Warum bewegen gehörlose ihren Mund beim gebärden/sprechen leise mit?

5 Antworten

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Das Mundbild ist Teil der Gebärdensprache. diese Sprache setzt sich aus sehr vielen Dingen zusammen. Neben dem Mundbild zählen hier: - Mimik, - Handform - Handstellung - Ort der Bewegungsausübung und die Bewegung selbst eine Rolle. Auch ist zu beachten, dass es in Deutschland neben der "Deutschen Gebärdensprache" auch das "Lautsprachbegleitendes Gebärden" und das "Lautsprachunterstützendes Gebärden" gibt. In allen 3 Varianten kommt das Mundbild zum Tragen und besonders in den letzten beiden in zunehmenden Maße. LG

Das Mundbild drückt Emotionen besser aus und vermeidet Verwirrungen, falls eine Gebärde zwei Bedeutungen hat.

Gebärdensprache wird nicht nur mit Händen und Armen "gesprochen". Wichtig sind auch Mimik und eben die Mundbewegungen. 

Hast Du schon mal beobachtet, wenn Erwachsene Kleinkinder fúttern? Ganz unwillkúrlich macht der/die Erwachsene auch immer den Mund auf, wenn die Nahrung auf dem Löffel in den Mund des Kindes geschoben wird. Reflexe sind das!


Rosama  20.05.2019, 09:05

Nein, das stimmt nicht. Das Mundwortbild gehört bei Substantiven z.B. immer dazu. Es wird bewußt benutzt.

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Die Gesichts- bzw. Mundmimik ist Teil der Gebärdensprache. Damit können z.B. Emotionen ausgedrückt werden, so dass die Handbewegung für ''Willkommen'' zudem auch wirklich herzlich wirkt. Die Lippenbewegungen helfen aber auch, Verwirrung zu vermeiden, wenn eine Gebärde zwei Bedeutungen hat. Darum werden sie häufig sehr deutlich gemacht, um das erkennen und ablesen für das Gegenüber zu erleichtern. Das ganz dazu führen, dass man unbemerkt mitspricht.

Das ist eine Tradition für Gehörlose, und in einige Fallen hilft auch das Verstehen.