Moin,

wie agrabin schon völlig korrekt geschrieben hat, gibt es nonstop Rückmeldung von deinen Muskeln an dein Gehirn. Es gibt also ein ewiges Wechselspiel zwischen Signalinput (Afferenzen) und Signaloutput (Efferenzen).

Gibt dein Gehirn den Befehl einen Muskel anzuspannen läuft das afferente Signal bis zum Muskel und dieser kontrahiert dann mehr oder eben weniger.

Der Zustand der Kontraktion wird von speziellen Sinneszellen gemessen. Zum einen sind das die Muskelspindeln, welche den Dehungszustand messen und zum anderen die Golgi-Sehnenorgane, welche die Spannung messen. Dabei solltest du im Kopf behalten, dass ein Muskel bei gleicher Beugung / Streckung unterschiedlich viel Kraft entwickeln kann. Die Beugung ist dabei der Dehnungszustand, die entwickelte Kraft die Spannung.

Diese beiden Typen von Sinneszellen (Enterorezeptoren) erzeugen also bei verschiedenen Dehnungs- und Spannungszuständen unterschiedliche Aktionspotentialfrequenzen, die wieder zurück zum Gehirn geleitet werden (somatische Efferenzen). Anhand der Frequenz der eingehenden Aktionspotentiale kann das Gehirn dann berechnen, wie stark der Muskel momentan gedehnt ist, bzw. wieviel Kraft er entfaltet.

...zur Antwort

Hi MarryD,

du könntest noch die Begriffe: Konfokalmikroskop, Transfektion / Transformation und Fluoreszenz mit einbringen aber an sich hast du alles super beschrieben.

Also kein Grund zum verzweifeln! Anscheinend hast du's doch verstanden ;-)

Oder gibt es etwas spezielles, das noch unklar ist?

...zur Antwort

Moin,

ich hab keine Ahnung, was dein Lehrer da mit Venen und Verkrampfungen meint.

Du hast völlig richtig erkannt, dass das Herzgewicht einer Spezies zunimmt, wenn man Populationen in kälteren Regionen betrachtet. Das ist die Kernaussage der Hesseschen Regel und eigentlich nicht viel mehr. Zurückzuführen ist das schlicht und einfach darauf, dass ein größerer Herzmuskel in der gleichen Zeit mehr Blut durch den Körper pumpen kann. Dadurch kühlt zum einen das Blut in den peripheren Blutgefäßen nicht so schnell ab und zum anderen werden sämtliche Zellen mit mehr Nährstoffen versorgt. Da in kälteren Regionen mehrere Prozesse, unter anderem die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, verstärkt ablaufen müssen, ist die erhöhte Närhstoffversorgung eine Grundvorraussetzung. Fertig...

Klar hast du bei einem Verlust der Körperwärme auch eine leichte Blutgefäßverengung, was die Durchflussgeschwindigkeit und damit die Körpertemperatur erhöht aber das hat nichts mit der Hesseschen Regel zu tun.

...zur Antwort

Hi,

eine berechtigte und sinnvolle Frage, die hier anscheinend noch nicht im Kern erfasst wurde ;-)

Erstmal vorweg: Ein Neuron macht viel mehr als lediglich eine Information von A nach B zu transportieren. Es beeinflusst weitere Neruone und Gliazellen und verändert sich selbst dabei. Es werden Stoffe abgegeben, die benachbarte Zellen beeinflussen, neue Ionenkanäle und andere Proteine gebildet, das Wachstum des Neuron angeregt und weitere Verknüpfungen gebildet. All diese Prozesse sind teil der Informationsverarbeitung. Nicht einfach nur die Informationsweiterleitung.

Nun habe ich keine Ahnung, in welchem Rahmen sich deine Fragestellung bewegt. Handelt es sich um den Bio-Unterricht der 8. bis 12. Klasse, ist das oben geschriebene erstmal unwichtig. In dem Fall kannst du ja einfach im Hinterkopf behalten, dass Nervenzellen sehr unterschiedlich sind (z.B keineswegs die gleiche Hemmschwelle besitzen) und sich mit jeder "Nutzung" verändern.

Zu deiner Frage:

Klar, wenn im Unterricht immer nur von Informationsweiterleitung gesprochen wird, fragen sich die Leute, die mitdenken, irgendwann, wo denn da überhaupt der Ursprung ist. Die Antwort liegt hier zum einen in den Sinneszellen (welches spezialisierte Nervenzellen sind) die Reize aus der Umwelt durch verschiedene Verfahren aufnehmen und ins Gehirn weiterleiten können. Ein Beispiel dafür wären Stäbchen und Zapfen in der Retina. Ein anderes Beispiel Thermorezeptoren. Diese Sinneszellen sind dafür verantwortlich, die Informationen, die dann durchs Gehirn geistern zu erzeugen. Bei den oben genannten handelt es sich um Exterorezeptoren, also Sinneszellen, die Reize aus der Umwelt aufnehmen. Genauso hast du jedoch einen ganzen Haufen an Enterorezeptoren, also Sinneszellen, die Informationen aus deinem eigenen Körper sammeln und ans Gehirn senden. In den meisten Fällen werden diese Informationen jedoch nicht bewusst wahrgenommen. Dennoch stellen diese Neurone einen Großteil der Sinneszellen dar. Der Urpsrung, nach dem du fragst, liegt also in den Zellen, die dafür verantwortlich sind, alle möglichen Informationen aus der Umwelt und deinem eigenen Körper zu sammeln. Dieser Vorgang findet zu jeder Sekunde deines Lebens statt.

Die andere Seite der Medaille ist die "grundsätzlich vorhandene Aktivität im Gehirn". Irgendwann als kleiner Embryo beginnt die Aktivität im Gehirn und von diesem Punkt an gibt es bis zum Hirntod keine Ruhe mehr. Unentwegt wird da gefeuert, ausgebaut, abgebaut und verändert. Es ist also sehr schwierig, bei der "Informationsweiterleitung" von der man in der Schule so hört, einen Anfang und ein Ende zu finden, da die Aktivität / die Informationen, die schon vor dem Reizinput (beispielsweise ein Lichtreiz) schon vorhanden sind bei der Informationsweiterleitung und -verarbeitung mit reinspielen.

Gibt es also da besondere Neurone die anders funktionieren oder ist das eine Art ewiger Kreislauf? Ich weiß das ist eine sehr spezielle Frage :D

Im Gegenteil ;-)

Das ist eine sehr allgemeine Frage. Aber wie zu Beginn schon erwähnt, ja es gibt sehr viele sehr unterschiedliche Neurone mit vielen verschiedenen Eigenschaften. Manche feuern beispielsweise nur 3 mal und dann eine ganze Zeit gar nicht, Manche feuern erst ganz schnell und dann langsamer, andere genau umgekehrt, manche feuern erst, wenn sie Input von 500 anderen Neuronen gleichzeitig bekommen, manche schon bei einem einzigen.

Kreisläufe, genauer gesagt Schaltkreise, sind natürlich ebenfalls vorhanden. Da gibt es Neurone, die andere Neurone aktivieren, welche dann ein Neuron blockieren, welches das erste blockiert (disinhibition) und vieles vieles mehr.

Das alles ist aber, wie schon erwähnt, nicht Klausurrelevant in der Schule. Dennoch freut es mich sehr, dass du weitergehende Fragen stellst =)

Bleib dran !

...zur Antwort

Hi,

nein, die Ladungen der Kationen und Anionen im Zellinneren gleichen sich aufgrund verschiedener Konzentrationen nicht vollständig aus. In der Regel sind etwas mehr Anionen als Kationen vorhanden, was den Zellinnenraum der Nervenzellen negativ geladen werden lässt. Neben Chlorid-Anionen spielen hier vor allem organische Anionen eine große Rolle.

Beide Lösungen, also Intrazellular- sowie Extrazellularraum sind negativ geladen. Die Differenz dieser beiden negativen Gesamtladungen ergibt dann das Ruhemembranpotential. Dieses unterscheidet sich jedoch von Nervenzelle zu Nervenzelle (etwa -50 bis -80 mV). Eine allgemeingültige Konzentration gibt es also nicht.

Ich hoffe, das konnte weiterhelfen =)

lieben Gruß

...zur Antwort

Hallo KingalaKing,

schön, dass du dich für dieses spannende und weitreichende Gebiet interessierst! =)

Ganz grundsätzlich untersuchen Neurowissenschaftler Funktionen, Aufbau, Zusammenspiel und allgemeine Eigenschaften von Nervenzellen.

Deine "Abteilungen" (Biologie, Medizin, Psychologie) sind nur bedingt korrekt. Diese drei Bereiche beschäftigen sich natürlich alle zu gewissen Teilen mit Nervenzellen jedoch deckt jede dieser "Abteilungen" nur einen Teil der Neurowissenschaften ab. Je nachdem welchen Fragestellungen du nachgehen möchtest bietet sich ein anderes Feld an.

Die Medizin befasst sich diesbezüglich weitgehend auf die Neuropathologie, also Erkrankungen, die auf Fehler im Zentralnervensystem und / oder Sinneszellen zurückzuführen sind. Etwas verallgemeinernd kann man sagen, dass Mediziner von vielen biologischen Bereichen ein bisschen Ahnung haben aber nie wirklich das KnowHow eines Naturwissenschaftlers erreichen. Das zeigt sich allein schon in der Dauer, die sie für ihre promotion (Doktortitel) benötigen. Während Naturwissenschaftler 3-5 Jahre intensiv an einem sehr speziellen Thema forschen, hauen Mediziner ihre Doktorarbeit oft schon nach 6 Monaten raus. In diesem Zeitraum ist es praktisch nicht möglich signifikante Ergebnisse zu erzielen. Ein Medizinstudium bietet sich an, wenn du interessiert daran bist, wie Krankheiten entstehen und behandelt werden können. Später kannst du dich dann auf den Bereich Neurologie spezialisieren. Das wäre die "schnell und nicht so gründlich" - Option

Die Psychologie befasst sich, im Gegensatz zur Medizin, viel eher mit den sozialen Strukturen und den Gefühlen von Menschen. Zusätzlich werden psychische und psychosomatische Krankheiten unter die Lupe genommen und Therapieansätze entwickelt. Da sämtliche Gefühle und sozialen Handlungen auf neuronalen Vorgängen basieren, findet sich auch hier eine Schnittmenge mit den Neurowissenschaften. Als Psychologe / Psychiater beschäftigst du dich weitgehend mit der Symptomatik, also der Folge von neurologischen Krankheiten und / oder Abweichungen von der Norm, die eine Veränderung im Sozialverhalten zur Folge haben.

