Warum sehen Demenzkranke Personen, die gar nicht da sind?

7 Antworten

die armen haben halluzinationen und leben in der vergangenheit. oft wird auch (aufgrund der schlechten sehkraft, die viele alte menschen betrifft) zb ein kleiderständer als fremder mensch identifiziert. manche krankenhäuser bieten kurse für angehöriger demenzkranker an. erkundige dich doch mal, ob es sowas auch in deiner nähe gibt. da wird einem viel zum umgang beigebracht, weil es eben grade für angehörige eine unheimlich belastende situation ist. bis dahin: laß sie in ihrer "fantasiewelt" und versuche nicht ihr zu erklären, daß das was sie sieht nicht sein kann ("deine mutter ist seit 20 jahren tot!"). damit verunsicherst du sie oder machst sie vlt auch wütend. alles gute!

an solche Kurse oder Selbsthilfegruppe hab ich in der Tat schon gedacht, weil sie ja auch erst durch einen Sturz seit kurze Zeit im Heim lebt und ich auch mit der ganzen Situation mehr oder weniger alleine da stehe und quasi auch manchmal damit überfordert bin. Nur es gab auch mal ne Situation, da wollte sie ständig eine neue Armbanduhr und fragte auch ständig danach, wenn ich sie besuchen kam. Hab ihr dann eine mitgebracht und dann war es für sie okay. Aber dann muss sie solche Sachen auch noch irgendwie im Gedächtnis speichern oder?

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@Butterfly36

ja, manche sachen bleiben tatsächlich hängen (wenn man bedenkt, daß das kurzzeitgedächnis ausfällt). warum gerade sowas (scheint ja eher unwichtig), weiß ich leider auch nicht.

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Das Gehirn entwickelt sich zurück, so weiß man ziemlich wie alt die dann waren als sie das erlebt haben,und so alt fühlen die sich dann auch, daher kennen die auch die jüngeren Angehörigen nicht mehr.Irgendwann wollen die nach hause zu ihren Eltern usw. Die sehen Dinge die nicht da sind, es wäre nicht schlecht wenn du alte Bilder aus ihrer Vergangenheit laminierst und sie als Ringbuch zusammenfasst und sie da drauf immer zurückgreifen kann, so hat sie Erinnerungen und kann Erinnerungen auffrischen die sonst verloren gehen,

Am besten Du fragst mal ihren Arzt. Es gibt auch psychische Erkrankungen bei denen Menschen Dinge sehen die nicht da sind.bei Demenzkranken tippe ich auf Erinnerungen. Warum zerbrichst Du Dir darüber den Kopf? Ändern kannst Du es leider nicht.

das stimmt leider, aber ich weiß auch nicht so richtig, wie ich dann damit umgehen soll, weil ich ja gesund bin und ein ganz anderes Leben lebe als sie. Das ist bei uns in der Verwandtschaft in der Art auch noch nie vorgekommen.

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Was tun mit Oma?

Liebe gutefrage.net-Community,

Ich habe mich soeben extra angemeldet, weil ich im wahrsten Sinne des Wortes einen Rat auf eine wirklich gute Frage brauche. Ich selbst weiß nämlich einfach nicht mehr weiter und dachte jetzt, ich wende mich an das Forum hier.

So, jetzt zu meinem Anliegen: Ich bin 45 Jahre alt, verheiratet, Mutter von zwei Kindern und habe vor 4 Jahren meine demenzkranke Mutter zu mir in unsere Einliegerwohnung geholt, weil ich merkte, dass sie in ihrem kleinen Einfamilienhäuschen nicht mehr alleine zurecht kam. Mittlerweile hat sie die Pflegestufe 1, aber das ganze Vorhaben entwickelt sich in unserer Familie zunehmend zum Problem. Es geht schon morgens los, dass ich sie zum Frühstücken auffordern muss, ich ihr die Kleider hinrichten muss, dann braucht sie Ihre Tabletten.... Am Mittag besteht sie dann auf ein warmes Essen, sowie ihre Tabletten und ab und zu ein Abführmittel weil sie jeden Tag glaubt Sie war schon 1 Jahr nicht mehr auf der Toilette... Am Abend eine Brotzeit, wieder Tabletten.... zwischendurch Frisör, Fusspflege, Arzt ..

Sie möchte immer das ich im Haus bleib, ich kann nicht spontan mit den Kindern zum Baden,weil wenn ich dann zurückkomme läuft sie durch unsere Kleinstadt in die nächste Gaststätte, weil ich Ihr angeblich den ganzen Tag nichts zum Essen gegeben habe.. Obwohl wir ja nur 2h weg waren.. Und oft sagt sie mir dann, welch schlechter Mensch ich doch sei... Und das alles beschäftigt mich dann ewig... Ich fühle mich durch sie fast wie an eine "Leine" gebunden. Sicherlich denkt Ihr jetzt ja wo ist das Problem, dann kommt sie halt in ein Heim. Doch wenn ich ihr das andeute blockt sie ab, das kommt für sie auf jeden Fall nicht in Frage..

Ich merke immer mehr wie meine Familie zu kurz kommt!!! Mein Mann ist ein "Workerholic" und ich möchte ihm eigentlich mehr zur Seite stehen, von meinen Kindern, unserem Hund oder Hobbys möchte ich erst gar nicht anfangen. Wie seht ihr denn das? Das alles ist so belastend für mich.. Hat jemand ein ähnliches Problem? Und wie könnte man hier was ändern???

Ich bitte nur um ernstgemeinte Antworten. Vielen Dank im Voraus!

Ps: Seit dieser Woche geht sie jetzt 2x wöchentlich für 5Stunden zu einer Tagespflege - das gefällt ihr allerdings nicht sonderlich...

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