Was ist eine "Initiationsreise"?

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1 Antwort

Früher, als Reisen noch aufwändig und teuer war, gehörte es zur Bildung, dass ein junger Mann zur Weiterbildung eine Reise durch Europa machte. In England nannte man das die "Grand Tour". Es ging darum, an den Stätten der europäischen Hochkultur (Rom, Florenz, Dresden, usw.) ein Bewusstsein für die eigene Bildung zu erwerben. Eine Initiation ist gewissermaßen eine Einführung, mit dem Abschluss der Ausbildung, also dieser Reise, galt man quasi als fertig ausgebildeter Mann, der nun eine Arbeit aufnehmen und eine Familie gründen konnte. Wobei das mit der Arbeit eher im Bürgertum verbreitet war, der Adel arbeitete nicht.

OK, dankeschön! :) Ich habe jetzt auch noch etwas gefunden und zwar in meinem Deutschbuch...! Da steht:

"Initiation bezeichnet ganz allgemein die Aufnahme eines Neulings in einer Gesellschaft. Geregelt wird die Aufnahme bei vielen Gemeinschaften durch bestimmte Bräuche (z.B. Taufe, Beschneidung, Mutproben, Hochzeitsbräuche). In vielen Mythen wird die Initiation als Reise dargestellt, die aus drei Abschnitten besteht:

  • Aufbruch aus einer Lebensphase
  • Aufenthalt in der Fremde als Prüfung mit Überwindung von Schwierigkeiten, der mit dem Übergang, dem rituellen Tod endet
  • Rückkehr als neuer Mensch und Eingang in eine andere Phase sozialer Existenz, die meist als Wiedergeburt dargestellt ist.

Mithilfe von dem UND deiner Antwort hab ich es verstanden :D Danke!

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