Die Biologie befasst sich allgemein mit allen Prozessen im lebenden Organismus. Anstatt dich nur auf einen Teilaspekt zu beziehen bekommst du im Studium einen Rundumüberblick über alle biologische Prozesse und Zusammenhänge. Darauf aufbauend kannst du dich dann auf die Neurowissenschaften spezialisieren. Selbstverständlich ist das Gebiet der Neurowissenschaft viel zu groß um alle Teilbereiche intensiv studieren zu können aber meiner Meinung nach bietet dir ein Biologiestudium das beste Fundament um dann auf den Neuro-Zug aufzuspringen. Das liegt daran, dass das Grundstudium nicht auf eine kleine Berufsgruppe ausgerichtet ist sondern ein grundsätzliches Verständnis von allen lebenden Organismen vermitteln soll anstatt darauf vorzubereiten, Krankheiten zu verstehen und zu behandeln.

An alle Mediziner und Psychologen, die sich jetzt angegriffen fühlten: Das war nicht meine Absicht =) Ich bin Biologiestudent mit einer Spezialisierung in Neurowissenschaften und selbstverständlich liebe ich das, was ich tue mehr als das, was ihr tut :P In den vorigen Zeilen wollte ich also keineswegs die Medizin oder Psychologie niedermachen. Im Gegenteil. Für den Erhalt und die Verbesserung unserer Lebensqualität sind diese Gebiete unabdingbar! Ich habe jedoch die Erfahrung gemacht, dass Mediziner so viel Stoff im Studium durchnehmen müssen, dass es ihnen gar nicht möglich ist, den biologischen Teil so in seiner Gesamtheit zu verstehen, wie es nach einem Grundstudium der Biologie möglich ist. Dafür haben Biologen deutlich weniger Ahnung von Krankheiten ;-)

Genauso mit der Psychologie. Auch wenn hier meist nur die Folgen eines Defekts behandelt werden, ist es genau das, was der erkrankte Mensch in dem Moment braucht. Er will nicht wissen, welche Rezeptoren und Neurotransmitter in einem ganz speziellen Hirnareal bei ihm verrückt spielen, er will gesund werden und genau dabei hilft ihm die Psychologie!

Nur in enger Zusammenarbeit können diese drei Teilbereiche (Medizin, Psychologie, Biologie) effektiv unsere Lebensqualität erhalten und erhöhen. Dabei ist das Mediziner- und Psychologenwissen vielleicht nicht so breit gefächtert, wie das eines Biologen, dafür sind diese Berufsgruppen aber deutlich praxisorientierter.

...zur Antwort

Ahoi,

deine Gedankengänge sind ein guter Ansatz und deine Frage berechtigt.

Bei Muskelgewebe beispielsweise sind die Zellen so dicht gepackt, dass zwischen ihnen nicht viel Platz ist. Deine Magenhöhle und jegliche mit diversen Flüssigkeiten gefüllte Blasen / Kammern und Adern sind ebenfalls Extrazellularraum.

Wenn es sich nicht um Organhöhlen handelt spricht man vom Interstitium oder auch Stroma. Dies ist der Bereich zwischen den organspezifischen Zellen. Sprich, auch in diesem "Zellzwischenraum" sind Zellen vorhanden, die jedoch überwiegend eine Stützfunktion erfüllen (Bindegewebe). Dieses** Bindegewebe** wird wiederum durch ein verzweigtes, mit Gewebsflüssigkeit gefülltes System gestützt. Dadurch, dass hier ein gewisser Druck herrscht, wird die Stabilität des Gewebes gewährleistet. Kannst du dir vorstellen wie viele Luftballonschlagen ineinandergeknäult. Es ist weich, elastisch aber trotzdem stabil und sackt nicht in sich zusammen.

Auch im Gehirn finden sich solche Strukturen. Hier spricht man von der CerebroSpinalen Flüssigkeit (CSF). Die Stützzellen hier nennen sich Gliazellen, welche jedoch viel mehr als nur die Stützfunktion erfüllen.

Zu deiner Frage, was genau dieser ominöse Raum ist und aus was er besteht:

Er besteht zuerst einmal aus Stützzellen und einer ganzen Menge Wasser. In diesem Wasser sind je nach Lage im Organismus verschiedene Ionen, Moleküle, Antikörper und Immunabwehrzellen vorhanden.

Ich hoffe, das konnte ein wenig Klarheit bringen =) Falls weitere Fragen sind, einfach weiterfragen.

Lieben Gruß

...zur Antwort

Hallo,

die meisten Pflanzen nutzen dafür sogenannte Statocyten. Das sind spezialisierte Zellen mit in Proteinkomplexe eingebetteten Steinchen / Kristallen, die aufgrund der Erdbeschleunigung zum Erdmittelpunkt beschleunigt werden. Diese Bewegung wird dann von Proteinkomplex, der Zelle und somit auch von der Pflanze registriert und sie kann über die Verschiebung von verschiedenen Hormonkonzentrationen eine Wachstumsbewegung in Richtung Boden / Erdmittelpunkt einleiten.

Ist simpler aufgebaut aber im Grunde das gleiche Prinzip wie bei unserem eigenen Gleichgewichtsorgan.

Gibt auch noch eine sehr spannende Doku, in der unter anderem auch deine Frage abgehandelt wird. Viel Spaß =)

https://www.youtube.com/watch?v=0jZ3pQlGfjc
...zur Antwort

Hallo =)

wie wär's denn, wenn du ganz zu beginn wortlos eine Dose mit Seifenblasenlösung herausholst und eine große Seifenblase machst. Dann pustet du einmal kräftig in die Seifenblase, sodass sie sich in zwei teilt. Dafür braucht man ein wenig Übung aber ist wirklich nicht schwer. Einmal kurz und kräftig genau in die Mitte der Blase pusten.

Dann verneigst du dich und erklärst, dass deine Zuhörer gerade Zeuge eines 3D Modells einer Zellteilung werden durften.

Damit bekommst du bestimmt ein paar Lacher und auf jedenfall die Aufmerksamkeit deiner Hörer.
Falls das Referat schon morgen ist, wird das knapp mit Seifenblasen kaufen aber wofür haben wir schließlich diese Plattform? ;-)

Seifenblasen selber machen

Viel Erfolg beim Referat!

...zur Antwort

Welche Tiere haben eine Großhirnrinde?

Bei einer Diskussion mit einem Bekannten fiel das Argument, dass Menschen sich gegenüber Tieren durch den "Cerebral Cortex" abheben würden. (Die Diskussion war auf Englisch. Später schlug ich dann nach, dass die deutsche Übersetzung für "Cerebral Cortex" Großhirnrinde ist).

Mein Diskussionspartner war der Überzeugung, dass nur Menschen eine Großhirnrinde besäßen, was ich auch ohne genauere Kenntnis der Übersetzung des Gehirnareals schon aus evolutionsbiologischen Gesichtspunkten stark bezweifelte.

Beim späteren Ergoogeln fand ich sowohl Netzmeinungen die eben die meines Bekannten vertraten, dass die Großhirnrinde eben DER signifikante Unterschied zwischen Tieren und Menschen sei. Der Teil der den Menschen die Fähigkeit gibt über sich selbst, den Tod und den Sinn des Lebens nachzudenken. Tiere könnten, mangels Großhirnrinde keine philosophischen Fragen stellen.

Andererseits musste ich feststellen, dass der englische und deutsche Wikipedia-Eintrag über die Großhirnrinde nicht nur stark voneinander abweicht (z.B. findet man das Wort 'Tier' im deutschen Eintrag häufig, im Englischen taucht 'animal' nicht ein einziges Mal auf) er beantwortet auch meine Frage nicht endgültig, welche Liste von Lebewesen denn nun überhaupt über eine Großhirnrinde verfügen. Und wenn - ich habe starke Hinweise, dass scheinbar zumindest Vögel und Säugetiere eine Großhirnrinde haben - kann man diese überhaupt miteinander bzw. mit der Menschlichen Vergleichen?

Fakt ist: Der Mensch ist das derzeit einzig bekannte Lebewesen, dass Wolkenkratzer und kerosinbetriebene Flugzeuge bauen kann. Aber ist deswegen seine Großhirnrinde per Definition eine andere als die von Delphinen, Rhesusaffen, oder Elefanten?

Selbst abstraktes Denken höherer Ordnung bekommen wir hin (z.B. Ich stelle mir vor, meine Freundin dächte darüber nach, wie ich im Traum über den Sinn des Seins mit mir Selbst philosophiere) was einfach nur genial ist. Abstraktes Denken einfacher Ordnung konnte inzwischen aber auch schon einigen Tierarten nachgewiesen werden.

Wie ist also die Aussage "Tiere haben keine Großhirnrinde" in Betrachtung und Vergleich mit menschlicher Intelligenz einzuordnen? Ist sie generell und gänzlich Falsch? Im biologischen und im philosophischen Sinn?

Und welche Lebewesen hätten im rein biologischen Sinn einen Cortex, eine Großhirnrinde?

Ich freue mich sowohl über biologische als auch über philosophische Antworten. Vielen Dank!

...zur Frage

Nabend,

erstmal vorweg: Alle Säugetiere besitzen eine Großhirnrinde.

Diese Großhirnrinde ist der äußere, einige Millimeter dicke Bereich, des Großhirns. Das Großhirn, oder auch Telencephalon, ist der große Klumpen, der Kleinhirn, Stammhirn, Hippocampus & friends umgibt. Hier wird bei Säugetieren Lautbildung, Motorik, Sehen, Hören und vieles mehr verarbeitet, wobei man nicht vergessen darf, dass diese Prozesse fast immer in Interaktion mit anderen Hirnarealen stattfinden.

Was jetzt noch viel wichtiger ist: Vom reinen Vorhandensein bestimmter cerebraler Strukturen kann man nicht auf Funktionen des gesamten Gehirns schließen. Das bedeutet, dass es mehr als nur einen Weg gibt, bestimmte Fähigkeiten zu entwickeln. Ein recht "nahes" Beispiel wäre der Vergleich zwischen den Gehirnen von Männern und Frauen. Das Gehirn einer Frau ist im Schnitt ein paar hundert Gramm leichter als das eines Mannes. Trotzdem sind Männer nicht klüger.
Vögel besitzen keine Großhirnrinde, können aber zum Teil ähnlich komplexe, kognitive Leistungen erfüllen wie der Mensch und stellen sich in einigen Bereichen sogar cleverer an als so mancher Säuger. Sie sortieren und bunkern Nahrung nach Kaloriengehalt, täuschen Artgenossen mit hinterlistigen und durchdachten Szenarien und zeigen bemerkenswerte soziale Organisation. Alles ohne das, was den Menschen angeblich so einzigartig macht.

