Verbraucht eine Leuchtstofflampe beim Einschalten mehr Strom, als während des dauerhaften Betriebes?

9 Antworten

Auf alle Fälle ist der Einschaltverbrauch größer. Bei alter Technik mit Spule und Starter galt die Faustregel: Ein Einschaltvorgang entspricht dem "Verbrauch" eines 30 minütigen Betriebes. Bei modernen Vorschaltgeräten veringert sich diese Zeit auf 5 bis 10 Minuten, wobei allerdings die Anschaffungskosten wieder nach oben gehen. Generell gilt: häufiges Ein- und Ausschalten verringert die Lebensdauer des Leuchtmittels :-)

Das ist absoluter Nonsens! Ein Start dauert etwa 1s, eine halbe Stunde hat 1.800s. Heißt also, es muss eine Sekunde lang die 1.800fache Leistung durch den Zähler rauschen respektive der 1.800fache Strom. Eine 58-W-LSL zieht etwa 0,25A Strom, daraus würden dann 450A. Ein normaler und üblicher Leitungschutzschalter B16 löst bei 80A sofort (<0,004s) aus. Macht er aber nicht, rat mal, wieso! Glaubst du nicht? Geh mit deiner Leuchtstofflampe zum Zähler und schau nach, ob der beim Einschalten deiner LSL einen Satz macht. Macht er aber nicht!

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@xicht

was bedeutet dann folgende Aussage auf dieenergiesparlampe.de: "Dass Energiesparlampen beim Start übermäßig viel Energie verbrauchen ist ein unzutreffendes Vorurteil. Die Zündung, durch den Starter, erfordert lediglich sehr kurzzeitig (ca. 0,1 bis 1 Sekunde) etwa 30–50 Watt, was aber gegenüber der Betriebsdauer keine Rolle spielt. Abgesehen davon verbrauchen auch Glühlampen im Einschaltmoment mehr Strom als im späteren Leuchtbetrieb. "

Dann schreibt noch einer in einem anderen Forum: "Jeder Startvorgang kostet bei den Energielampen 50 Watt laut Aussage Umwelthilfe (http://www.duh.de/uploads/media/DUH-Infoblatt_Energiesparlampen_02.pdf). "

Wenn jede Zündung einer 11 Watt Energiesparlampe sagen wir mal 50W verbraucht wären es beim aktuellen Strompreis von 0,22 Euro/kWh etwa 0,01 Euro Kosten alleine fürs jede Anknippsen. laut also dieser Auassage lohnt es sich nicht die Lampe mehrmals am Abend ein- und auszuschalten... Manche schreiben das eine, manche das andere. Wem soll man glauben?

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Eine 58 Watt Leuchtstofflampe verbraucht am Tag bei Dauerbetrieb = 0,058 kW x 24 Stunden = 1,392 kWh Der Verbrauch des Vorschaltgerätes fehlt bei dieser Rechnung noch.

Eine 58 Watt Lampe verbraucht in einer Stunde 0,058 kW x 1 Stunde = 0,058 kWh - in einer halben Stunde 0,029 kWh

Wenn die Lampe mit 58 Watt beim einschalten (z.B. in einer Sekunde) soviel Strom wie in einer halben Stunde verbrauchen soll wären das 1800 Sekunden mal 58 Watt d.h. um in einer Sekunde 0,058 kWh zu verbrauchen muss die Lampe dann eine Leistung von 104400 Watt haben.

Gegenrechnung: 104,400 kW x ( 1/3600 Stunden) = 0,029 kWh

Einem normale Hausanschluss abgesichert mit 3 x 35 A können bei 230 Volt ca. 24000 Watt entnommen werden. Die komplette Lampe würde vermutlich im Bruchteil einer Sekunde bei dieser Leistungsaufnahme verdampfen.

Moderne Leuchtstofflampen und Energiesparlampen können so oft wie nötig Ein- und Ausgeschaltet werden. Markenhersteller geben teilweise die Lebensdauer der Schaltvorgänge im 6 stelligen Bereich an. Es ist richtig das die Leuchten für einen Bruchteil einer Sekunde eine sehr hohe Stromaufnahme haben diese ist allerdings so kurz das sie fast nicht messbar ist und selbst die Energieeinsparung beim Ausschalten für wenige Sekunden höher ist als die der Verbrauch des Einschaltvorgangs. Das Entfernen von Kompensations- oder Entstörkondensatoren bringt auch keinerlei Energieeinsparung und erhöht nur die Blindleistung und verursacht evtl. sogar hohe Kosten falls Blindleistungszähler vorhanden sind.

Eine Parallelschaltung aus einer Leuchtstofflampe und einem Glimmzünder wird in Reihe mit einer Drosselspule geschaltet. Beim Einschalten zündet der Glimmzünder. Der Bimetall erwärmt sich und schließt dadurch die Parallelschaltung aus Leuchtstofflampe und Glimmzünder kurz. Die Netzspannung fällt dabei an der Drosselspule ab. Beim Abkühlen öffnet sich wieder der Bimetall im Glimmzünder. Dadurch entsteht an der Drosselspule eine sehr hohe Selbstinduktionsspannung welche die Leuchtstofflampe zündet. Die Brennspannung der Leuchtstofflampe liegt dann unter der Zündspannung des Glimmzünders. Dabei wird der Strom durch die Drosselspule begrenzt. Bei defekten Leuchtstofflampen liegt die Zündspannung der Leuchtstofflampe über der Zündspannung des Glimmzünders und daher versuchen diese immer wieder zu zünden und flackern daher. Die Quecksilberdampffüllung der Leuchtstofflampe erzeugt eine intensive UV-Strahlung, die durch einen auf der Innenseite der Leuchtstofflampe angebrachten Farbstoff in sichtbares Licht umgewandelt wird.

Grundsätzlich ja! Um die Strecke zwischen den beiden Elektroden der Röhre leitfähig zu machen wird eine hohe "Zündenergie" (durch hohe Spannung) benötigt. Ist die Strecke leitfähig (es hat sich ein leitfähiges Plasma in der Gasfüllung gebildet) kann die Spannung abgesenkt werden. Damit verringert sich der "Verbrauch".

Bei Leuchtstoffröhren verbraucht der sogenannte "Starter" der an einer Seite der Röhrenhalterung angebracht ist den meisten Strom. Ist die Röhre einmal an, ist sie sparsamer als eine normale Glühbirne. Daher kann eine Leuchtstoffröhre auch ruhig länger an bleiben. Der Stromverbrauch ist dann geringer, als wenn man sie ständig an uns aus macht.

Quatsch! Der Starter beinhaltet nur eine Glimmlampe (0,001 Watt!) und ein Bimetall, das die beiden Glühwendeln an den Enden der Leuchtstoffröhre ca. 1 bis 2 Sekunden kurzschliesst. In dieser Zeit steigt der Strom auf etwa das 10fache des Nennstroms an, bis das Gas in der Röhre zündet. Also 2 Sekunden 10facher Strom bedeutet: ab 20 Sekunden normaler Leuchtdauer ist eine Leuchtstofflampe im wirtschaftlichen Bereich.
Siehe auch Antwort von kaesspaetzle.
Gruß DER ELEKTRIKER

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@JoGerman

@Joger Tut mir leid, aber so hat man es uns im Fachhandel erklärt, als wie nach Leuchtstoffröhren gefragt hatten.Sorry

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@comarel

war das bei IKEA oder EURONICS oder gar Media Markt? Au weia!

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