Was passiert,wenn ein Spieler nur noch den König übrig hat (Schach)?

4 Antworten

Moin,

es gibt zunächst einmal keine Regel, die diese allgemeine Situation betrifft. Aber es gibt Regeln für spezielle Situationen dieser Art.

  1. Situation: Die Partei, die nur noch den König besitzt, ist am Zug. Der König wird auf seinem Feld nicht bedroht. Er kann aber keinen regelgerechten Zug ausführen, ohne auf einem Feld zu landen, dass von gegnerischen Steinen bedroht ist, dann ist dieser König patt, denn er darf sich nicht selbst ins Schach bringen. Ein Patt beendet eine Partie unverzüglich als unentschieden.
  2. Situation: Die Partei, die außer ihrem König noch über zusätzliche Figuren verfügt, hat auch theoretisch keine Möglichkeit, mit ihrem Mehrbesitz ein Schachmatt zu erreichen. Das gilt zum Beispiel für König und Läufer gegen König; König und Springer gegen König oder für König und mehrere Läufer, die alle auf der gleichen Felderfarbe stehen, gegen König.
  3. Situation: Die Partei, die außer ihrem König noch über zusätzliche Figuren verfügt, schafft es nicht, in 50 aufeinanderfolgenden Zügen, in denen kein Bauer gezogen oder ein Stein geschlagen wird oder ein Zugrecht verloren geht, den gegnerischen König mattzusetzen. Nach diesen 50 Zügen ist die Partie unentschieden.
  4. Situation: Die Partei, die außer ihrem König noch über zusätzliche Figuren verfügt, lässt es zu, dass dreimal dieselbe Stellung auf dem Brett zustande kam. Eine Stellung gilt als gleich, wenn dieselbe Seite jeweils am Zug (gewesen) ist, alle Steine derselben Farbe auf den selben Feldern stehen und alle Zugrechte gleich sind (waren).
  5. Situation: Es werden von beiden Seiten dreimal direkt hintereinander die selben Züge ausgeführt (weil dann Situation 4 eintritt).

In allen anderen Fällen wird so lange weitergespielt, bis die materialstärkere Partei den bloßen König mattsetzt, die Partei mit dem "nackten" König aufgibt, beide Parteien sich auf ein Remis einigen oder eine der oben genannten fünf Situationen eintritt.
Verlieren kann die Partei, die außer ihren König noch weitere Steine besitzt, übrigens nicht. Wenn zum Beispiel mit einer Schachuhr gespielt wird und die Partei mit dem Mehrbesitz die Zeit überschreitet, ist die Partie trotzdem unentschieden (Remis), weil die andere Partei mit ihrem König allein nicht mattsetzen hätte können.

Alles klar?

LG von der Waterkant

Es passiert nicht viel... der Spieler mit dem König darf natürlich weiterspielen, solange bis er von dir mattgesetzt wird. Er muss nicht aufgeben. Das geht natürlich nur wenn du entsprechend Material für ein Matt hast. (Also z.B. zwei Springer allein reichen nicht aus ein Matt zu erzwingen)

Du darfst natürlich die 50 Züge-Regel nicht überschreiten (ohne Bauernzug, ohne Schlagen einer Figur) - sonst kann dein Gegner Remis beanspruchen.

"Die Partie darf Remis gegeben werden, falls mindestens die letzten 50 aufeinander folgenden Züge von jedem Spieler gemacht worden sind, ohne dass irgendein Bauer gezogen oder irgendeine Figur geschlagen wurde (siehe Artikel 9.3)"

Ansonsten wird normal weitergespielt

Nichts?
Dann muss man aber vorsichtig sein, dass man den König nicht so einkesselt, dass er sich nicht mehr bewegen kann (Patt) sondern direkt Schachmatt setzt.

Die Regel “noch 10 Züge dann Remis“ gibt es nicht oder?

Wenn König und Springer/Läufer gegen König und Springer/Läufer spielen, ist es ein Remis oder?

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@DAH26

Höchstens wenn es so ausgemacht wurde ^^ Normal `kann` die Partie wie DrHeinrichFaust schon geschrieben hat nach 50 Zügen ohne Schlagen, beendet werden. Muss aber nicht.

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