Wart ihr schon mal in einer psychosomatischen Klinik?

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Du musst unterscheiden zwischen geschlossener und offener Psychiatrie.

Bei Psychosomatik bist du ja normalerweise freiwillig da (bzw. weil dir Ärzte das sehr dringend empfehlen).

Da gibt es also quasi keine Fluchtgefahr der Patienten weil die könnten jederzeit gehen wenn die ein zwei Formulare unterschreiben. Du wirst also nicht regelrecht eingekärkert wie Saenger beschrieb.

Und auch Tagsüber kannst du ausserhalb deiner Termine fast alles machen was du willst. Nur Drogen Alk usw. sind eben verboten.

Da gehst du dann halt hin. Wirst (meistens) Medikamentiv eingestellt und machst Gespräche, Gruppengespräche oder auch einfach mal was Basteln. Gehört alles zur Behandlung.

Nichts wovor man Angst haben muss.

Ich nicht aber bis eine dir das erzählt,schau mal Zw. Zb.bei Google suche.

Kannst du da auch darüber vieles lesen,mit Bilder und die Therapie Methoden,und wird vieles für die Patienten gemacht.Mit viele details.

Schon mal vor 5 Jahren in einer Psychosomatischen Klinik gewesen. Wie es einem gefallen hat, hängt auch immer davon ab, was man erwartet hat. Ich fühlte mich auf ganzer Linie enttäuscht, trotz der verschiedenen Therapien.

Ja. Vor 11 Jahren. Ganze 4 Monate.(Langzeittherapie zur Alkoholentwöhnung) Ob es mit dort gefallen hat? Das ist so pauschal nicht zu sagen, weil es für mich persönlich natürlich eine sehr schwere Zeit war, in der ich harte Kämpfe mit mir selber durchstehen musste. In der Zeit des Aufenthalts waren dementsprechend meiner Begeisterung großteils schon Grenzen gesetzt. Aber die Einrichtung selbst war modern und umfangreich ausgestattet, die Betreuer, Therapeuten und Psychologen waren sämtlich hochkompetent und engagiert und die Programmatik und Zielsetzung waren sinnvoll gestaltet und auf höchstmöglichen Erfolg ausgerichtet. Obwohl dieser hauptsächlich auch an jedem Einzelnen liegt. Als Resümee kann ich jedenfalls sagen das diese Einrichtung und ihr Personal mir definitiv das Leben gerettet haben. Daher bin ich im Nachhinein zumindest sehr froh dort gewesen zu sein. Immerhin bin ich bis heute Rückfallfrei trocken.

Vor 17 Jahren war ich dort.

Gefallen hatte es mir gar nicht dort in der Klinik. Aber das ist Jahre her, mittlerweile müsste da ein ganz anderer Standart herrschen.

Ich hatte nen furchtbaren Zimmernachbarn, der dachte er wäre ein Tiger und oft mich gekratzt hatte oder nachts einfach auf meinem Bett saß und knurrte. Das ist kein Witz. Zimmer tauschen durfte ich nicht.

Die Pfleger/innen waren, harsch, grob, dominant.

Wir musste alle dort 21 Punkte durch irgendwelche Aufgaben erreichen, das hat rund 2 Wochen gedauert, im dieser Zeit durften wir nicht raus an die frische Luft nicht mal auf dem Klinikgelände, der einzige Ausgang war, wenn man sich eingetragen hatte Brötchen morgens um 6.15Uhr aus dem Nachbarsgebäude zu holen.

Die Eltern durften anrufen 1x Woche zu gewissen Zeiten, wenn das Telefon klingelte, durften wir aber nicht vom Tisch aufstehen.

Ich fühlte mich wie ein Schwerverbrecher, als wir von unserem Wochenende zu Hause zurück zur Klinik kamen, wurden wir alle abgetastet um zu schauen ob wir spitze Gegenstände dabei hatten. Wir bekamen 1 Gummibärchem am Tag, ansonsten nur die Mahlzeiten dort,... obwohl ich eigentlich nur wegen einer "Angsterkrankung/Angst vor dem Erbrechen dort war und weil ich die Schule verwehrte, weil ich dort gemobbt wurde".

Damals wars die letzte Chance, da ich die Schule verweigert hatte, gab's nur zwei Optionen: Klinik oder Jugendamt.

Aber ich denke, heutzutage ist das anders in Psychiatrien. Also nicht abschrecken lassen.

Das hat nichts damit zu tun ob es ein anderer Standard ist sondern das du dort zwangsweise untergebracht wurdest.

Da gibt es komplett andere Regeln. Würdest du freiwillig in eine Klinik gehen könntest du jeden Tag mehrere Stunden rausgehen.

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