Was ist die beste Methode mit dem Rauchen aufzuhören?

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Hallo Vinsanto1, ich fühle mit Dir! Unterziehe mich gerade einer Entwöhnungskur mit dem Namen Allen Carr- Endlich Nichtraucher Es macht Spass das Buch zu lesen. Wenn Dir bewusst wird, was zwischen den Zeilen geschrieben steht, dann mach die dämliche Kippe ab. Es hilft tatsächlich!!! Viel Glück!

Salli erstmal,

ich persönlich kenne ein paar Methoden, aber nur eine, die es wirklich bringt.
Methode 1: Erst Rauchritual absetzen, dann später Nikotin. Man hört sofort auf zu qualmen, anschließend führt man sich das abhängig machende Nikotin in Form von "gesünderen" Methoden, also Schnupftabak oder Nikotinpflaster etc. zu. Die gewählte Form der Nikotinaufnahme setzt man dann schrittweise ab, am besten geht das mit Schnupftabak, wo man in Woche eins nach dem Rauchstopp z.B. fünf anständige Prisen am Tag zieht, in Woche zwei vier etc. bis man bei einer Prise am Tag ist. Ist diese Woche vorbei, nimmt man frühestens zwei Tage später eine (wenn die überhaupt noch nötig ist), redzuiert die Menge und versucht dann eine Woche komplett nikotinfrei zu überleben- wenn man diese Woche geschafft hat, weiß man, dass mans kann und lässt es für ímmer bleiben. Langwierige Methode, erfordert eine gewisse Form Selbstdisziplin, daher hohe Rückfallgefahr.
Methode 2: Erst Nikotin absetzen, dann das Rauchritual. D.h.: Keine nikotinhaltigen Zigaretten mehr, lieber selbstgedrehte aus in heimischen Wäldern und Wiesen wachsendem Kraut. Man kann nur ein paar Kräuter unserer Heimat wirklich quarzen, daher einfach mal googeln, da findet man recht schnell was. Wenngleich ich selbst kein Asatru bin, gibt es auf dem Asatru-Forum zu diesem Thema (Thread: Kräuter rauchen?) einen hochinteressanten Verlauf mit interessanten, nicht psychoaktiven Mischungen. Einfach mal lesen. Ansonsten wie Methode 1, stetig weniger, irgendwann gar nicht mehr. Bessere Methode, wenn man eher psychisch als physisch abhängig ist, aber auch hohe Rückfallgefahr.
Methode 3: Die sog. 3-Schritt-Methode ist die einzig wahre. Folgendermaßen geht man vor: Man beschafft sich eine Zigarette seiner Lieblingsmarke (nur eine, KEINE Schachtel, was weiß ich, schnorr von jemandem eine oder so), und raucht diese besonders genussvoll. Ab ihr beginnt die Uhr zu ticken: Zunächst musst du drei Tage rauchfrei bleiben. Hast du das geschafft, halte für weitere drei Wochen konsequent durch. Sind diese Vergangen, mach ein Kreuz in den Kalender und höre für die folgenden drei Monate auf. Und wenn ich sage rauchfrei, heißt das: Keine Zigaretten, keine Pfeife, kein Schnupf, kein Pflaster, kein irgendwas. Aufhören heißt Nikotin- und Rauchkonsum= null. Diese Methode benötigt Selbstbewusstsein und -disziplin, aber wer es durchgezogen hat, weiß, wie stark er wirklich ist und hat daher eine geringe Rückfallquote. Eben weil die Methode so strikt und hart ist, ist die Quote besonders während der "Selbsttherapie" sehr gering.
Bei allen Methoden macht es Sinn, mit (besonders Mannschafts-) Sport anzufangen, macht mit mehr Lungenvolumen auch mehr Spaß! (Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns hart! ;) )


Ich hoffe ich konnte dir helfen, wenn du hart genug bist, wähle die Methode 3!
Viel Glück!


Achja noch zum Thema: Ja das angesprochene Forum heißt einfach Asatru Forum. Und als Quidditch-Spieler empfehle ich als Mannschaftssport natürlich Quidditch. Einfach mal den englischsprachigen Wikipedia-Artikel zu "Muggle Quidditch" zu Gemüte führen ;)

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Die "beste" Methode kann man hier wahrscheinlich gar nicht bestimmen... Dafür tickt jeder anders. Ich habe mit einer Spritzentherapie aufgehört, von Neurasan. Und ich würde es jederzeit wieder so machen.

Mark Twain wird das Zitat zugeschrieben: "Es ist ganz leicht, sich das Rauchen abzugewöhnen; ich habe es schon hundert Mal geschafft." Vielleicht hätte man ihn mal fragen sollen...ggg. Mir geht es auch so. Allerdings fehlt mir im Moment etwas die Motivation, wenn ich die aktuelle "Teufelsaustreiberei" bei Rauchern sehe; ich möchte auf keinen Fall so ein militanter Nichtraucher werden. Aber vielleicht bekomme ich in Zukunft mal wieder die Idee aufzuhören. Ich persönlich kann das dann aber nur "digital", entweder ganz oder gar nicht. Dann spürt man doch erst richtig die Unterschiede und wird wieder neu motiviert (das Prinzip der "Weight Watchers").

Ich selbst habe durch langsame Entwöhnung aufgehört. Den Zigarettenkomsum Zigarette für Zigarette reduziert - besonders die Gewohnheitszigaretten weggelassen. Hatte meine Arbeitsstelle gewechselt, dort wurde nicht geraucht. Kinderwunsch war ein weiterer Ansporn. Allerdings habe ich auch nicht soo stark geraucht. Ein Bekannter - starker Raucher - hats mit Zyban geschafft - aber leider wieder rückfällig geworden. Schuld war vermutlich auch die Umgebung - alles Raucher an der Arbeit. Alles Gute!

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