Wo wir schon bei den Sauropsida sind, Krokodile können ebenfalls Laute erzeugen, weisen Motorik auf und können sehen. Dabei haben sie ein noch deutlich primitiveres Gehirn als Vögel. Während wir für diese Prozesse unsere Großhirnrinde benötigen, kommen sie wunderbar ohne aus. Und das schon einige Millionen Jahre länger als wir.

Aber zurück zum Thema! Es ging darum, dass ein Vorhandensein einer Struktur nicht maßgeblich notwendig für die Ausführung eines Prozesses ist. Es geht vielmehr um den histologischen und neuronalen Aufbau einer Struktur. Man kann also selbst mit vergleichsweise primitiven Hirnstrukturen schon komplexe Aufgaben lösen, solange die einzelnen Nervenzellen in passender Weise miteinander verknüpft sind. Im Klartext bedeutet das: Es kommt nicht auf die Größe des Hammers an, sondern wie man damit nagelt ;-)

Die wichtige Frage, bei der Notwendigkeit komplexer aufgebauter Gehirne ist nun, was soll genagelt werden, welche Probleme müssen vom Individuum durch kognitive / neuronale Prozesse gelöst werden. Je größer dieses Spektrum wird, desto komplexer muss auch die cerebrale Struktur werden. Ein Krokodil braucht im Grunde nichts anderes als
Warten --> erkennen --> Maul auf --> Bewegung nach vorne --> Maul zu --> verdauen

Ein Säugetier dagegen hat für seine Art zu Leben schon deutlich mehr Aufgaben zu meistern. Es muss sich Gebiete einprägen in denen Nahrung zu finden ist, Wege abspeichern, Bewertungen vornehmen, verschiedene Fraßfeinde erkennen und jedesmal entsprechend reagieren, die Schwangerschaft und Geburt kontrollieren, regulieren und vieles mehr.

Um dann nochmal auf den Unterschied Tier - Mensch zu sprechen zu kommen:
Wir alle wissen ja, Menschen sind auch nur Tiere. Während sich jedes Tier auf ein oder mehrere Fähigkeiten spezialisiert hat, ist das Steckenpferd des Menschen das abstrakte, kreative Denken und die starke Ausbildung sozialen Verhaltens. Unsere Art mit der Umwelt und Artgenossen klar zu kommen ist das Denken und es hat sich gezeigt, dass wir damit gar nicht mal so schlecht fahren.
Wir denken mit unserem Gehirn aber das bedeutet nichts zwangsläufig, dass unser Gehirn komplett anders aufgebaut sein muss als das von Tieren, die ihren eigenen bzw. anderen Weg eingeschlagen haben.

Gradualismus ist hier das Stichwort. Das, was wir können, können einige nichtmenschliche Tiere auch allerdings bei weitem nicht so gut wie wir. Im Detail lassen sich im Gehirn von Mensch und Nicht-Mensch also kleine, feine Unterschiede feststellen, der Grundbau bleibt, im Rahmen der Säugetiere, allerdings der gleiche.

Zuletzt würde ich dir gerne einen Literaturtipp geben =)
Gerhard Roth hat in seinem Buch "Wie einzigartig ist der Mensch" unter anderem auch die Unterschiede der Gehirne von Menschen und Nicht-Menschen sehr detailliert behandelt und geht dabei (gleich im ersten Kapitel) auf die Großhirnrinde, bzw. den Neocortex ein.

Da findest du mehr Antworten als dir beim Lesen Fragen einfallen ;-)

Wünsche noch einen schönen Abend!

...zur Antwort

Nabend,

ja, jeder Mensch hat seine eigene, subjektive Wahrnehmung, die sich von der seiner Mitmenschen unterscheidet. Die Frage dabei ist allerdings, wie groß sind die Unterschiede der Wahrnehmung derselben Dinge von Mensch zu Mensch. Hier wird noch über die Nuancen diskutiert aber fest steht, dass wir im großen und ganzen dann doch schon das gleiche wahrnehmen.

Die Sinnesorgane sind praktisch bei jedem Menschen gleich aufgebaut. Die Unterschiede entstehen nicht ausschließlich aber hauptsächlich in der Verarbeitung der Reize, die wir aus unserer Umwelt wahrnehmen, also im Gehirn.

Bei der Wahrnehmung spielt also der individuelle Aufbau des Gehirns, Erfahrungen, die Situation und die aktuelle Stimmung mit hinein. Trotzdem besteht der Hauptfaktor unserer Wahrnehmung immernoch aus dem, was sich da tatsächlich außerhalb unseres Körpers befindet. Und völlig egal, wie dein Gehirn aufgebaut ist und wie du dich fühlst, das, was sich da vor dir befindet, zum Beispiel ein Portrait, bleibt gleich.

Wichtig ist jetzt, dass wir nicht jedes klitzekleine Detail bewusst wahrnehmen, sondern nur die Dinge, die unser Gehirn als wichtig bewertet. Da sich Dinge immer wieder geringfügig verändern, haben wir gelernt, nur die wichtigen Dinge bewusst wahrzunehmen. Bei einem Gesicht oder Portrait sind das beispielsweise markante Gesichtszüge oder Körpermerkmale. Anhand dieser einzelnen Merkmale können wir also einen Menschen erkennen, selbst wenn er an diesem Tag einmal stärkere Augenringe, eine gerötete Nase oder einen neuen Haarschnitt hat.

Diese Eigenschaft unsere Gehirns wird bei Portraits und ganz besonders bei Karikaturen ausgenutzt. Die Zeichnung hebt die besonders markanten Merkmale hervor, wodurch wir sie direkt als etwas bekanntes erkennen. Selbst wenn sich die Wahrnehmung jedes einzelnen Menschen geringfügig unterscheidet, erkennen wir alle diese Merkmale und wenn wir passend dazu eine Person im Gedächtnis gespeichert haben, erkennen wir dann auch diese Person.

Wichtig ist nun, dass du dir klar machst, dass wir zwar alle eine etwas variierende Wahrnehmung besitzen, die Unterschiede aber nicht so groß sind, wie man manchmal denken mag. Wir werden alle Blau als Blau erkennen. Bei einer genaueren Analyse, ob es sich also um Farbton 2563 oder 2564 handelt, unterscheiden sich die Wahrnehmungen.

Ich hoffe, das konnte weiterhelfen.

Lieben Gruß,

...zur Antwort

Hallo und guten Abend =)

diese Frage habe ich mir auch schon öfter gestellt!

Wobei ich mich nicht nur auf die Lautsärke bezogen habe, sondern allgemein auf die Geräusche, die in unserem Körper stattfinden. Also kein Lachen, Gähnen, Pupsen, Gelenkknacken und so weiter sondern Geräusche, die auf Organ-, zellulärer oder sogar molekularer Ebene entstehen. Mich hat interessiert, ob Enzyme Geräusche machen, wenn sie ein Substrat umwandeln, ob ein Geräusch entsteht, wenn Proteine gebildet werden oder wie es sich anhört, wenn eine Phagocyte ein Bakterium verschlingt.

Ich bin dann zu meinen Physiologie Professoren gegangen und habe sie danach gefragt. Sie haben mich etwas seltsam angeschaut und erwiedert, dass diese Sachen bisher niemanden interessiert haben, bzw. haben sie noch nie von solchen Untersuchungen / Studien dazu gehört.

Da mich das dann doch irgendwie enttäuscht hat, hab ich mich auf die Suche im Netz gemacht und so gut wie gar nichts dazu gefunden. Ich kann dir nicht sagen, wie laut ein Herz schlägt (obwohl ein Kardiologe das sicher könnte) und ich habe ebenfalls keine Ahnung, ob überhaupt messbare Geräusche im Körper entstehen.

Eigentlich kann ich mir nur schwer vorstellen, dass bisher noch niemand ein paar Untersuchungen dazu angestellt und die Ergebnisse veröffentlicht hat aber ich verspreche dir, dass ich mich darum kümmern und ein paar interessante Fakten ans Licht bringen werde.

Bis ich an dem Punkt bin, an dem ich eigenständig Forschung betreiben kann, die im Grunde keinen wirtschaftlichen Nutzen hat, wird es allerdings noch einige Jahre dauern. Aber wir dürfen bis dahin auf keinen Fall unser Interesse verlieren! =)

Ich bin auch auf die anderen Antworten gespannt, vielleicht hat ja der ein oder andere doch etwas gefunden.

Lieben Gruß,

...zur Antwort

Keiner deiner Vorschläge ist richtig.

Bei diesem "ch", wie er z.B bei China und Chemie vorkommt handelt es sich um einen stimmlosen palatalen Frikativ. Unter dem Link findest du auch ein Hörbeispiel zum abspielen.

Wenn man es einfacher halten will, nimmst du einfach das Wörtchen "Ich" und streichst das "I". Das was übrig bleibt, ist der hochdeutsche Anfangslaut von Chemie und China.

...zur Antwort

Nuja, man könnte jetzt antworten, dass es immer jemanden gibt, der etwas am besten kann. Der Mensch ist vermutlich das Tier, welches am besten komplexe, kognitive Prozesse mit seinem Gehirn verarbeiten kann.

Die Antwort wär aber langweilig und auch nicht so wirklich das, wonach du gefragt hast. Deine Frage zielte ja mehr auf das warum ab. Hier wird es dann aber auch schon etwas schwieriger. Für ein warum muss es nicht nur einen Grund geben, sondern vielmehr ein komplexes Netz aus Zusammenhängen, Umständen und Veränderungen.

