Warum sollte man ein guter Mensch sein?

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24 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt sicher Grund zu der Annahme, dass sich die Arschloecher besser durchsetzen usw.. Es gibt ja auch den Ausspruch "Gute Maedchen kommen in den Himmel boese ueberall hin...". Typen die in der Schule aller anderen rumschubsen und mit den wirklich huebschen Maedels ausgehen sind sicher irgendwie zu beneiden...Soviel zur Theorie, auf lange Sicht gesehen zahlen sich Charakter, Grosszuegigkeit und Ehrlichkeit aber doch aus. Ich kenne viele Oberschul-Bullies die heute entweder kleine Angestellte sind oder mit HartzIV ueber die Runden kommen. Madoff hat 150 Jahre Gefaengnis bekommen nachdem er Jahre lang die Leute betrogen hat. Es gibt eine Untersuchung einer US Uni wobei mehr als 1.000 Testpersonen einem Test unterzogen wurden. Jeder Teilnehmer hatte die Moeglichkeit bei einer Art Spiel die Wahrheit ueber seine Absichten zu sagen, oder einfach zu luegen. Anfaenglich waren die Luegner erfolgreich, aber nach mehr als 30 Spielrunden unterlagen Sie den 'wahren' Spielern rettungslos... Ich denke es macht Sinn sich in seinem Leben an Grundsaetze zu halten, also Dinge wie Ehrlichkeit, Fairness und Humanitaet nicht zu unterschaetzen. Spaetestens wenn man seine Karriere beginnt oder eine Familie gruendet, wird man als anstaendiger Mensch langfristig mehr Erfolg haben, Grosszuegigkeit und Fairness fuehren langfristig zu ansehen und respekt auch im Freundeskreis. Dabei sollte man aber nicht zum Weichei werden, also sich alles gefallen lassen oder sein Licht unter den Scheffel stellen. Ich denke wirklich langfristig, erfolgreiche Menschen sind irgendwo auch mehr gut als boese, denn bei allem Erfolg braucht man Verbuendete auf seinem Lebensweg und die bekommt man eher durch positive Eigenschaften...

Hi allein an deinen Gedanken erkennt man das du ein guter Mensch bist sonst hättest du garnicht so eine Frage gestellt. Schlechte Menschen denken über solche Sachen nicht nach. Man kann immer gut sein, das Laster eines guten Menschen ist nur das man oft auf die Nase fällt. Es werden dir nur wenige danken und das lässt dich zweifeln. Aber irgendwann schlägt die Stunde für die guten und dann stehst du in erster Reihe glaub mir ich habs gesehen. Ich musste jetzt auch erst dahinter kommen. Gut sein heisst auch uneigennützig sein. Nichts zurück verlangen nichts erwarten. Was gut ist kommt zu dir es kann allerdings Jahre dauern. Willst du ein guter Mensch sein musst du dich in Geduld üben . Viel Glück und bleib gut 

Haldor meint: Das Gut-sein gehört einfach zum Mensch-sein. Der Mensch hat ja eine Vernunft mitbekommen: Hieraus ergibt sich zwangsläufig, dass man die Vernunft auch anwenden (und nicht am Garderobenhaken abhängen und frei seine Instinkte und Triebe ausleben) soll. Ein Leben ohne Vernunft wäre eine rein tierische Existenz, nur ausgerichtet auf fressen, saufen, sich kannibalisch wohlfühlen und ungehemmt Macht ausüben. So ein Leben wäre eines Menschen nicht würdig! Vernünftig sein heißt aber - genau besehen – auch moralisch-gut sein (und nicht nur schlau und klug). Das ergibt sich aus dem von Kant formulierten kategorischen Imperativ: Handle so, dass dein Handeln zugleich Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte. So kann man unmöglich wollen, dass böses, schlechtes Handeln zu einem allgemeingültigen Prinzip erhoben würde. Dann müsste man ja auch wollen, dass alles Schlechte, wie z.B. Mord, Diebstahl, Betrug, Mobbing, Arglist usw., auch gegen einen selbst angewandt werden dürfte. Das aber kann keiner ernsthaft wollen, mit anderen Worten: es wäre unvernünftig. Vernunft und das Gute (gut nicht im Sinne von angenehm, lustvoll, sondern in der Bedeutung des Moralischen) gehören also zusammen. Gut sein heißt aber nicht gütig sein. Im Leben muss man auch manchmal hart und ruppig sein, man muss seine Interessen durchsetzen; aber von unmoralischen, bösartigen Motiven darf man sich dabei – will man ein vernünftiger Mensch im oben gekennzeichneten Sinne sein – nicht leiten lassen.

Ergänzung zum "Gut.seín": Ich muss meine Ausführungen etwas einschränken. Der Mensch hat ja neben der Vernunft noch eine starke (animalische) Natur, die von der Vernunft nur mühsam in Zaum gehalten wird (erfahrungsgemäß! Man schaue sich in der Gegenwart und in der Geschichte, auch im persönlichen Umfeld, um!) Deshalb ist er wohl überfordert, wenn man von ihm i.S. von Kant (rigoros) moralisch einwandfreies Verhalten verlangt. Ich schließe mich deshalb der Ethik-Auffassung von Hegel an ( = Institutionenethik): Es kommt darauf an, freiheitliche und moralische Institutionen einzurichten, deren Regeln man sich (vernünftigerweise) unterwirft. Ob man dabei im Herzen ein guter Mensch ist, ist sekundär.

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