Warum gibt es so wenig Individualisten?

20 Antworten

Eigentlich ist jeder einzelne ein Individuum und damit automatisch individuell bzw. Individualist. Denn jeder ist anders.

Die Ansicht man gehöre einer Minorität an, welcher es vergönnt ist besonders individuell zu sein, zeugt natürlich ebenfalls von Individualismus :)

ich mag menschen, die tatsaechlich alleine entscheiden, was fuer sie richtig ist. und manchmal sind das mainstream sachen und manchmal nicht.

was ich nicht mag, sind sogenannte individualisten, die denken, wenn sie das gegenteil von dem machen, was andere machen, sind sie besonders. dabei sind sie genauso wenig frei vom mainstream, sie machen halt bloss das gegenteil.

ich bin manchmal genau wie alle anderen und manchmal bin ich voellig anders. im gegensatz zu dir halte ich das aber nicht fuer ein heldenstueck, ich halte das fuer normal.

Wer immer das Gegenteil von dem macht was andere erwarten ist genauso planbar und abhängig wie die anderen. Insofern hast Recht ja.

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Hallo!

Ich bin auch ein ziemlicher "Individualist", der schon von Haus aus ganz anders geprägt wurde: Bin bei meinem Opa aufgewachsen & habe dadurch schon eine ganz andere Welt mit ganz eigenen Wertvorstellungen vermittelt bekommen als die anderen in meinem Alter (bin 25).

Ich habe meinen eigenen Lebensstil, den manche nicht ganz kapieren, halte auch an manchen althergebrachten Dingen fest & bin keiner von denen, die jeden Trend mitmachen bzw. immer alles neu und repräsentativ brauchen.. dafür habe ich mich mit ca. 13 Jahren entschieden & ich selbst bin sehr glücklich damit --------> und ich muss sagen dass ich "mainstreamig" wahrscheinlich nicht den personellen & auch beruflichen Erfolg erreicht hätte, den ich habe. Ganz ehrlich! Ich bezeichne mich als "mittelmäßig selbstbewusst".. wenn überhaupt. Ich stand aber immer zu mir, habe mich nie versteckt/verkleidet & bin meinem Stil über all die Jahre absolut treu geblieben!

Ich falle vllt. auf mit meinem 20 Jahre alten Benz, mit meiner Sprachweise, meinem Wesen an sich, meiner Art mit anderen umzugehen (das ist oft "alte Schule", was mir auch schon Leute gesagt haben ---------> eine gewisse "Opa-Herzlichkeit" wird mir nachgesagt, die tlw. manche auch provoziert, weil sie lt. gesellschaftlichem Ideal bei dem schnippisches abweisendes bzw. mauerndes Verhalten als cool gilt & "Zivilcourage" als scheinbares Muss, wodurch meine Lebensart so vollkommen "aus der Zeit" ist). In meinem Lebensstil erinnert wohl verdammt viel an die 90er & ich lebe wenn man's so will - dazu steh' ich - mit einigen altersgemäßen Unterschieden ziemlich genau das Leben, das mein Opa vor 15-20 Jahren gelebt hat.. allerdings nicht weil ich es ihm bewusst nachmache, sondern weil mich seine Erziehungsweise so sehr geprägt hat, dass es bei mir automatisch geschieht & ich selber als erschrecke wenn ich merke, dass ich so wie mein Opa damals handele.

Vor allem ältere Leute haben für mich viel übrig, auch die meisten in meinem Alter finden das zumindest "charismatisch" oder sonst wie "retro-cool" :) Diejenigen, bei denen meine Art aneckt, sind meistens so zwischen 30 & 40 und auch Eltern von Mitschülern aus der Realschule hielten meinen Opa und mich immer für den Steiß des Anstoßes.. okay klar, die können damit nix anfangen.. aber: So what?!

Ich finde das nicht schlimm & bei denen, wo ich anecke, ist es mir ehrlichgesagt auch total egal ;) Diejenigen, die mich wirklich mögen, akzeptieren mich so, wie ich bin & ich weiß, dass viele auch genau diese Art an mir mögen.. manche finden das beruhigend usw.!

