Vom Haus in eine Wohnung und ich fühle mich total unwohl?
Hallo zusammen,
nun melde ich mich mal wieder mit einer Frage und hoffe, ein paar von euch können aus Erfahrung berichten.
Ich befinde mich gerade in einer sehr komplizierten Situation... mein Freund und ich sind seit gut einem Jahr zusammen (kennen uns aber schon eine halbe Ewigkeit) und sind dann auch im Mai letzten Jahres zusammengezogen- in seine 3-Zimmer-Eigentumswohnung mit Balkon.
Zuvor habe ich in einem Haus mit Garten gelebt. Es ist mein Elternhaus und es gibt dort 2 Wohnungen, die untere Bewohnt mein Vater, die obere ich. Ich habe mir da auf 50qm eine wahre Wohlfühloase geschaffen. Bei dem Umzug und die ersten Monate danach habe ich mich in der Wohnung meines Freundes wirklilch sehr wohl gefühlt und es ist auch eine schöne Wohnung (Neubau), aber seit einigen Wochen fühle ich mich zunehmend unwohl und sehne mich nach Haus mit Garten, in dem ich die letzten Jahre so viel getan habe um es wunderschön zu machen.
Hinzu kommt, ich habe 3 Hunde (Border Collies), mit denen ich Hundesport mache und für die ein Haus mit Garten natürlich auch geeigneter ist. Sie fühlen sich in der Wohnung zwar Wohl, aber einfach ist es nicht mit 3 Hunden im Mehrfamilienhaus. Auseinandersetzungen mit den Nachbarn gab es selbstverständlich auch schon- sie sind lieb, ruhig und gut erzogen, und dann wurde Verschmutzung im Treppenhaus als Beschwerdegrund herangezogen. Der Dreck kommt eher von Schuhen und Kinderwägen, aber das ist ein anderes Thema.
Für mich ist meine kleine Wohnung in vielerlei Hinsicht besser: Ich fühle mich dort wohler, für die Hunde ist es besser, mein Arbeitsweg ist halb so lang, ich kann dort schöner mit den Hunden spazieren gehen und bin schneller beim Training.
Aaaaaaber, da die Wohnung zu klein ist und keine Küche hat (Küche ist mit meinem Papa zusammen im unteren Stock) ist es unmöglich, dass mein Freund dort mit einzieht. Somit würde es bedeuten, dass wir nicht mehr zusammen wohnen können, wenn ich dort wieder einziehe. Er kann mich zwar jederzeit besuchen kommen, aber es wäre natürlich doch was anderes als jetzt.
Das ist der große Zwiespalt, in dem ich mich momentan befinde und diese Situation zermürbt mich ziemlich. Vielleicht ist ja jemand nicht allzu verwirrt von meinen Zeilen und kann mir einen Rat geben. Habt ihr schonmal ähnliches erlebt? Wie würdet ihr euch in so einer Situation verhalten?- ich bedanke mich im Voraus <3.
3 Antworten
Ich sehe hier ein Problem. Du denkst da nur für Dich. Aber es gibt nicht nur dich, sondern auch einen Freund. Du solltest eher "Wir" denken, anstatt nur "Für mich."
Liebst du deinen Freund wirklich oder ist dir wichtiger, mit "deinen" Hunden in "Deiner" Wohlfühloase zu leben?
Dann findet zusammen eine Lösung. Redet miteinander. Vielleicht kann er die Wohnung verkaufen und ein Haus kaufen, das euch beiden mehr liegt? Ihr beide müsst damit leben.
Das stimmt, damit müssen wir beide irgendwie leben. Geredet haben wir schon viel über dieses Thema... er ist auch damit einverstanden, dass ich zurück gehe und er dann eben zu mir zu Besuch kommt. Ein Haus kaufen ist langfrisig der Plan, aber momentan nicht möglich. Und ich möchte auch nicht die nächsten 15 Jahre in einer für mich völlig unpassenden Wohnsituation unglücklich sein in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas daran ändert. Zumal ich auch nicht gerade bei allen willkommen bin im Haus, wegen der Hunde.
Natürlich aber werde ich das Zusammenleben auch vermissen- ist schwierig und beide Lösungen haben ihre Nachteile.
Ich kann dich sehr gut verstehen.
Ich habe auch sehr lange in einem Haus gewohnt, bei meinen Eltern, mit sehr großem Garten und allgemein gegenüber einen sehr großen Park. Ich habe mich dort in der puren Natur immer wohl gefühlt. Mein Hund ist dort. Meine Berufsschule ist näher dran. Aber mein Zimmer dort war nie sehr groß, man müsste sich alles teilen. Dort mit meinem Freund wohnen ist unmöglich.