Wenn du also ganz am Anfang anfängst, ist der Mensch heute so schlau weil:

  • Urknall - Energie, Raum, Zeit und die Grundkräfte der Physik entstehen.
  • Energie wird teilweise zu Materie mit spezifischen Eigenschaften.
  • In Wechselwirkung dieser Eigenschaften mit den Grundkräften der Physik interagieren die Materieteilchen untereinander sowie mit der vorhandenen Energie auf festgelegte Weise.
  • Diese kontrollierte Wechselwirkung sorgt dafür, dass sich das Universum ordnet.
  • Sterne und Planeten entstehen.
  • Sind die Richtigen Bedingungen / Umstände gegeben, können sich Materieteilchen zu komplexeren Gebilden zusammenfügen. Damit entstehen erste organische Moleküle.
  • Einige dieser Moleküle sind stabiler als andere. Sie gewinnen die Oberhand und es werden immer mehr.
  • Irgendwann schließen sich mehrere dieser stabilen, organischen Moleküle zusammen. Da sie dadurch noch stabiler werden und von außeneinflüssen besser geschützt sind, bleiben die, die gebildet wurden bestehen.
  • Diese Molekülkomplexe verbinden sich mit anorganischen Molekülen. So langsam wird das ganze richtig komplex!
  • Die erste Zelle entsteht! Eine Verbindung aus organischen und anorganischen Molekülen, die sogar schon ein paar kontrollierte Funktionen ausführen kann.
  • Eine dieser Funktionen ist die tolle Eigenschaft, zu wachsen und sich zu teilen.
  • Durch immer mehr Teilungen gibt es irgendwann richtige Zellhaufen.
  • Einige dieser Zellen im Haufen übernehmen spezielle Funktionen. Eine Arbeitsteilung entsteht, die dem Organismus die Möglichkeit gibt auf verschiedene Umweltbedingungen passend zu reagieren.
  • Die Zellhaufen werden immer größer und komplexer. Einige Zellen spezialisieren sich zu dem, was wir heute Muskeln, Nerven und Blutgefäße nennen.
  • Da auf unserem Planeten nicht überall die gleichen Bedingungen herrschen überleben an wärmeren Orten andere Organismen als an kälteren.
  • Sie spezialisieren sich also immer weiter auf ihre jeweilige Umwelt. Es entsteht eine riesige Vielfalt an verschiedenen Organismen (kambrische Explosion)
  • Es zeigt sich, dass zum Beispiel einige Organismen, mit besonders vielen Muskelzellen gerade da gut leben können, wo es viele Feinde gibt, die sie mit den Muskeln bezwingen können. Gleichzeitig gibt es einige Organismen, die haben sich auf die Ausbildung von vielen Nervenzellen spezialisiert. Hiermit können sie nicht nur auf einfache, simple Reize aus der Umwelt reagieren, sondern zwischen verschiedenen Reaktionen wählen. Es entsteht die erste Form von Intelligenz.
  • Durch die hohe Spezialisierung (ökologische Nischen) und die Unterschiede der Organismen leben sie ganz unterschiedlich. Das, was sie in ihrem Leben so machen, nennen wir Verhalten.
  • Nun geht es damit weiter, dass sich diese Tiere immer weiter verändern und zwar jeweils so, dass diejenigen, die besser an die jeweiligen Umweltbedingungen und ihre Lebensweise angepasst sind, überleben. Ein Hund wird also keine Flügel entwickeln, weil sein Lebensverhalten das Laufen auf vier Beinen beinhaltet.
  • Die Ur-Menschen haben sich darauf spezialisiert, den Problemen im Alltag mit Köpfchen entgegenzutreten. Das ist keineswegs der einzig richtige Weg, denn Krokodile kommen mit ihrem mickrigen Verstand und den kräftigen Hauern schon seit Millionen von Jahren super klar.

Es gibt also verschiedene Wege, die das Leben eingeschlagen hat um zu überleben und sich fortzupflanzen. Eine davon ist die Entwicklung von hoher Intelligenz. Damit kommen wir aber wieder zur ersten Antwort: "Warum hat gerade der Mensch diesen Weg eingeschlagen?" Nuja, irgendwer musste diesen Weg gehen, weil alle anderen schon besetzt waren =)

...zur Antwort

Nabend,

tatsächlich ein seltsames Blatt...

Ich würde auf Grauerle tippen. Typisch dafür wäre, dass es doppelt gesägt ist (große Zacken mit kleinen Zacken) allerdings gehen die Einbuchtungen hier schon ganz schön tief und auch haben Grauerlenblätter eigentlich stärker ausgeprägte Riffelung.

Eine andere Möglichkeit wäre die schwedische Mehlbeere, allerdings wächst die in Deutschland nur sehr spärlich.

Schau doch mal bitte auf die Unterseite des Blattes. Ist diese graufilzig behaart, ist es vermutlich doch die Grauerle. Ich befürchte, du hast nicht mehr als ein Blatt?

Lieben Gruß

...zur Antwort

Moin,

yep, einige Meter unter der Erdoberfläche gibt es Leben. Sogar eine ganze Menge davon.

Dort tummeln sich Kleinstorganismen wie Bakterien, Bärtierchen, Fadenwürmer, Milben und noch einies mehr. Mit zunehmender Tiefe nimmt diese Vielfalt allerdings relativ rasch ab.

Dies hängt mit deiner Feststellung zusammen, dass es dort kein Licht und nur wenig Luft (Sauerstoff, gasförmigen Stickstoff) gibt. Nun gibt es aber eine ganze Menge Mikroorganismen, die völlig ohne Licht und ohne Sauerstoff auskommen.

Sie tragen den stolzen Namen: Chemolithoautotrophe

Nimmt man diesen viel zu langen Namen einmal auseinander, wird schnell klarer, wie diese kleinen Organismen dort unten überleben können. Im Gegensatz zu den Phototrophen Lebewesen, wie zum Beispiel Pflanzen, beziehen sie ihre Energie nicht aus dem Sonnenlicht, sondern aus chemischen Verbindungen, die ebenfalls Energie besitzen, die man über bestimmte Prozesse freisetzen kann. Diese chemische Energie steckt quasi direkt im Gestein (lithos). Der letzte Teil, autotroph, weist darauf hin, dass diese Organismen nicht auf andere Organismen angewiesen sind. Sie können ihren Stoffwechsel autonom betreiben und müssen kein organisches Material zu sich nehmen.

Chemolithoautotrophe Lebwesen sind aber keineswegs die einzigen Organismen, die in tieferen Erdschichten hausen. Man trifft dort auch auf ein paar vielzellige, etwas komplexere Lebewesen, die sich parasitär oder räuberisch ernähren. Ein Beispiel dafür wären Fadenwürmer, die man schon in über 3.000 m Tiefe gefunden hat.

Du siehst also, dass sich dort unten ganze Biotope mit vielen verschiedenen Organismen finden. Immer weiter wird das allerdings nicht gehen. Erreicht man Tiefen von etwa 4.500 bis 5.000 m steigt die Temperatur gerne mal auf ein paar Tausen Grad und dann wird es auch den widerstandsfähigsten Kleinstlebewesen zu ungemütlich. Auch die steigende Radioaktivität macht ihnen dann ordentlich zu schaffen.

Meiner Vermutung nach liegt also etwa bei 3.500 - 4.000 m Tiefe die Grenze für Leben.

Aber wer weiß, vielleicht finden wir ja irgendwann noch einmal extrem hitzebeständige Lebewesen in noch tieferen Schichten. Magmawürmer? ;-)

...zur Antwort

Nabend,

bei dieser Frage würde ich mir zuerst die Merkmale anschauen, die ein Lebewesen als ein Lebewesen charakterisieren.

  1. Fortpflanzung
  2. Vererbung
  3. Wachstum
  4. Nahrungsaufnahme
  5. Stoffwechsel
  6. Bewegung
  7. Wahrnehmung

Alle diese Merkmale gehen vom Lebewesen selbst aus. Ein "Nachbau" durch externe Faktoren ist also keine Fortpflanzung. Eine Bewegung durch exogene Kräfte ebenfalls nicht. Nun unterscheiden sich diese Merkmale jedoch von Autor zu Autor. Manchmal entfällt eines der oben genannten Merkmale, manchmal kommt noch "Aufbau aus Zellen" hinzu.
Für eine Kategoriesierung als Lebewesen müssen alle dieser Punkte erfüllt sein. Allein hier fällt schon auf, dass ein Roboter / ein Computer nicht alle dieser Merkmale erfüllt. Nehmen wir das Zell-Merkmal mit in die Aufzählung, hat der Roboter schon verloren. Würde er aus Zellen bestehen anstatt aus elektronischen Bestandteilen, wäre er kein Roboter mehr. Auch betreibt ein Roboter keinen Stoffwechsel, pflanzt sich nicht fort, vererbt somit auch keine Erbinformationen und wächst nicht selbstständig.

Das einzige, was er kann, ist Wahrnehmung und Bewegung.

Ich persönlich würde also sagen, dass ein Roboter erst dann als Lebewesen bezeichnet werden kann, wenn er auch die restlichen Punkte erfüllt. Exklusive Zell-Merkmal.

Das eigentliche Problem dabei ist nun aber, dass Lebewesen ein von Menschen erschaffener Begriff ist. Die Frage hier ist also nicht "Was ist ein Lebewesen" sondern "Was bezeichnen wir als Lebewesen" wobei sich das wir nicht auf die Meinung jedes einzelnen Menschen bezieht, sondern auf den Mittelwert der Gesamtmeinungen. Wir könnten also einen Roboter sehr schnell zu einem Lebewesen machen, indem wir die offiziell gültige Merkmalscharakterisierung verändern.

...zur Antwort

Hallo User mit dem seltsamen Namen =)

Erstmal gibt es auf deine Frage eine sehr einfache Antwort und die lautet: Ja.

Wie das funktioniert? Ganz einfach. Dran denken, die Augen offen zu halten und irgendwann passiert es dann von alleine. Dein Körper eignet sich diese Angewohnheit an, wenn du ihn längerfristig dazu zwingst.

Viel interessanter ist allerdings die Frage, warum es sinnvoll ist, mit "offenen Augen" durch die Welt zu marschieren. Knorx liegt mit seiner Vermutung hier leider vollkommen falsch. Es fällt anderen Menschen auf, ob du deine Augen vergleichsweise weit geöffnet hast oder die Lider schlaff herunter hängen! Dabei verläuft diese Wahrnehmung in den meisten Fällen nicht bewusst ab. Die Stellung deiner Augenlider gehört zu dem riesigen Repertoire an Mimik, welches deinem Gesicht zur Verfügung steht und damit vermittelst du deinen Mitmenschen eine ganze Menge Informationen, die sie in deinem Gesicht ablesen können.

Weit geöffnete Augen bedeuten: "Wow, das ist interessant!"

