warum gab es in der ddr nur plattenbau?

17 Antworten

Guten Tag, 

dass kann man so direkt nicht sagen. Es gab in der DDR nicht nur Plattenbau, sondern auch viele Altbauten.

Es war ja so, dass nach dem zweiten Weltkrieg viele Häuser, ja sogar manche Städte komplett zerstört waren. Die Menschen früher brauchten aber Wohnungen. Da man mit der alt hergebrachten Stein auf Stein Bauweise ewig gebraucht hätte, so viele Blöcke mit Wohnungen zu bauen, hat man sich in der ehem. DDR einfach die bereits 1929 entstandene Großtafelbauweise (Plattenbauweise) zu nutze gemacht. Hier werden ja bekanntlich alle Bauteile des Hauses im Betonwerk hergestellt, und müssen dann nur noch auf der Baustelle montiert werden. 

Viele Menschen verbinden die ehem. DDR gleich mit Plattenbau, da damals viele Menschen im Plattenbau lebten. Einige Punkte dafür, dass so viele Menschen dort ihre Wohnung hatten, sind, dass viele Chemiearbeiter sich in ihrem Betrieb für solch eine Wohnung meist einige Jahre eher anmelden mussten, bevor die dann tatsächlich eine solche von der Regierung zugeteilt bekommen haben. Die Plattenbauwohnungen waren nämlich damals um einiges fortschrittlicher als die noch meist unsanierten Altbauten. Dazu kommt natürlich auch, dass in vielen Städten Braunkohle gefunden wurde, welche man nun abbauen wollte. Dass hieß für die Bewohner dort, rein in die sanierte Plattenbauwohnung. Die Häuser dort wurde dann platt gemacht. 

Natürlich aber gab es auch Wohnblöcke die noch Stein auf Stein gebaut wurden. Und man konnte sich selbstverständlich auch selber ein Haus bauen. Dazu gab es aber beispielsweise auch in Westberlin durchaus Plattenbauten. Also auch im Westen setzte man teilweise auf diese schnelle Bauweise. 

Grundsätzlich kann man aber sagen, es wohnten deßhalb so viele Menschen in der ehem. DDR in der Platte, da eben wie gesagt die Wohnungen für die damalige Zeit am modernsten waren. Man hatte warmes Wasser, Heizung, Küche, Bad - alles direkt in der Wohnung.

Grüße, Ralf

Das ist so nicht richtig. Es gab durchaus auch andere Bauten.

Allerdings ist der industrielle Wohnungsneubau und auch der Neubau genormter Zweckbauten die Regel gewesen. Es war einfach billiger, mit genormten, industriell vorgefertigten Elementen zu bauen.

Plattenbauwohnungen waren und sind übrigens besser als ihr Ruf. In den 80er Jahren wurde begonnen, architektonisch interessantere Fassaden im Plattenbau umzusetzen.

Das Wohnen im Plattenbau war zu DDR-Zeiten auch angenehmer als heute, weil es dort eine gute soziale Mischeung gab und es kein Makel war, dort zu wohnen. Wer vorher die Kohlen aus dem Keller in seine Wohnung schleppen musste und die Toilette auf halber Treppe hatte, der wusste den Komfort einer Plattenbauwohnung zu schätzen.

Dass man über den Neubau von Wohnungen den Erhalt und die Sanierung der Altbausubstanz sträflich vernachlässigt hat, ist ein anderes Thema.

Ergänzung:

Der "Plattenbau" war damals nicht nur ein "cooler Baustil" der damaligen Zeit, sondern auch so ökonomisch, dass auch die Bundesrepublik darauf gern und häufig zurückgriff: Bis in die Mitte der 90er Jahre wurden unzählige Siedlungen, Uni-Gebäude, Krankenhäuser und Wohnungen mit dieser Technik gebaut.

Und Plattenbauten sind so robust, dass bei heutigen Modernisierungsmaßnahmen vor allem die "Verbesserung der äußeren Fassade" im Fokus steht. 

Und auch die Wärmedämmung war den meisten anderen Bauweisen damaliger Zeit erheblich überlegen.

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Es gab nicht "nur Plattenbauten", sondern viele alte Häuser, die zum großen Teil immer noch stehen. Aber gegen den  Wohnungsmangel in den Städten nach dem Krieg, dienten die Plattenbauten als schnelle und relativ preiswerte Möglichkeit, komfortablen Wohnraum für viele Menschen zu schaffen.

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