Ich weiß, dass manche auch gern selbst aus der Masse stechen würden, sich aber nicht trauen. Man braucht echt Standing dafür, etwaige Tuscheleien, Anfeindungen usw. aushalten zu können.. aber andererseits: Ich sage mir, dass diejenigen, die Andersdenkende anfeinden oder belächeln, wahrscheinlich insgeheim die "Quertreiber" und Anti-Mainstreamer bewundern, evtl. selber gern so wären ... ihnen jedoch der Mut dazu fehlt! Diese ggf. eigene Frustration äußert sich dann in Intoleranz und Verbohrtheit, die man anderen entgegenbringt. Eigentlich ein Zeichen von Schwäche & nix als das..! Bzw. nix was man ernstnehmen müsste ------> abhaben und gut is'!

Also: Andersdenkende, habt Mut :)

Und wer euch nicht will, der hat euch garnicht verdient :) Ich habe ehrliche Freunde, ich habe eine tolle Freundin die das meiste an Interessen mit mir teilt & manches "halt so duldet" ---------> mein Umfeld gibt mir bzw. meinem Denken seit Jahren Recht & diese Bestätigung ist ganz toll..!

Mein Motto ist "Mit dem Hut in der Hand kommt man durch's ganze Land" (auch so ein Spruch vom Opa) und das, was ich im Alltag realisiere/was mir entgegenkommt, gibt mir jedes Mal die Bestätigung dass ich als Typ garnicht soooo verkehrt sein kann :)

Wiegesagt, habt Mut & lasst euch nicht verbiegen :) Also: Alles Gute ---------> macht weiter so!

Hi Kitharea^^

Löbliche Einstellung, die du da vertrittst ;) Ich glaube, die meisten sind mittlerweile einfach vom Kleinkindalter an so sehr den Gesellschaftsidealen verfallen, dass es sie gar nicht mehr interessiert, wie sie sich selbst entwickeln könnten. Man kann ja auch gleich jemanden kopieren, ist einfacher. Ich denke, meine Vorredner haben die Frage etwas missverstanden^^ Ich habs aber auch nicht grade mit Mainstream, wenn ich sehe, was für Menschen teilweise draußen rumlaufen, bin ich froh, dass ich "anders" bin^^

Ehrlich gesagt denke ich die meisten bekommen vor lauter Hass im Kopf gar nicht mehr mit was sie der Gesellschaft damit antun. Dann gibt's wieder diejenigen die es null interessiert. Angepasst sein - nicht auffallen - dann kann mir auch nichts passieren so quasi. Angst ist das sonst nichts. Danke für die Antwort.

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Wenn etwas Mainstream ist, dann trifft es oft den Geschmack von vielen Leuten. Es gibt natürlich Menschen, die etwas nur anziehen/machen/anhören/etc., weil es Mainstream ist und sie halt einfach "dabei" sein wollen.

Man kann auch Individualist sein und trotzdem teilweise Dinge machen, die gerade Mainstream sind. Es ist nicht so, dass das eine das andere zwingend ausschließt. Wenn einem etwas eigentlich gefällt, aber man macht es dann deswegen nicht, weil es gerade "in" ist, dann ist das kein Individualismus, sondern einfach nur dämlich.

Gute Antwort. Ich finde es nur nicht dämlich wie du das nennst sondern Menschlich wenn man nicht alles was man tut zu 100% tut.

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@Kitharea

Es ging mir ja nicht darum ob man etwas zu 100% tut.

Ich wollte sagen, dass es dämlich ist etwas nicht zu tun was einem sehr viel Spaß macht, nur weil es sehr viele andere Leute auch machen und man dann ja Mainstream wäre.

Ich stehe z.B. total auf den Musikstil Electro-Swing. Das ist jetzt nicht gerade total Mainstream. Ich würde aber auch weiter Electro-Swing hören, auch wenn plötzlich alle auf Electro-Swing stehen würden und in den Top Ten nur noch Electro-Swing Lieder auftauchen würden.

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