Hängende Augenlider bedeuten: "Interessiert mich nicht"

Wenn du in einem Gespräch also deinen Gegenüber mit müdem Blick anschaust, vermittelst du ihm das Gefühl, dass es dich nicht interessiert, was er da tut und sagt. Den meisten Menschen wird das nicht bewusst auffallen aber ein kleiner Mann in ihrem Kopf wird ihnen sagen, dass du nicht interessiert bist ;-)

Daher lohnt es sich gerade in der Interaktion mit anderen Mitmenschen, die dir wichtig sind, die "Augen offen zu halten". Ausprobieren kannst du das ganz einfach selbst vor dem Spiegel. Schau dir selbst ins Gesicht, denk an etwas spannendes und guck "interessiert". Du wirst sehen, wie sich deine Augen automatisch öffnen, ohne, dass du dich darauf konzentrieren musst, die Augenlider hochzuziehen. Dann kannst du ja mal einen ganz entspannten Blick aufsetzen und dir dabei denken, dass ja alles gerade überhaupt nicht wichtig ist. Das wirst du dann in deinem Gesicht "lesen" können.

In diesem Sinne: Zeig deinen Mitmenschen, dass du interessiert bist. Du wirst Sympathie ernten.

Lieben Gruß

...zur Antwort

Nabend superhans,

du stellst eine sehr spannende Frage und ich hab jetzt schon ein schlechtes Gewissen, dass ich sie nicht so ausführlich beantworten kann, wie ich gern würde. Könnte aber trotzdem ein langer Text werden. Ich hoffe, das ist in Ordnung =)

Grundsätzlich kannst du dir merken, dass lernen über Neubildung, Abbau, Verstärkung und Abschwächung von Synapsen funktioniert. Zwar entstehen auch neue Nervenzellen, überwiegend im Hippocampus, aber man ist sich noch nicht einig darüber, welchen Wert dies bei der Bildung von Lerninhalten spielt. Beim Lernprozess werden allerdings nicht nur einfach neue Verbindungen geschaffen, sondern zum einen die bestehenden Synapsen in ihrer Effektivität verstärkt aber auch - und das wird oft vergessen zu erwähnen - schon vorhandene Verbindungen aufgelöst oder abgeschwächt. Dies ist ebenfalls ein wichtiger Prozess beim Lernen, auch wenn es beim ersten Hören seltsam klingt.

Du kannst es dir in etwa wie ein riesiges Feld vorstellen. Kommt eine Information ins Gehirn, wandert das Signal über mehrere Neurone. Wird ein Weg häufiger und / oder sehr intensiv genutzt, verstärkt sich die Effektivität der einzelnen Synapsen. Unter anderem spielen hier die NMDA und AMPA Rezeptoren eine wichtige Rolle. In unserem Beispiel mit dem Feld entsteht dabei so etwas wie ein kleiner, erstmal nur wenig sichtbarer Trampelpfad.

Nun bekommen wir andauernd verschiedenste Inputsignale aus der Umwelt (Exterorezeptoren) sowie unserem Körper (Enterorezeptoren) die im Gehirn landen und sich dort ihren Weg suchen. So entstehen eine ganze Menge kleiner Trampelpfade. Hier kommt dann auch die Sache mit dem Abbau / der Abschwächung von Synapsen ins Spiel.

Beim Lernprozess wird einer dieser Trampelpfade stärker ausgebaut. Kommt dann ein Signal im Gehirn an, sucht es sich den effektivsten Weg durch das Feld und verstärkt ihn weiter. Betrachtet man dabei aber das ganze Feld, fält schnell auf, dass durch den riesigen Input eine ungeheure Menge an Trampfelpfaden entstanden sind. Um es dem Signal zu vereinfachen, den richtigen Weg zu finden, müssen ineffektive, kleine Trampelpfade wieder zuwuchern. Das ist dann der Abbau / die Abschwächung der Synapsen.

Hier zeigt sich dann auch, warum die Wiederholung von Inhalten beim Lernprozess hilfreich ist. Trotzdem ist Wiederholung natürlich nicht der einzige beeinflussende Faktor. Die Bewertung des Inputs spielt eine ebenso große Rolle, was besonders bei dem Beispiel "auf heiße Herdplatte fassen" klar wird. Hier spielen gewisse Hirnareale eine Rolle, die die Inputsignale mit einer Bewertung versehen. Bekommt ein Signal einen hohen Wert, wird es verstärkt, wodurch es sich effektiver einen Weg "durch's Gebüsch" schlagen kann. Im Klartext heißt das soviel wie: Summe der durchlaufenden Aktionspotentiale wird durch Zuschaltung von exzitatorischen Synapsen erhöht, was eine effektivere Verstärkung der Synapsen begünstigt.

Einen Ort, an dem die Erinnerung an deinen Geburtstag vor zwei Jahren sitzt, gibt es nicht. Die Erinnerung besteht aus den Verbindungen zwischen verschiedenen Hirnarealen. Ein genaues Beispiel, welche Hirnareale da bei der Erinnerung an ein tolles Geschenk mit reinspielen kann ich dir leider nicht nennen, da dies von Erinnerung zu Erinnerung variiert. In fast allen Erinnerungsprozessen spielt jedoch der Hippocampus eine entscheidene Rolle. Von hier aus gibt es bei positiv besetzten Erinnerungen dann "Trampelpfade" zum Nucleus accumbens, welcher Dopamin ausschüttet, es zum präfrontalen Cortex schickt und du dich "gut" fühlst. Gleichzeitig wandert ein Signal zu bestimmten Arealen des Occipitallappen, die dir Bilder des Geschenkes vor dein innereres Auge projezieren. Dann gibt es einen weiteren Trampelpfad zum Hypothalamus, der dann die Hypophyse dazu veranlasst ein paar passende Hormone auszuschütten oder die Konzentration anderer Hormone herunterzufahren. Die Hormone strömen dann durch's Blut und lösen, bei den Organen angekommen, eine Veränderung aus. Beispielsweise könnte sich dein Herzschlag leicht erhöhen, weil du dich immernoch über dieses wunderbare Geschenk freust.

Das waren jetzt nur drei Trampelpfadbeispiele. In der Realität hast du davon so unglaublich viele, dass es fast unmöglich wird, den Signalverlauf einer einzigen Erinnerung vollständig im Detail zu beschreiben. Vielleicht sind wir ja in ein paar Jahrzehnten dazu in der Lage aber bis dahin muss noch einiges an Forschungsarbeit investiert werden.

Ich hoffe, das konnte weiterhelfen.

Schönen Abend noch und lieben Gruß

...zur Antwort

Hallo,

es ist immer leichter ein Statement über etwas schon bestehendes abzugeben als sich selbst etwas auszudenken. Daher würde ich mich freuen, wenn du einfach mal probierst, selbst zu beschreiben, was du dir unter Genetik vorstellst. Ist ja nicht schlimm, wenn das noch nicht perfekt ist aber dann können wir dir immerhin bessere Ratschläge geben als wenn wir gar keine Ahnung haben, was in deinem Kopf so herumschwirrt ;-)

Dann hätte ich auch ein paar Vorschläge für Themen, die du in deine Hausarbeit aufnehmen könntest, weiß aber noch nicht, welche Punkte du bereits in deiner Gliederung hast. Da es Verschwendung meiner und deiner Zeit wäre, wenn ich hier Themenpunkte aufzähle, die du schon hast, wär es doch cool, wenn du schonmal schreibst, was für Punkte du in der Gliederung hast und ich schau dann, ob mir was passendes als Ergänzung einfällt =)

...zur Antwort

Moin,

wie wär's denn, wenn du erstmal die Texte sehr gründlich durcharbeitest, also:

  • mit verschiedenfarbigen Markern sinnvoll Textstellen und Stichworte unterstreichen
  • Texte in zusammenhängende Abschnitte unterteilen
  • Mithilfe von Pfeilen oder Anmerkungen Zusammenhänge zwischen verschiedenen Texten hervorheben.
  • Jeden Text zusammenfassen
  • Zusammenfassungen in Stichworten nochmal weiter zusammenfassen.

Nach dieser ganzen Arbeit sollte dir eigentlich schon der Inhalt der Texte aus den Ohren rauskommen. Jetzt notierst du lediglich noch die Stichworte der einzelnen Zusammenfassungen auf Karteikarten, schnappst dir deine Eltern oder Freunde und erzählst ihnen zu jedem Stichwort auf deinen Karteikarten alles, was dir dazu einfällt. In deinem Gedächtnis sollte durch das intensive Durcharbeiten der Texte, ja noch einiges vorhanden sein. Versuch dabei die Inhalte deinen Zuhörern so zu vermitteln, dass sie es verstehen und nicht nur wiederzugeben, was du gelernt hast.

Das ist jedenfalls eine Methode, mit der ich bisher immer gut gefahren bin. Viel Erfolg beim lernen =)

...zur Antwort

Hallo,

ich kenne den Markl nicht, bin aber großer Fan des Campbell. Allerdings erinnere ich mich dunkel, dass eine Komillitonin mal erwähnte, dass der Markl extra für Schüler zugeschnitten wäre. Beim umfangreichen Campbell hast du noch einige Zusatzinfo mehr, die zwar interessant und verständlich dargestellt werden, eventuell aber nicht relevant für's Abitur sind.

Was ich am Campell sehr schätze sind die Texte sowie aussagekräftigen Abbildungen. Wenn man am Anfang eines Kapitels beginnt, liest es sich wie eine spannende und strukturierte Kurzgeschichte und am Ende jeden Kapitels gibt es einen Multiple-Choice Test um das Gelernte nochmal zu reflektieren.

Was mir nicht gut gefällt ist das Stichwortzeichnis. Beim Nachschlagen einzelner Begriffe finde ich nur selten einen Eintrag. Da hätte man sich meiner Meinung nach mehr Mühe geben können. Wie das beim Markl aussieht weiß ich leider nicht aber unzulängliche Stichwortverzeichnisse sind mir schon bei mehreren Lehrbüchern aufgefallen.

Beim ersten Blick ins Netz habe ich gesehen, dass der Markl für etwa 30 € zu bekommen ist. Damit ist er um einiges günstiger als der Campbell (~100 €). Falls du planst, nach dem Abitur ein biologierelevantes Studium zu beginnen, würde ich persönlich dir zum Campbell raten. Sollte das nicht der Fall sein, wäre vielleicht eher der Markl geeignet.

Wie wär's denn, wenn du einfach vor dem Kauf mal in der (Uni-)Bibliothek vorbeischaust und dir beide Bücher zum reinlesen ausleihst?

Viel Spaß

...zur Antwort

Die Forschungs ist mittelweit vorangeschritten...

