Warum kriegen wir Deutschen immer weniger Kinder?

17 Antworten

Da gibt es sicher viele Gründe.

Ich denke, je besser es einer Gesellschaft geht, desto weniger Kinder werden gezeugt.

Wenn man erst einmal ein bestimmtes Level erreicht hat, möchte man nicht mehr weg davon. Und da Kinder in materieller Hinsicht nun mal Einschränkung und Geldeinbuße bedeuten, verzichten viele darauf.

Und manche verpassen auch einfach den richtigen Zeitpunkt oder finden nicht den richtigen Partner?

Interessant ist, daß in ärmeren Ländern viel mehr Kinder zur Welt kommen, quasi als Altersabsicherung.


daddbr3  11.09.2007, 12:51

Es ist nicht nur so, dass man "nicht mehr davon weg möchte" sondern der gesellschaftliche Druck setzt das Niveau auf einen höheren Level - obwohl man oft den mittleren Level nicht erreicht, will man nicht auf eine noch tiefere Stufe abrutschen - und die Gefahr ist mit Kinder gross.

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bommel65  11.09.2007, 15:00
@daddbr3

Ja, stimmt.

Und das Fatale ist: die, die keine Kinder haben (aus welchen Gründen auch immer, es gibt auch viele, die können einfach keine bekommen) können zwar mehr in die Rentenkasse einzahlen - aber wenn es soweit ist, ist keiner mehr da, der die Rente bezahlt...

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plumperquatsch  06.03.2010, 12:17

Es gibt auch Länder, die sind auf einem hohen Niveau und entwickeln sich noch stark weiter, da sie viel Nachwuchs haben!

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Ein wichtiger Grund, der so gut wie nie beachtet wird, ist das Unterhaltsrecht. Die Unterhaltszahlungen für Kinder sind so hoch, wie man in der Familie nie verbraucht. Ich habe 3 Kinder. Nach der Scheidung habe ich das teuer bereut. Heute würde ich nur noch 1 Kind in die Welt setzen, das reicht. Und das würde ich jedem Mann so empfehlen. Zeugungsstreik. Ähnliches gilt natürlich für den Ehegattenunterhalt. Jede Frau muss jederzeit arbeiten, wenigstens als Tagesmutter, für die die ihre Kinder selber aufziehen wollen. *Wenn der gesetzliche Unterhalt nicht deutlich nach unten korrigiert wird, wird es weiterhin weniger Kinder und Ehen geben.*****

Das ist nicht nur bei den Deutschen so. In allen hochentwickelten Staaten in Westeuropa macht sich dieser Trend bemerkbar. Die alte Tradition mit vielen Kindern bin ich abgesichert in meinen Alter ist bei uns gebrochen. das findet man noch in den afrikanischen Ländern. In China hat man es fast verboten. Da ist die Ein-Kind-Ehe anzustreben.


plumperquatsch  06.03.2010, 12:19

Dazu ist aber zu sagen, dass bspw. in den USA die Kinderzahl pro Frau etwa bei 2,1 liegt, was ausreicht um die Bevölkerungszahl zu erhalten. Allerdings bezweifle ich, dass das möglich wäre, wenn dort nur "Weiße" leben würden.

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Unsicherheit auf dem Arbeitsmarkt erfordert Absicherung durch 2 arbeitende Partner.

Zum Kinderkriegen gehört deshalb heute Mut, weil Kinder teuer sind und Mühe machen.

Kinder sind nichts Selbstverständliches mehr, Für und Wider werden abgewogen. Und sich sachlich für Kinder zu entscheiden ist schwerer.

Man muss Kindern viel opfern: Freiheit, Karriere, Geld, Mühe und Sorgen...

Dafür bekommt man viel zurück, dafür muss man aber auch offen sein und Kinder von Herzen lieben.

Die Hemmschwelle sind aber die sachlichen Gründe und die Hürde ist für viele zu hoch, dass sie sich für die Kinder einschränken müssen, die Design Wohnung erst mal dem Chaos überlassen müssen...

Man muss auch nicht versuchen Leute überzeugen zu wollen, Kinder zu bekommen, die keine wollen. Dann sollten sie lieber keine bekommen.

Und wenn dann die Deutschen weniger werden, was solls. Das Problem gäbe es wahrscheinlich gar nicht, wenn wir die Kinder nicht als Rentenzahler brauchen würden später. Wenn sich die Deutschen nicht fortpflanzen wollen, dann wollen sie halt nicht, dann werden wir halt weniger, wen störts?

Die Begründungen vieler Leute hier sind ja gut und schön (Kinder wären zu teuer und niemand könnte sie sich leisten), aber ich denke, dass das Jammern auf hohem Niveau ist. Noch nie gab es irgendwo einen so hohen Lebensstandard wie jetzt in Deutschland. Man sollte nicht so viel zweifeln, sondern das Leben mit Kindern genießen. Braucht man unbedingt einen Job, wo man 5000 € im Monat verdient, wenn man stattdessen glücklich sein kann mit Kindern. Ich respektiere die Meinung von Leuten, die gar keine Kinder haben wollen oder können, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass eine so hohe Zahl von Menschen sich keine Kinder leisten kann. Immer dieses Gejammer, ich kann mich ja nicht mal selbst ernähren...man bekommt doch vom Staat alles in den A*sch geschoben und dann soll man keine Familie ernähren können. Dennoch denke ich, es sollten finanzielle Hilfen vom Staat für Kinder bzw. Familien mit Kindern erhöht werden, damit dadurch kein Nachteil entsteht.

PS: Ich hoffe, ihr respektiert meine Meinung, obwohl ich erst 16 bin. Ich hoffe auch, dass es richtig ist, was ich geschrieben habe ;-)


plumperquatsch  06.03.2010, 12:21

Ich möcchte gerne noch etwas hinzufügen, was ich neulich gelesen habe: Und zwar, dass immer weniger Männer Kinder wollen, da sie zu wenig Kontakt zu Kleinkindern in ihrer Jugend hatten.

Dennoch meine ich gehört zu haben, dass mehr Männer als Frauen Kinder wollen, was wohl auf die Emanzipation der Frau zurückzuführen ist.

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