Letztendlich bin ich auch zu meinem Freund gezogen, erstmal in sein Elternhaus. Das ganze war auch schon eine große Umstellung. Weil die ganze Gegend usw., alles ist anders. Mir fehlt sehr oft diese ganze Natur und auch mein Hund. Ich konnte sie nicht mitnehmen, weil ich dort kaum Zeit habe und dort viele Katzen sind. Mein Schulweg ist extrem weit, was auch ständig für Stress sorgt.
Nun geht es bald in eine Wohnung und auch das macht mir teilweise Angst. Ich habe auch die Sorge, das ich mich dort gar nicht mehr wohlfühle. Weil ich noch nie in einer Wohnung gelebt habe und dort ja noch weniger Natur usw. ist und mein Hund wollte ich dort auch nicht so richtig mit hin nehmen. Weil ich denke, ich tue ihr mit einer mini Wohnung kein Gefallen im Vergleich zu ihrem bekannten Umfeld. Das fällt mir auch schwer, aber ich muss auch an ihr wohl denken. Zuhause hat sie außerdem jemanden der sich 24h um sie kümmern kann. Während sie in der Wohnung ständig sehr viel alleine wäre.
Letztendlich weiß ich auch immer nicht was das beste ist. Ich habe mich zwar dafür entschieden, das ich bei meinen Freund sein will, aber ich bin immer wieder unglücklich, weil mir so vieles fehlt. Ich denke man muss versuchen damit zu leben. Das es einem öfters auch schlecht geht. Hoffen das es mit der zeit besser wird. Die Gegend die man vermisst öfters mal besuchen.
Vielleicht kannst du ja bei deinem Freund wohnen, aber auch immer wieder mal eine weile in deinem Elternhaus? Einfach mal paar Tage dort sein. Ist natürlich auch nicht perfekt, aber ich denke, das ist nicht möglich im Leben.
Danke für die ausführliche Antwort! Ja, das ist wirklich eine schwierige Situation... in meinem Elternhaus bin ich tatsächlich fast jeden Tag, ich bringe einen der Hunde vor der Arbeit immer dorthin und schaue nach der Arbeit dann noch etwas nach dem Garten. Aber ich bin einfach kein Typ für ein Mehrfamilienhaus und fühle mich dort auch nicht willkommen :(
Kann ich nachvollziehen. Letztendlich bleibt dir nur die Möglichkeit dich zu entscheiden bzw. es durchzustehen. Ich versuche mich einfach nach und nach dran zu gewöhnen und bei meinen Eltern öfters mal vorbeizuschauen. Was jedoch auch nicht so leicht ist, 1h mit auto entfernt.
Irgendwann kann man ja auch selbst ein Haus mit Garten haben, aber anfangs bleibt in der Regel nur die Wohnung. Ist alles schwierig aber irgendwie muss man sich ja dran gewöhnen können,auch wenns schwer ist. Leben ist halt oft blöd.
Ja das stimmt, ich hoffe dass wir das schaffen! Was ich noch dazu sagen muss... wir sind 28 und 34- also die Zeit ein Haus zu bauen wäre eigentlich JETZT, nur hat mein Freund all sein Geld in die Eigentumswohnung gesteckt und ich habe eigentlich den Plan mein Elternhaus mal komplett zu sanieren und später irgendwann den unteren Stock zu bewohnen (das haus wird mal meines sein)
Ja das kann ich nachvollziehen. Bei uns ist das noch etwas hin. Bin jetzt 21,am ende der Ausbildung mein Freund 25. Da ist einfach noch kein Geld für Haus. Und allgemein hat theoretisch jeder von uns 2 Häuser. Also bei 4 Häusern.. ob man dort noch ein eigenes irgendwo will. Aber das halt alles noch in der Zukunft. Kostet halt alles Geld..
Man kann nur schauen, wies in Zukunft so wird und bis dahin versuchen, einigermaßen mit seinem Leben zufrieden zu sein. Wünsche euch auf jeden Fall viel Glück dabei!
Ich liebe meinen Freund sehr und ich möchte mich ja auch nicht von ihm trennen, er ist bei mir jederzeit herzlich willkommen. Aber ich möchte und muss natürlich auch nach mir schauen. Ich möchte nicht dauerhaft unglücklich sein, zumal dies der Beziehung sicherlich auch nicht gut täte