Tut mir leid aber wir können dir hier nicht den aktuellen Wissensfundus der Virologie und Genetik in 2-3 Sätzen darlegen. Das würde mehr als den Rahmen sprengen ;)

Versuch doch nochmal deine Frage zu konkretisieren.

...zur Antwort

Hallö =)

ja, es ist möglich, mit Musik die Herzfrequenz zu beeinflussen.

Dabei kommt es allerdings weniger auf die Art der Musik an, als auf das, was es in dir auslöst. Dein Gefühlszustand beeinflusst deine Herzfrequenz und wenn dich ein Musikstück emotional "mitreisst", hat das auch mehr oder weniger starke Auswirkungen auf die Schlagfrequenz des Herzens. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Art der Musik keine Rolle spielt. Misst du einem Musikstück großen Wert bei, erhöht sich dein Puls, wenn der Takt schneller wird. Gleichzeitig beruhigt sich der Herzschlag, wenn das Stück dann wieder langsamer wird oder stoppt. Eine Beeinflussung ist auf jedenfall möglich, auch wenn das nicht in jedem Fall auftritt. Wie schon gesagt, steigt hier die Wahrscheinlichkeit bei "Lieblingliedern".

Dass sich dein Herzschlag genau dem Takt anpasst, den der Song gerade vorgibt, halte ich für eher unwahrscheinlich. Vielmehr vermute ich, dass der Takt des Stückes so gewählt ist, dass er mit einem "typischen erhöhten" Herzschlag, bzw. im Fall von "Macklemore" (kenn ich nicht) einem normalen Herzschlag übereinstimmt.

Diese Technik wird oft auch bei zeremonieller (Trommel-)Musik eingesetzt. Hier beginnt der Takt mit dem Standardherzschlag und wird langsam schneller, was Emotionen hervorruft, die eine schnellere Herzschlagfrequenz hervorrufen. Das Übereinstimmen der sich wandelnden Frequenzen erzeugt dann ein Phänomen, welches die Zuhörer mithilfe von passenden Emotionen in einen Tranceartigen Zustand versetzen kann.

Mit Musik lässt sich also eine ganze Menge anstellen insofern man sich darauf einlässt und die passenden Gefühle zulässt ;)

Hier noch ein wenig was zum weiterlesen.

Viel Spaß beim Musikhören!

...zur Antwort

Moin,

ich gehe davon aus, dass dir klar ist, was das Großhirn im allgemeinen ist.

Einige Autoren nutzen bei der Unterteilung des Großhirns die zwei Begriffe:

  • Großhirnrinde (der Bereich, der außen liegt)
  • Großhirnmark (der Bereich, der innen liegt)

Im Grunde also ganz simpel ;)

...zur Antwort

Unglaublich, was hier teilweise für Antworten auftauchen :D

Andererseits waren ja auch schon ein paar richtige Sachen dabei. Ich versuch's mal zusammenzufassen und zu ergänzen:

  • Jede einzelne Zelle deines Körpers benötigt Energie um zu funktionieren. Einige Prozesse laufen automatisch und ohne Energie ab, viele brauchen aber eine Antriebskraft.

  • Um diese Energie kontrolliert einsetzen zu können ist sie jeweils in einem kleinen Molekül namens Adenosintriphosphat (ATP) als chemische Energie gespeichert und kann bei Bedarf wieder abgegeben werden.

  • Um dieses ATP herzustellen betreiben wir Zellatmung. Die findet in den Mitochondrien statt. Das sind quasi kleine Fabriken innerhalb der Zellen die energiereiche Moleküle wie zum Beispiel Glukose zerhacken und die dort gespeicherte chemische Energie auf ADP verteilen um dann ATP herzustellen.

  • Bei diesem Vorgang (Zellatmung) gibt es mehrere Schritte bis dann endlich ATP hergestellt wird. Einer der letzten davon ist die Atmungskette oder auch Endoxidation. Bei diesem Schritt wird nun Sauerstoff benötigt. Dieses Element hat die grandiose Eigenschaft, dass es Elektronen sehr stark anzieht. In der Atmungskette muss ein Fluss von Elektronen aufrecht erhalten werden, was du fast schon mit einem Stromfluss vergleichen kannst. Indem man an einem Ende Elektronen reinpumpt und Sauerstoff am anderen Ende die Elektronen wieder herauszieht, fließt das Ganze und hält die Reaktionskette in Gang.

Fehlt nun der Sauerstoff, kann nur noch wenig bis gar kein ATP hergestellt werden und die Prozesse, die Energie benötigen, kommen zum erliegen. Die Nervenzellen in unserem Gehirn haben besonders viele Prozesse, die Energie benötigen. Da sie also viel ATP verbrauchen, wird logischerweise auch eine ganze Menge Sauerstoff benötigt.

Ich hoffe, das war verständlich =)

Lieben Gruß

...zur Antwort

Moin moin,

um dir ein Modell vorzustellen und / oder zu bauen solltest du dir überlegen, was die wichtigsten Eigenschaften einer AP-Weiterleitung im Axon oder Signalübertragung an Synapse sind.

Bei einem Axon wäre da in erster Linie das Alles oder Nichts Prinzip zu nennen. Wenn der Schwellenwert am Axonhügel erreicht wird, entsteht ein neues Aktionspotential, welches sich in eine Richtung fortpflanzt.

Hier könntest du zum Beispiel eine Holzleiste nehmen und in einer Reihe viele kleine Bohrungen machen. In diese Löcher steckst du dann Streichhölzer. Diese symbolisieren die spannungsgesteuerten Natriumkanäle. Sind die Abstände klein genug und du zündest das erste Streichholz an (Schwellenwert), breitet sich das Feuer (Aktionspotential) bis zum Ende der Leiste (Axon) aus. Zündest du das erste Streichholz dann nochmal an, funktioniert die Weiterleitung nicht (Refraktärzeit).

Um das Axon wieder weiterleitungsfähig zu machen muss Energie aufgewendet werden indem die Natrium-Kalium-Pumpe mit ATP versorgt wird. Bei deinem Model symbolisierst du selbst dieses ATP, wenn du die alten abgebrannten Streichhözer durch neue erstetzt. Ist natürlich sehr simpel aber das ist ja auch der Sinn eines Modells ;)


Bei einem Modell zur Synapse bin ich gerade leider auch etwas überfragt.. Wichtig hier wäre eine Umwandlung von Signalart A (elektr. Signal / AP) zu Signalart B (chem. Signal / Transmitterausschüttung) und wieder zurück zu Signalart A.

Eventuell könnte man da etwas mit Batterien, Drähten und Salzwasser basteln. =)

...zur Antwort

Hallo du Glueckspilz ;)

die meisten Tiere müssen für ihr Futter und ihr Überleben kämpfen.

Im Gegensatz zu uns leben sie nicht im Überfluss und können 2x täglich bei McDonalds einen doppelte Cheeseburger verdrücken, wenn ihnen danach ist. Obwohl ein paar clevere Tierarten gelernt haben ihr Futter sinnvoll einzuteilen (beispielsweise Krähen) futtern die meisten das weg, was sie bekommen können.

Bekommt ein Tier durch günstige Umweltbedingungen eine Hülle und Fülle an leicht beschaffbaren Nahrungquellen geboten, kann es natürlich passieren, dass es in ungesunder Weise immer mehr an Fettgewebe zunimmt. Der Unterschied zu uns Menschen ist an diesem Punkt, dass seine Überlebenschancen dadurch deutlich stärker eingegrenzt werden. Wir haben quasi keine natürlichen Feine. Beim Rest des Tierreichs ist das in aller Regel anders. Es bedrohen entweder Fressfeinde oder Konkurrenten die Existenz geschwächter / beeinträchtigter Tiere. Bekommt ein Tier also zuviel zu futtern, läuft das darauf hinaus, dass es weniger futtern kann und wieder abnimmt. Aus diesem Grund findest du dieses große Maß an Übergewicht fast ausschließlich beim Menschen und beobachtest in der freien(!) Natur überwiegend "gutgebaute" Tiere. Dicke Katzen und Hunde sieht man ja leider nur allzu oft.

Zusätzlich fragst du allerdings auch nach den genetischen Faktoren. Mittlerweile ist ja schon länger erwiesen, dass Fettleibigkeit beim Menschen auch genetisch bedingt sein kann. Mir ist bis jetzt kein Fall bekannt, bei dem eine genetische Ursache bei anderen Tieren zu extremer Fettleibigkeit aufgetreten ist aber ich halte es für gut möglich, dass vor allem bei "höheren" / komplexeren Tieren eine Form von Stoffwechselstörung auftreten kann, die dafür sorgt, dass ein überdurchschnittlich großer Teil des aufgenommenen Fette eingelagert und nicht verwertet werden kann.

Dass wir diesen Fall aber anscheinend selten beobachten kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Erbkrankheit häufig auftritt.

Lieben Gruß =)

...zur Antwort

Willkommen in der wundersamen Welt der Chemie =)

Im Grunde besteht alles, was du siehst, anfassen kannst und noch mehr aus chemischen Stoffen. Diese chemischen Stoffe haben unterschiedliche Eigenschaften. Eine davon ist, ob ein Stoff polar oder unpolar ist. Flüssige, polare Stoffe können sich miteinander mischen und flüssige unpolare Stoffe können das. Polare und unpolare mischen sich dagegen nicht. Sie stoßen sich ab.

Die Butter ist ein unpolarer Stoff und Wasser ein polarer, deswegen vermischt es sich nicht. In Alkohol, ebenfalls einem unpolaren Stoff, wirst du die Butter prima lösen können.

LG

...zur Antwort

Hi,

vorweg erstmal ein kleiner Tipp:

Wenn du deine Fragestellung ausführlicher formulierst und ein paar Hintergründe nennst wie in etwa, dass das hier zu deinen Hausaufgaben gehört und welche Gedanken du dir schon gemacht hast, macht es nicht nur mehr Spaß zu antworten sondern erleichtert und das ganze auch um einiges ;)

Aber zur Frage:

Die vier Basen A, T, G & C sind Moleküle, die aus etwa 13-15 Atomen bestehen. Da Lehrer, Schüler, Studenten und auch Wissenschaftler ziemlich faul sind, möchte man natürlich nicht jedesmal diese Moleküle mit allen Details zeichnen. Deswegen greift man auf eine vereinfachte Darstellung (=Modell) zurück. Eine stark vereinfachte und in der Schule häufig genutzte Darstellung siehst du ganz unten auf dem Bild.

