Vorgehen gegen gewalttätiges Kind im Kindergarten?

11 Antworten

Hallo, also erstens solltet Ihr tatsächlich vielleicht versuchen mit der Familie zu reden. Vielleicht wohnt jemand in der Nähe? Vielleicht gibt es aktuelle Probleme, bei denen man helfen kann? Und mit den Erziehern könnte man vielleicht mal über eine Projektwoche zur gewaltfreien Kommunikation nachdenken, oder ähnliches. Aktuell sind die Erzieher ja anscheinend gefragt, da ständig zu deeskalieren. Können sie aber vielleicht nicht alle gleich gut. Ich würde die drei Schienen fahren: 1.: Versuchen, mit dieser Familie zu reden und Ihnen zu erklären, daß es so nicht gut läuft und sie Hilfe bekommen können, z. b. bei einer Erziehungsberatung.... Wo auch immer-halt mal vorsichtig anfragen, wie sie selber die Lage sehen.

2. Das Gespräch mit den Erziehern suchen

3. Angebote für Kindergärten und Erzieherworkshops selber googlen, um sie den Erziehern evt zu zeigen

und sonst notfalls den Kiga wechseln, aber das kann ja nicht die erste Lösung sein.

Viel Erfolg! Und einen langen Atem wünsche ich, -mit einem Gespräch, wo es gut läuft, hat man das Ticket zum nächsten, aber meistens ist da nicht alles geklärt

Danke, aber mit den Eltern ist  leider nicht zu reden . Und mit den Erziehern stehe ich in ständigem Kontakt aber die reden schon seit 2 Jahren. Und nix passiert . Leider . .. 

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@JuliaP1913

2 Jahre ist zu lang ,

auch für deine Kinder - welches Bild von "Gruppe" haben sie bereits entwickelt ??

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@Blitz68

Mein Kind ist erst seit einem halben Jahr in der Gruppe . Es waren jetzt auch viele Eltern separat beim Jugendamt und haben sich beschwert...Vielleicht bringt es ja was. Aber ein kitawechsel wäre meine allerletzte Option.  vorher versuche ich alles andere,was in meiner Macht steht.

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Wir nehmen heute in unserer Gesellschaft den Artikel 6 Grundgesetz ja ein wenig ernster. Was zu meiner eigenen Kiga-Zeit noch die absolute Ausnahme war. 

Eltern haben also durchaus manche Möglichkeiten hier einzugreifen. Ich zähle mal meine Vorstellungen so auf: 

1. Gewalt ist immer eine Mangelerscheinung. Wenn Du nun also schreibst, das Kind wird von seinen Eltern auf Gewalt konditioniert, dann stellt sich durchaus die Frage:

Aus welchen Gründen sind die Eltern gewalttätig und welche Maßnahmen sind dagegen denkbar? 

Eine Möglichkeit ist, dass die Frauen das Gespräch mit der Mutter suchen. Freundlich, höflich, die Sicht der Mutter immer wieder aufnehmen zu wollen, um von da aus in kleinen Schritten Lösungen in der Ich-Form anzubieten. 

Ich-Form ist die einladende Kommunikationsform. Im Gegensatz zur Du--Form, welche unbewusst eine Abwehrhaltung provoziert. 

Die Mutter ist womöglich komplett unorganisiert. Und hat noch einen ständig mäkelnden Mann den ganzen Tag um die Ohren. 

Bei mir läuft der Tag immer wie ein Ritual ab. 

Wird anders aufgenommen als 

Dann solltest Du den Tag von vorne herein wie ein Ritual starten. 

In der Ich-Form kann ich dann auch mein eigenes Ritual vorstellen. Als Angebot. Eine andere Frau hat ein anderes Angebot zum Thema. 

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Der Mann ist - ich schwafele mal vor mich hin - womöglich ein arbeitsloser versxffener Schläger. Darf ja mal zur untersten Schublade greifen als Denkspiel. Der wird ja aber wohl auch mal seine vier Buchstaben vor die Tür setzen. 

Da kann dann der eine oder der andere Mann "zufällig" dazu kommen, grüßen. 

Vielleicht macht es bei diesem Gedankenspiel Sinn, sich vom Blauen Kreuz z.B. beraten und unterstützen zu lassen. 

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Die Eltern fragen die Erzieherinnen, aus welchen Gründen ihnen die Hände gebunden sind. Sucht das regelmäßige Gespräch auf Augenhöhe mit den Fachkräften. 

Ist es möglich, einforderbar, dass die eine oder andere erwachsene Person - Elternteil, Großelterteil - da wenigstens stundenweise mit arbeitet auf ehrenamtlicher Basis? Auf diese Weise werden die Fachkräfte entlastet. Sie können sich dem gewaltkonditionierten Jungen widmen und ihm helfen, eine für außerhalb des Elternhauses normale Umgangsweise zu erlernen. 

