?

"Also Zahle ich im Grunde bei 45 Vor- und 40 Rücklauf ... das Gleiche wie bei z. B. 75-70, oder? "

Das ist korrekt, bei gleichem Massenstrom - logo.

Aber zunächst, wie (womit) bereitet Ihr denn Euer Warmwasser zum Baden und Duschen?

Gruß Dietmar Bakel

Was möchtest Du wissen?