Warum gibt es keine objektive Wahrnehmung?

4 Antworten

Wir sind in unserem Erleben zwangsläufig an unser Gehirn gebunden (welches für alle physischen und psychischen Prozesse (Steuerzentrale) des Menschen verantwortlich ist). Also ohne Gehirn geht nichts! Die Wahrnehmung ist an Erfahrungen und Schlussfolgerungen gebunden (individuelle Faktoren) , an Emotionen (welche alle subjektiv sind) und an soziale Faktoren (gesellschaftliche Normen, Freundeskreis,...). Deshalb richten wir uns bei der Wahrnehmung  immer in eine bestimmte Richtung, ob wir wollen oder nicht. Beispiel: Dein Freundeskreis sind Menschen, die etwas gegen Ausländer haben, sie als faul, diebisch und aggressiv halten. Du,a ls Teil des Freundeskreises, läufst abends einem Ausländer über den Weg. Entweder du wurdest daheim so erzogen, dass die Vorurteile deiner Freunde nur geringen Einfluss auf dich bzw deine Wahrnehmung haben und gehst an ihm vorüber wie an jedem anderen Menschen auch , oder du lässt dich von deinen Freunden beeinflussen und läufst am Wegrand mit zügigem Schritt, weil du Angst hast.

Zur Beruhigung:

Wenn du und deine Freunde vor einem Baum steht, du sie fragst, was sie sehen, werden sie alle deiner Meinung sein: einen Baum

Erst wenn du fragst, wie sie ihn finden gibt es unterschiede:

,,Ich habe Angst vor Bäumen, die sind groß und werfen unheimliche Schatten'' (Hat als Kind zu viele Märchen gelesen und Horrorfilme gesehen--> individuelle Faktoren)

,,Ich finde ihn schön, ist stabil, kann man sich dran anlehnen'' (Ist als Kind viel Picknicken gegangen)

,,Langweiliger Sparren'' (Hat kein Interesse an der Natur, weil er immer schon Videospiele spielen durfte...)

Visuell nehmen wir also das meiste gleich wahr! Nur die Bewertung dessen fällt unterschiedlich aus

Such mal nach ,,Konstruktivismus'', könnte dich interessieren ;)

Danke, ist ein sehr informativer Beitrag 

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Hallo!

  • Wir sind Subjekte, können daher auch nur subjektiv sehen.

Dies ist aber eine philosophische Frage, da die subjektive Realität für uns Subjekte auch wieder die objektive Realität ist auf Grund mehrheitlicher Übereinstimmungen.

Als Beispiel die Farbe Blau. Wir haben uns mehrheitlich für einen Farbton entschieden, der objektiv gesehen Blau heisst, aber subjektiv von Türkis bis Blaugrün gehen kann, aber alles ist Blau.

  • Und die nächste Frage wäre dann ja auch: Was ist objektiv?

Wie sollen wir Subjekte "objektiv" definieren?

ZB: Eine "dumme" Kamera kann objektiv ein Bild aufnehmen. Eine "smarte" oder "intelligente" Kamera kann das nicht mehr, da sie bereits die Aufnahme "manipuliert". Wo endet jetzt objektiv, wo beginnt subjektiv?

LG Bernd

Wenn du alle Objekte in ein Subjekt (was es in Wahrheit auch ist) verwandelst, was bleibt dann ? Das würde ich dann Realität nennen :)

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@Geisterfeder

Ja, da gehe ich konform. Die mehrheitliche subjektive Übereinstimmung erzeugt die "Realität".

LG Bernd

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Realität ist letztendlich auch ein subjektiver Begriff, insofern: Nein. 

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