Unterschied zwischen trophogener Zone und Epilimnion?

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Jein,

sie beziehen sich jeweils auf die gleichen Bereiche des Gewässers, also quasi "Oben, Mitte, Unten" allerdings beschreiben Epi-, Meta- und Hypolimnion wie stark die jeweile Ebene durch Sonneneinstrahlung erwärmt und dadurch bewegt wird, während die erstgenannten drei Begriffe sich auf den Stoffwechsel und das Vorkommen der Tiere & Mikroorganismen beziehen.

Also:

  • Im Epilimnion gibt's viel Bewegung und Energie durch Sonnenlicht. Dieses können die Pflanzen und Mikroorganismen in dieser Ebene für den Stoffwechsel nutzen. Da sie somit Fotosynthese betreiben können und Biomasse aufbauen (Tropho-gen = Durch Stoffwechsel erzeugend)
  • Im Hypolimnion kommt so gut wie kein Sonnenlicht mehr an, weshalb keine Fotosynthese betrieben wird. Die Biomasse wird hier also durch andere Mikroorganismen wieder zersetzt (Lytisch = zersetzend).

Wenn du nochmal einen genaueren Blick in die jeweiligen Wiki-Artikel oder ein paar Google-Ergebnisse wirfst, verstehst du, was ich meine =)

Hi, ich versuche es auch mal weniger kurz zusammenzufassen und einfach mal alles für dich zu definieren. Wenn du noch Fragen hast, sag einfach Bescheid :)

  • Trophogene Zone = Nährschicht. Dies ist die Schicht, in der Pflanzen wachsen, weil die Sonneneinstrahlung groß ist. Es wird Sauerstoff produziert, aber kaum konsumiert. Viele Konsumenten leben weiter unten, in der Tropholytischen Zone.
  • Kompensationsebene = In einer Tiefe, in der noch 1% Lichtintensität herrscht, wird durch Photosynthese genau so viel Sauerstoff produziert wie verbraucht wird. Diese Ebene nennt man Kompensationsebene, weil die Produktion des Sauerstoffs vom Abbau kompensiert wird.
  • Tropholytische Zone = Zehrschicht. Es gibt Konsumenten (z.B. Fische), aber keine Produzenten (Pflanzen), da diese so weit unten nicht mehr genügend Licht bekommen. Es wird mehr konsumiert als produziert. Die Zehrschicht ist deshalb von der Nährschicht abhängig und nur durch regelmäßige Zirkulation kann die Verteilung des Sauerstoffs erfolgen. Deswegen ist Zirkulation auch so wichtig für das Ökosystem See.
    .

  • Epilimnoin = Oberflächenwasser, also 0-4 m unter der Oberfläche (je nachdem, wie tief der See ist). Durch Wind etc. herrsch hier viel Zirkulation.

  • Metalimnion = Wasserschicht, die unter dem Epilimnion und über dem Hypolimnion liegt. Hier ist die Temperatur im Sommer niedriger als an der Oberfläche und die Zirkulation ist gemäßigt. Im Winter ist das Temperaturverhältnis umgekehrt, deswegen nennt man das Metalimnion auch Sprungschicht. Im Frühjahr und Herbst - also zu den Zeiten, in denen der Wechsel von oben warm (durch die Sonne), unten kalt (4°C) nach unten 'warm' (4°C), oben kalt (meist Minusgrade) erfolgt - herrscht sehr viel Zirkulation innerhalb eines Sees.
  • Hypolimnion = Tiefenwasser, also das am Grunde eines Sees. Hier gibt es kaum Zirkulation und die Temperatur bleibt, ausreichende Tiefe vorausgesetzt, immer konstant 4°C, weil Wasser dort seine tiefste Dichte hat.

Epilimnion* und statt tiefste Dichte eher höchste Dichte ^^

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