Warum ist die Tonleiter: C,D,E,F,G,A,H,C. Und nicht :A,B,C,D,E,F,G,A,?

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3 Antworten

Hier findest du eine Antwort auf deine Frage:

https://de.wikibooks.org/wiki/Musiklehre:_Das_Problem_mit_dem_Notennamen_H

Von der Seite zitiert:

Wie kommt es überhaupt zum Notennamen H?

Beim Vergleich des Notennamens "H" im deutschsprachigen, skandinavischen und westslawischen Raum mit dem gleich hohen Ton "B" der englischen Tradition muss man die historischen Wurzeln betrachten. Von der Note "B" existierten zu Zeiten Guido von Arezzos (der das Notenliniensystem einführte) zwei Varianten: das rund geschriebene "B-rotundum", das einen Halbton tiefer liegt, und das eckig notierte "B-quadratum". In der englischen Tradition wurde das "B-quadratum" zum "B", während man das "B-rotundum" als "Bb" (gesprochen: "B-flat") bezeichnete.

Im Deutschen (und weiteren Sprachen) hingegen wurde das runde "B-rotundum" zum "B", während das eckige "B-quadratum" hier nun als "H" bezeichnet wird, um es leichter vom "B-rotundum" zu unterscheiden. Wenn man sich erkundigt, warum dies so ist, erhält man meist die Antwort: "Das ist halt so!" oder "Das ist so Tradition!".

Weshalb beginnt man die Dur-Tonleiter nicht mit A?

Tja, das weiß man nicht so genau.

Diese Notenfolge entspricht der natürlichen A-Moll-Tonleiter. Man könnte sich folgende Eselsbrücke bauen: Wenn zu der Zeit, als man die Notennamen eingeführt hatte, gerade Lieder in Moll populär gewesen wären (wie es zum Beispiel in slavischen Ländern wie in Polen – wo allerdings das "H" verwendet wird – oder in der Slowakei und Russland (Verwendung des Si von Do Re Mi Fa So La Si Do) durchaus der Fall ist), dann hätte man eine sehr gute Erklärung gehabt, warum das Notensystem mit "A" anfängt. Dass später wieder Melodien in Dur beliebter geworden sind und man hinterher lieber mit der Note "C" gestartet ist, wäre kein Widerspruch zu dieser Eselsbrücke.

A B (  C D E F G A B C) D E F G A

Wie gesagt, es ist eine Eselsbrücke, aber als tatsächlich hat es sich wohl nicht so abgespielt, da zur damaligen Zeit erst acht Kirchentonarten existierten, von denen keine auf dem A als Grundton (damals Finalis genannt) aufbaute. Unsere heutige natürliche A-Moll-Tonleiter (in der Fachsprache "A-äolisch" genannt) und unsere heutige C-Dur-Tonleiter (in der Fachsprache "C-ionisch" genannt) kamen erst viel später auf. Daher merken wir uns, dass diese Idee mit der populären Moll-Tonleiter zwar historisch gesehen so nicht stimmen kann, aber trotzdem ganz nützlich fürs Erlernen der Notennamen ist.

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H ist musiktheoretischer Bull****. Typisch Deutsch.

A B C D E F G macht schon alleine deswegen mehr Sinn weil sich das jeder gleich mit dem ''ABC'' merken kann, ist wohl auch die grundsätzliche intention nicht oder?

Aber nein, wir müssen jedem Kind beibringen ''C D E F G A H C'' - und auf die nachfrage wieso das so ist mit ''is halt so'' oder ''weil der mönch....'' kommen -  Superklasse.

Jedem Kind dem ichs via A B C D E F G erklärt habe hat die Musiktheoretischen Grundlagen dadurch schneller, effektiver und ohne Fragen verstanden. Bei C D E F G A H C muss ich erstmal darauf hinweißen das man sich die notennamen mit dem ABC merken kann - dann muss ich erklären warum das so ist - dann muss ich noch das H erklären weil sonst jeder der sich Noten oder Chords aus dem Internet zieht oder ein Songbook kauft sich Fragt was Bb ist, oder schlimmer nen halbton zutief Spielt. 

Übrigens andersrum könnte ich die notennamen mit der grundlage ''ABC'' erklären - und dann einfach den hinweiß auf die parallele Dur tonleiter geben - das eröffnet von anfang an ein ganz anderes denken.

Dem ganzen kann man heute noch einen Riegel vorschieben und das sollte man auch tun. Musik ist Sprachübergreifend - und son quatsch machts wieder zunichte.

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