Ein etwas komplexeres Modell, welches auch annähernd den dreidimensionalen Aufbau der Moleküle zeigt findest du hier

...zur Antwort

Nabend,

die "ähms" entstehen in der Regel durch durch eine oder beide der folgenden Situationen:

  • Du bist dir nicht ganz sicher, was du als nächstes sagen möchtest und überbrückst die Zeit, die deine grauen Zellen brauchen um den roten Faden zu finden mit dem "ähm"
  • Du weißt zwar grob, was du sagen möchtest aber dir fallen nicht sofort die passenden Wörter ein um den Satz zu beginnen.

Gegen das erste kannst du angehen indem du dich nicht nur ausführlich mit dem Thema deines Vortrags auseinandersetzt sondern auch zu jedem Zeitpunkt die Struktur und den Aufbau im Kopf hast. Oft reicht es nicht, nur zu wissen, was du erzählen möchtest sondern braucht auch noch eine bis ins Detail geplante Strukturierung im Sinne von: "Okay, zuerst beginne ich mit der Einleitung und den Beispielen, dann die spannende Anekdote um die Aufmerksamkeit zu sichern und wechsle dann mit der geplanten Überleitung zum eigenlichen Kernthema".

Beim zweiteren gehört ein wenig mehr Übung dazu. Hier fehlt dir schlicht und einfach die Sicherheit beim Wortschatz. Je mehr du dich mit Sprache beschäftigst, desto schneller fallen dir viele Wörter ein, die du für deine Artikulation verwenden kannst. Das "Suchen nach Wörtern" passiert in der Regel unbewusst. Du merkst also nicht, wie dein Gehirn krampfhaft nach dem passenden Wortlaut sucht. Das macht nervös und bringt einen dazu, erstmal eine kleine Pause durch ein "ähm" einzuleiten um deinem Gedächtnis ein kleines Zeitfenster zu verschaffen. Dem kannst du Abhilfe schaffen indem du dich, wie schon erwähnt, mit Sprache beschäftigst, sprich: Lesen, Diskutieren, Schreiben.

Das ist praktisch nichts anderes als Vokabeln lernen. Je öfter du ein Wort hörst, siehst oder sprichst, desto schneller fällt es dir als passende Möglichkeit bei deiner eigenen Artikulation ein.

In meiner Schulzeit habe ich das bei meinen Mitschülern beobachten können. Diejenigen, die viel gelesen haben, hatten deutlich weniger "ähms" in ihren Vorträgen als die, die viel diskutieren und Bücher lasen.

Also ran an die Schmöker und auf zum "Sprachtraining" ;)

Viel Erfolg!

...zur Antwort

Hallo,

slave of god dürfte dann genau deinen Geschmack treffen =)

Es ist mehr eine Simulation als ein Spiel, bietet aber immerhin ein paar kleine Aufgaben, die man lösen muss. Simuliert wird ein exzessiver Drogentrip in einer Disko.

Kannst du beim untenstehenden Link kostenlos

http://www.increpare.com/2012/12/slave-of-god/

Viel Spaß

...zur Antwort

Nabend,

Hormone werden in deinem Körper nonstop ausgeschüttet. Etwa 350 verschiede sind dabei schon bekannt und mehr oder weniger erforscht, vermutlich sind es aber noch ein paar mehr. Dabei beeinflussen sich diese Hormone gegenseitig und stehen in komplexen Wechselwirkungen miteinander. Einfach mal eben so ein Hormon ausschütten lassen ist praktisch gar nicht so schwierig, hat aber immer mehr als nur eine Auswirkung. Dabei können auch gut und gerne Reaktionen auftreten, die dir dann gar nicht mehr so lieb sind.

Bei dem fast exponentiellen Brustwachstum muss ich dich leider enttäuschen. Ein paar Östrogene ausschütten lassen und Zack, hat man eine Körbchengröße mehr, funktioniert nicht. Das plötzliche Wachsen beruht zwar auf einer veränderten Hormonkonzentrationsverteilung ist aber nicht durch ein paar gute Gedanken oder Pillen möglich. Hier spielen Wachstumshormone eine große Rolle und die kannst du nicht mal eben so durch Gedanken kontrollieren. Die Regulation dieser Hormonart wird unbewusst und sehr komplex gesteuert.

Trotzdem hast du Einfluss auf die Ausschüttung verschiedener Hormone und nutzt diese Fähigkeit schon seit vielen Jahren vermutlich unbewusst. "Zwingst" du dich an erotische Momente zu denken, werden Sexualhormone ausgeschüttet. Denkst du an etwas leckeres zu Essen, werden schonmal ein paar Steroidhormone für die bevorstehende Verdauung ausgeschüttet. Denkst du an etwas beängstigendes oder etwas, was dich sauer macht, wird Adrenalin ausgeschüttet. Machst du dich selbst wegen irgendetwas verrückt, schüttet dein Körper Stresshormone aus.

Du siehst also, dass du deine Hormone bis zu einem gewissen Grad kontrollieren kannst allerdings sind hier Grenzen gesetzt! Ab einem gewissen Hormonpegel bringt auch eine nocht stärkere Ausschüttung nichts. Das Hormonsystem ist sehr fein reguliert und es gibt fast immer eine Feedback-Kontrolle, die dafür sorgt, dass die Wirkung eines Hormons nicht überhand nimmt. "Superkräfte" wirst du durch "Gedankenkraft" oder Pillen also nicht erzeugen können. Vielmehr könntest du das Verständis von deinem Körper ändern und Hormone als einen völlig natürlichen Teil deines Körpers betrachten, die dazu beitragen, wie du dich fühlst, was du denkst und wie du dich entscheidest.

Diese Erkenntnis kannst du dann für dich im Alltag nutzen. Wenn du weißt, dass Sexualhormone dein logisches Denken bis zu einem gewissen Grad herunterfahren kannst du dich während den Hausaufgaben davon abhalten an den sexy Typen aus der Nachbarschaft zu denken ;)

Hier wurde vor einigen Tagen auch schonmal ein ähnliches Thema angesprochen, bei dem es aber nur um Adrenalin ging. Vielleicht kannst du aus den Antworten dort ja auch noch etwas interessantes herausziehen.

Wünsche viel Spaß mit deinem Hormonsystem!

...zur Antwort

Hey,

falls du ein wenig Bammel hast solltest du dir klarmachen, dass die anderen Verkehrsteilnehmer keine blinden Roboter sind sondern mehr oder weniger darauf eingestellt sind, dass andere, zum Beispiel du als Fahranfänger(in?), Fehler machen können. Vor allem, wenn du in einem Fahrschulauto sitzt, brauchst du dir also keine großen Sorgen zu machen, dass du einen Unfall baust oder sich jemand über dich ärgert. Jeder fängt mal an und diejenigen, die sich trotzdem ärgern haben vergessen, dass sie selbst auch mal angefangen haben.

Zusätzlich hast du deinen Fahrlehrer neben dir, der ins Lenkrad greifen und selbstständig bremsen kann. Es kann quasi also nix passieren =)

Falls du dich vielmehr fragst, wie du dich gut darauf vorbereiten kannst, gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Komm ausgeschlafen und gut gefrühstückt zur Fahrstunde. Ruh dich vielleicht vorher ein wenig aus um den Kopf frei zu kriegen. Alles andere wird dir dann im Auto beigebracht. Genau dafür sind die Fahrstunden ja da.

Wünsche viel Spaß dabei und willkommen im Straßenverkehr =)

...zur Antwort

Hallo,

du hast die klassische Konditionierung entdeckt! =)

Bei diesem Verfahren wird durch Wiederholung eines Reizes dieser mit einer Verhaltensantwort von dir verknüpft. Sprich: Über mehrere Tage, Wochen, Monate klingelt dich dein Wecker morgens aus dem Bett obwohl es doch so gemütlich und warm ist. Das löst Unbehagen aus. Dieses Unbehagen wird in deinem Gehirn irgendwann mit dem Weckerklingeln verknüpft sodass das Gefühl schon auftreten kann wenn der Wecker klingelt, du aber gar nicht im Bett liegst und aufstehen musst.

Einige Gelehrte würden sich jetzt darüber streiten ob es sich hier um klassische oder operante Konditionierung handelt. Die fachliche Bezeichnung sollte dir aber vermutlich erstmal egal sein. Fakt ist, du hast dich konditioniert und damit etwas über die Funktionsweise deines Gehirns gelernt. Das ist doch klasse! =) Je mehr man sich bewusst ist, was da bei einem selbst abläuft, desto besser kann man es auch unter Kontrolle bringen. Das erklärt auch, warum man sich nicht bei jedem Kleinkram gleich konditioniert.

Lieben Gruß und viel Spaß beim abtrainieren.

...zur Antwort

Die Hydra sind eine Gattung innerhalb der Klasse Hydrozoa. Hydrozoa bedeutet quasi nur "im Wasser lebend". Der gute Linné hat sich als Namensgeber dieser Gattung gedacht, dass es doch sinnvoll wäre, wenn man den Namen der größten Gattung der Hydrozoa vom Klassennamen ableitet. So entstanden die Hydra. Mit den Fabelwesen hat das soweit ich weiß erstmal nix zu tun =)

...zur Antwort

Hallo,

dein Beispiel mit dem Bäcker hat mich an eine Situation erinnert, von der mir ein Freund erzählt hat. Er hat mit seinem Cousin über Vernachlässigung der Sprache und Kommunikation im Alltag diskutiert. Dann haben sie gewettet, ob man es schafft, beim Bäcker ein Brot zu bekommen ohne sich verständlich zu artikulieren. Ziel war es, nur mit dem Satz "Höse Höse Brot!" ein Graubrot zu bekommen. Tatsächlich hat es funktioniert =)

In deiner Kurzgeschichte könnte es ebenfalls um ein paar junge Menschen gehen, die den heutigen Verfall von Sprache diskutieren und ein vergleichbares Projekt starten bei dem sie sich beispielsweise eine Woche lang nur noch unvollständig und wirr artikulieren und trotzdem einen bemerkenswerten Erfolg verzeichnen können, da ihren Mitmenschen meistens aus dem Kontext trotzdem klar wird, was sie von ihnen wollen.

Beispielsweise eine Situation in der man einen Fahrschein nur durch "Fahre Fahre Papier!" kauft. Besonders spannend wird es dann, wenn es um komplexere Vorgänge geht und auch wie verschieden die Menschen darauf reagieren könnten.