Denn tatsächlich braucht es hier einen Mehraufwand an Zeit, Energie, tatsächlich Zuwendung. Und die anderen Kinder sollen ja deswegen nicht zu kurz kommen. 

Lehnt die Leitung dieses Angebot ab, sich an die nächsthöhere verantwortliche Stelle wenden. 

Kirchlich? Da gab es ja schon den einen und den anderen Skandal. Verantwortet jeweils vom Träger, also kath. bzw. ev. Kirche. Womöglich kann es zu Erfolg führen, solche Vorkommnisse online zu recherchieren und dann mal ein freundliches Gespräch mit der obersten Zuständigkeit zu führen. 

Herr Titelträger mit eingebildeter voll der Gnade, da gab es doch mal diesen Hort, Kiga unter der Trägerschaft Ihrer Gemeinschaft. Erinnern Sie sich? Und nun fängt in unserem Ort unter Ihrer Trägerschaft wieder so eine Geschichte an. Wollen Sie wieder tatenlos zusehen? Meinen Sie, das gefällt den Medien? Immerhin stehen die ja auf Skandal. 

Bitte beachtet: 

Die Erzieherinnen sind in der Regel sehr nah bei Euch als Eltern. Halt genau so nahe, wie es ihnen erlaubt wird. Sie anzugreifen ist also sinnfrei. 

Die tatsächlich Verantwortlichen verstehen die Sprache der subtilen Drohung gut. Vor allen Dingen wenn sie gelassen vorgetragen wird. - Lebenserfahrung

Bitte beachtet weiter: 

Auch wenn die Eltern ihren speziellen Ruf im Dorf haben: 

Deswegen als Gemeinschaft alleine dem Jugendamt mögliche Intervention zu überlassen kostet schon mal sofort Steuergelder. 

Alle, wirklich Alle profitieren dauerhaft davon, wenn auch nur im Ansatz gemeinsam hier Veränderung geschafft werden kann. Auch Eure Kinder. Sie werden sich als Erwachsene daran erinnern. An die Tatsache, dass Veränderung möglich ist. Das Miteinander schlimme Zustände verbessern kann. 

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Doch. Eine enge Freundin wohnt nun seit manchem Jahr in einem Haus mit Nachbarn, die, als sie von unseren Steuergeldern ins Land gelockt wurden, es als ihr natürliches Recht ansahen, ihre Kinder krankenhausreif zu prügeln, saufende Männer als richtige Männer anzusehen, die dann auch noch ihre Frauen ebenfalls krankenhausreif zu prügeln. 

Die Zeiten sind schon eine Weile vorbei. Sie ist alleine dazwischen. Voller Wut. 

Nein. Befreundet wird sie wohl nie mit den Menschen sein. Aber die nachwachsende Generation säuft nicht mehr. Sie erlernen ganz normal Berufe und so fort anstatt den ganzen Tag auf der faulen Haut auf Kosten der Gesellschaft .....

Wenn das Kind zu Hause keine Verhatensregeln gelernt bekommt, wo soll es lernen, dass es nicht kneifen, beißen, etc..... darf, wenn nicht im Kindergarten?

Klar leiden andere Kinder und die Erzieher darunter, das ist aber oft so. Kinder sind in diesem Alter sind noch nicht perfekt erzogen, alle müssen sehr viel lernen.

Andere Kinder zerstören Bauwerke, die wiederum andere gebaut haben oder sie beleidigen andere und werten diese ab oder sie schreien rum oder sie verpetzen andere Kinder oder schütten ihren Becher Tee über die Hose eines anderen KIndes, das ist alles genauso schlimm und schwer erträglich für alle.

Vor allem in der sozialen Gemeinschaft erlernen die Kinder Erziehung, das ist wichtig, gerade für diese Kinder, die es noch nicht können.

Deswegen sehe ich hier keinen Grund, das Kind auszuschließen. Sonst hat das Kind ja gar keine Chance, erzogen zu werden, wo endet das?

Erzieher im Schul-Hort | Kindergarten-Hort - Unterschied der Arbeitszeit | Bezahlung?

Ich habe mal ein Praktikum in einem Kindergarten gemacht (Vorschulbereich). In diesem Kindergarten war ein Hort inbegriffen. In diesem Bereich gab es nur eine "aktive" Erzieherin (war eine ziemlich kleine KiTa). Vormittags (die ersten Schulkinder kamen erst ca. um 10 Uhr) bevor die Schulkinder von der Schule kamen, hat die "Horterzieherin" immer irgendwo ausgeholfen, wo sie gebraucht wurde, mal Krippe, mal Kindergarten, mal Vorschule. Sprich sie war immer schon sehr früh da. Wenn ich nun einen Hort (ohne an eine KiTa gebunden) an einer Schule betrachte, dann dürften doch diese Erzieher/innen doch nur halbtags arbeiten oder? Und verdient in dem Fall die Schulhort-Erzieherin weniger oder genauso viel wie die KiTa-Hort-Erzieherin (Beide Stellen wären vom gleichen Träger)?

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