Warum lehnt die UdSSR den Marshallplan ab?

6 Antworten

Die Hilfen des Marshallplanes waren an Bedingungen geknüpft, die letztendlich eine marktwirtschaftliche, also kapitalistische Produktionsweise forderten.

Die Unannehmbarkeit dieses Planes für die Sowjetunion wurde von vornherein einkalkuliert. Deshalb wurden für die Länder im sowjetischen Einflussbereich auch gar nicht erst Daten erhoben, um die Höhe möglicher Hilfen vorher berechnen zu können.

Das Hilfsangebot des Marshallplanes an die Sowjetunion und die Länder in ihrem Einflussbereich hatte zwei Ziele.

1. Die Länder, die diese Hilfen in Anspruch genommen hätten, so aus dem Einflussbereich der Sowjetunion herauszubrechen.

2. Einen Propagandacoup zu landen, um den wahren Zweck des Planes zu verschleiern. Dieser bestand darin, die Länder Westeuropas durch schnellen Wiederaufbau gegen linke Ideen zu immunisieren und fest in die Politik des Containments und des Rollbacks einzubinden.

Die UdSSR lehnte den Marshallplan ab, weil sie keine entsprechende Hilfe den vom bösen Kapitalismus befreiten Staaten geben konnte. Nicht dass sie nicht wollte, sie KONNTE es nicht. Ganz im Gegenteil, sie hat diese Länder so ausgebeutet, dass viele heute noch darunter leiden.

Der Mashallplan betraf im erster Linie die Westzonen. Die Meinung der UdSSR war nicht gefragt. 

Dass es ihr nicht gefiel, weil ein westliches Land, und damit ein potenzieller Gegner aufgebaut wurde, versteht sich von selbst. 

Genauso wie es den Russen heute nicht passt, dass die NATO osteuropäische Staaten aufrüstet. Wobei der Marshallplan ja nicht einmal militärische Aufrüstung beinhaltete.

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