Warum haben eigentlich die Mittelmächte den Ersten Weltkrieg verloren?

4 Antworten

Salopp formuliert: Das Schicksal und die Geographie waren gegen sie.

Zunächst das leichtere vorneweg: Deutschland bzw die Mittelmächte haben die stategisch denkbar ungünstigste Position. Im Westen war Frankreich, im Süden Italien, im Osten Russland und von der See konnte jederzeit England (seit jeher eine Seemacht) angreifen. Also waren sie schonmal von potentiellen Gegnern und Großmächten umgeben.

Des weiteren war es - im Nachhinhein und aus deutscher Sicht betrachtet - ein großer Fehler, die Truppen durch das neurtale Belgien nach Frankreich zu schicken. Nur dadurch ist GB überhaupt erst in den Krieg eingetreten.

Es folgten die Stellungskämpfe in Frankreich, welche nicht erwartet wurden. Der Plan war ja gewesen, Frankreich in einem Blitzkrieg zu überrennen und einzunehmen, sich dann gegen Russland zu wenden und GB dabei unbedacht zu lassen. Die USA hatte wohl ohnehin kaum einer auf dem Schirm. Durch die Stellungskämpfe kam es aber nun zu dem Zweifrontenkrieg - und jeder, der ein kleines bisschen Ahnung von Geschichte und/oder Militär hat, weiß, dass man das stehts vermeiden sollte, falls möglich.

Besiegelt wurde die Niederlage durch den amerikanischen Kriegseintritt. In Russland hatte man zwar gute Arbeit geleistet, aber der neue, unerwartete Feind war dann endgültig zu fiel.

Nochmal in Stichworten:

- geographische Lage + Stellungskämpfe in Frankreich -> Zweifrontenkrieg

- unplanmäßiger Kriegseinstritt von GB und den USA

Naja ein Siegfrieden der Mittelmächte war 1917 noch möglich, weil im Osten es zum Sieg kam. Ein wirklicher Sieg auch gegen die Westmächte war eigentlich nicht möglich durch den Eintritt der VSA. Ohne den Eintritt der Amis und dem Austritt des zaristischen Russlands wäre es sehr wohl möglich, dass Deutschland und die Donaumonarchie gemeinsam mit Bulgarien und Osmanien in einem letzten Kraftakt Ende 1917 das Blatt zu ihrer Seite wenden konnten. Aber selbst wenn die Mittelmächte diesen Siegfrieden erreicht hätten, hätte es ihnen nicht gereicht; ihre Forderungen waren maßlos und es hätte in einem Versailles für Fr.u.VK. geendet. Ein weiterer Weltkrieg war durch verschiedene Gründe prädestiniert. Um auf deine ursprüngliche Frage zurückzukommen: An der Front kämpften auch fremdländischen Truppen aus den Kolonien. Vielleicht käme es durch einen längeren Krieg auch zu einer Union zwischen Fr.u.VK. wie es Churchill kurz vor der Kapitulation 1940 vorhatte.

Weil sie sich übernommen haben. Der ursprüngliche Plan war, Frankreich schnell zu besiegen, um sich dann voll auf die russische Armee zu konzentrieren. Die Russen haben mit 6 Mio. Soldaten die größte Armee mobilisiert.

Der Plan ging schief, der Zweifrontenkrieg, der unbedingt vermieden werden sollte, war da und rieb insbesondere die deutschen Kapazitäten auf.

Als dann 1917 die Russen besiegt waren, sind die Amerikaner auf Seiten der Entente in den Krieg eingetreten, nachdem Deutschland den uneingeschränkten U-Bootkrieg erklärt hatte. Gegen die Ressourcen, die die Amerikaner neu in den Krieg werfen konnten, kam das Reich nach vier Kriegsjahren nicht mehr an. Die Deutsche Armee war am Ende mit ihren Kräften.

Gehöre ich der "Generation Doof" an?

Heute sich mein Philosophie-Lehrer die ganze Stunde lang darüber aufgeregt, dass die Schüler immer dümmer werden bzw. dass die Abiturienten von vor 20-30 Jahren mehr wussten, als die von heute. Jetzt stelle ich mir die Frage: bin ich wirklich so doof?

Ich gehörte bis zur 10/11 Klasse auf meiner Gesamtschule immer zu den besten Schülern. Mein Durchschnitt siedelte sich fast immer im 2,0er-Bereich an. Da ich schon früh viel gelesen und viele Wissenssendungen geschaut habe, wurde ich immer für mein Wissen und meine gute Grammatik/Rechtschreibung gelobt. Ich musste mich nie wirklich anstrengen, so dass ich auch gute Noten in Fächern hatte, die ich nicht mochte.

So war es früher. Nach wie vor besitzte ich zwar das Interesse an Bildung Fächern die mir Spaß machen (Philosophie und Geschichte). In den letzten Sommerferien habe ich mir z.B. sehr viele Dokumentationen und philosophische Gespräche auf der Plattform YouTube angeschaut. Ich lese immer noch gern Bücher; damit meine ich kein Fanatasy, sondern Bücher, die Themen wie den Kapitalismus oder die Ethik beinhalten.

Jetzt zum heutigen Stand. Ich habe im letzten Quartal 117 von 150 Punkten erreicht und habe das Gefühl, versagt habe, obwohl ich mehrmals die Woche zur Nachhilfe gehe. Fast jeder Mitschüler meint zu mir, dass ich zu den Besten gehöre, doch meine Lehrer meinen was anderes, auch wenn ich zu den einzigen Schülern gehöre, die im Unterricht immer mitmachen. Mein Alltag in der Klausurphase, in der ich mich derzeit befinde, bezeichne ich als Katastrophe. Wenn ich nach Hause komme und ich nicht direkt danach zur Nachhilfe gehe, bin ich erstmal 2-3 Stunden an meinem Handy oder PC dran, um mein Hobbies (Gaming und Mode) wenigstens ein bisschen auszuleben. Das nutze ich, um mich vom Schulstress abzulenken. Dadurch bleiben mir am Tag nur noch wenige Stunden übrig, um mich auf Hausaufgaben zu konzentrieren. Aber ohne diese Ablenkung halte ich den Alltag einfach nicht aus.

Und jetzt kam mir mein Lehrer damit an, dass die Schüler dümmer werden. Er ist nicht der einzige von meinen Lehrern, der so denkt. Da frage ich mich, was ich falsch mache. Soll ich meine Freizeit komplett über Bord werfen, um am Ende als wirklich gebildeter Mensch rauszugehen?

Die Frage richtet sich an ältere Menschen. Ich weiß, dass sich hier auf dieser Plattform nicht nur Jugendliche aufhalten. Ich bitte um die Antwort von Leuten, die mir wirklich sagen können, ob ich hier was falsch mache, was mich zu einem dummen Menschen macht.

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