Du hättest hier also einen sozialkritischen, einen humorvollen, einen originellen und einen tiefgründigen Aspekt. Durch diese bunte Mischung bietet sich dir ein riesiges Spektrum an möglichen Handlungen, Situationen, Gedankengängen und Aussagen, die du in die Geschichte einbauen kannst.

Hoffe, das konnte weiterhelfen =)

Lieben Gruß und viel Spaß beim schreiben!

...zur Antwort

Genauso wie du dein Gehirn, deine Muskeln, Kopfrechnen, Aufmerksamkeit, gezielte Bewegungen und fast alles an und in deinem Körper trainieren kannst:

Übung macht den Meister!

Also gib deinem Immunsystem immer mal kleinere Aufgaben, damit es daran üben kann. Damit meine ich nicht, dass du jedem kranken Menschen das Gesicht abschlecken sollst. Es reicht, wenn du dich nicht von der allseits beliebten Keimphobie anstecken lässt. Lass vor dem Essen mal das Händewaschen aus (vorrausgesetzt du warst nicht gerade auf Toilette), beweg dich viel draußen in der Natur, scheue den Körperkontakt zu Mitmenschen nicht, iss dein Gemüse ab und zu mal ungewaschen und verzichte so gut es geht auf Desinfektionssprays, Anti-Grippe-Mittel aus der Apotheke und Antibiotika (in einigen Fällen sind diese Dinge dennoch sinnvoll).

Natürlich meine ich damit nicht, dass du deine Hygiene komplett schleifen lassen sollst! Es geht nur darum, dass du deinem Immunsystem etwas zu tun gibst =)

Die schon genannten Dinge wie Sport und gesunde Ernährung sind natürlich genauso wichtig!

...zur Antwort

Moin,

es gibt Versuche, die gezeigt haben, dass Menschen mit ein wenig Übung in der Lage sind bestimmte Hirnareale selbst zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dabei hat man sie in einen Scanner gelegt in dem sie auf einem installierten Monitor live ihre eigene Gehirnaktivität beobachten konnten. Nach eine Eingewöhnungsphase und ein bisschen Training konnten beispielsweise Patienten mit chronischen Schmerzen ihr Schmerzzentrum bewusst "herunterfahren" und verspürten dadurch weniger Schmerz.

Eigentlich ist das ja auch nicht weiter verwunderlich. Wenn wir uns dazu entschließen, die linke Hand zu bewegen, aktivieren wir ja auch den motorischen Cortex in der rechten Hemisphäre.

Für eine Ausschüttung von Adrenalin, welches in der Nebenniere produziert und ausgeschüttet wird, müsstest du bestimmte Neuronen des Hypothalamus aktivieren, der diese Information über die Hypophyse hormonell an die Nebennieren weiterleiten. Von einer so speziellen autogenen Aktivierung dieses Areals habe ich noch nie gehört aber halte es für wahrscheinlich, dass du genau dazu fähig bist.

Im Grunde kann jeder Mensch bewusst die Adrenalinfreisetzung aktivieren indem er einfach an etwas beängstigendes, erschreckendes denkt, was ihn wütend, traurig oder ängstlich macht. Hier wird zwar nicht direkt der Hypothalamus aktiviert sondern vielmehr die Mandelkerne, die dem Hypothalamus die Information geben: "Eventuell Gefahrensituation -> Mach mal Adrenalin bitte".

Du beschreibst dagegen lediglich, dass du dich "konzentrierst" aber nichts von negativen Gedanken, die dich wütend machen. Möglicherweise kam es in deiner Entwicklung mal zu einer unnatürlichen Verschaltung von Nervenzellen wodurch es dir möglich war eine Adrenalinausschüttung gezielt auszulösen ohne den Umweg über die Mandelkerne zu gehen. Durch eine intensivere Nutzung wird diese Möglichkeit weiter ausgebaut.

Allerdings kann ich dir nicht wirklich raten, dieses Phänomen allzu häufig in Anspruch zu nehmen. Auch wenn Adrenalin schnell wieder abgebaut wird, wirkt es als Stresshormon und Stress ist in höheren Maßen nicht gesund für den Körper. Das kann auf längere Zeit unter anderem zu gestörter Verdauung, Stoffwechselproblemen und Konzentrationsschwierigkeiten führen.

Also sei vorsichtig damit ;)

Lieben Gruß

...zur Antwort

Schiff Ahoi,

ganz grob ist die Antwort sehr einfach: Das Ablesen der Gene, sprich welche Proteine gebildet werden, kann und wird sehr genau kontrolliert / reguliert.

Im Detail ist es dann gar nicht mehr so einfach: Ob und wie oft ein Gen abgelesen wird hängt von mehreren Faktoren ab. Die Gesamtheit dieser Faktoren nennt man Transkriptionsfaktoren. Diese können sich allerdings stark unterscheiden. Je nach Situation können das ein Molekül, Protein oder nach manchen Autoren auch mal Umweltfaktoren sein.

Ein bei höheren Organismen häufig genannter Transkriptionsfaktor wären Hormone. Kommt ein bestimmtes Hormon durch die Blutbahn bei einer Zelle an, die die entsprechenden Rezeptoren aufweist, dockt es an diese an und löst eine Signalkaskade in der Zelle aus. Endresultat dieser Kettenreaktion ist dann das Ablesen eines bestimmten Gens und die Produktion des entsprechenden Proteins. Dies kann zum einen Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben aber natürlich auch auf die Form und Funktion der Zelle. Strukturproteine, die für die Struktir der Zelle verantwortlich sind, sind ja ebenfalls Proteine, die auf dem Ablesen von Genen beruhen.

Dabei sollte man im Hinterkopf behalten, dass der Großteil unserer Gene (im Grunde fast alle) stumm, also blockiert sind. Nur etwa 5-10% unserer Gene haben einen direkten Einfluss auf den Organismus. Der Rest wirkt regulatorisch oder erfüllt keinen (bekannten) Zweck. Man geht davon aus, dass viele dieser Gene irgendwann einmal durch Viren / Bakterien eingeschleust und weitervererbt wurden ohne einen Zweck zu erfüllen.

Wie eine Zelle ihren Platz und ihre Funktion findet wurde hier vor einigen Tagen schonmal gefragt. Vielleicht hilft dir das ja ebenfalls weiter =)

Wenn noch fragen offen sind, tob dich aus!

LG

...zur Antwort

Moin,

welche Alge die höchste Fotosyntheserate aufweist kann ich dir leider auch nicht sagen allerdings könntest du dich da an den Algen orientieren, die für die Produktion von Biokraftstoffen genutzt werden. Die weisen oft eine verhältnismäßig hohe Fotosyntheserate auf. Zwei Vertreter an die man gut herankommt wären:

  • Botryococcus braunii

  • Chlorella sp.

Beides sind Süßwasseralgen und werden momentan schon für die Produktion von Biokraftstoffen genutzt. Die Haltungsbedingungen sind verhältnismäßig schlicht (~23°C, mäßige Lichtintensität) und die Teilungsrate ist auch nicht von schlechten Eltern =). Allerdings verbrauchen beide verständlicherweise eine Menge CO2, welches je nachdem wieviel Sauerstoff ihr produzieren lassen wollt, künstlich zuführen müsst.

Eine Mögliche Anlaufstelle für den Kauf dieser Algen wäre das Institut für Algenkunde inklusive riesiger Algensammlung (~1600 Arten) in Göttingen. Dort müssten am besten deine Lehrer mal anfragen, wie es mit den Bestellbedingungen aussieht.

Die Website und Kontaktdaten findest du hier:

http://www.uni-goettingen.de/de/184982.html

Viel Spaß beim experimentieren =)

...zur Antwort

Moin,

wie wär's denn mit der "Killermücken"-Geschichte?

2009 hat die Firma Oxitec genmanipulierte Mücken auf den Cayman Inseln freigelassen. Diese neue Mückenart hatte die Eigenschaft, keine fruchtbaren Nachkommen zu zeugen, was die Populationsdichte erfolgreich reduziert hat. Ziel des ganzen war eine Eindämmung des Dengue-Fiebers, welches über die Mücken übertragen wird.

Eigentlich eine tolle Sache aber die Vorgehensweise der Firma ist aus ethischen Gründen sehr fragwürdig. Sie haben die Bevölkerung vorher nicht informiert. Aus wissenschaftlicher Sicht bestand zwar keine Gefahr aber bei dem Wort "genmanipuliert" schrecken viele Menschen verständlicherweise erstmal auf.

In diesem Spiegel-Artikel (PDF) wird die ganze Geschichte nochmal dargelegt. Es wird nicht nur die Frage aufgeworfen, wie sich "die Wissenschaft" bei heiklen Themen in der Öffentlichkeit präsentieren und verhalten sollte, sondern auch auf die Hintergründe und Gedankengänge der Firma Oxitec eingegangen, welche in erster Linie ja nur etwas gegen das Dengue-Fieber unternehmen wollte.

Meiner Meinung nach ein gutes Thema, mithilfe dessen man auf allgemeiner und gleichzeitig fallbezogener Fragestellung der Wissenschaftsethik auf den Zahn fühlen kann.

...zur Antwort

Moin,

ich hab gerade nochmal kurz gegoogelt aber auch immer nur das "Falten durch Gebrauchsspuren-Argument" gefunden. Für die Fingerkuppenlinien trifft dieses Argument ja aber leider nicht zu.

Meine Vermutung wäre hier Oberflächenvergrößerung.

Wir nutzen unsere Hände zum Tasten. Nur wenige Bereiche unserer Körpers sind empfindlicher gegen Berührung als die Handinnenflächen. Für einen möglichst guten Tastsinn benötigen wir entsprechende Sinneszellen, sogenannte Mechanorezeptoren. Diese Rezeptoren sind zwar winzig klein, benötigen in großer Anzahl aber natürlich doch Platz (->Oberfläche). Durch die unzähligen Handlinien vergrößert sich die Oberfläche der Handinnenseite und es finden mehr Sinneszellen Platz wodurch der Tastsinn genauer, schärfer, intensiver wird.

Ob das hundertprozentig stimmt, kann ich leider nicht sagen aber für mich klingt das schlüssig =)

In dem Sinne können wir gespannt sein auf unsere weitere evolutionäre Entwicklung! Da wir, im Gegensatz zu unseren Vorfahren und Verwandten, den Primaten, unsere Füße fast nur noch zum Laufen nutzen, könnte ich mir gut vorstellen, dass die Menschen in ein paar Millionen Jahren keine Linien mehr an den Fußsohlen besitzen.

Allerdings herrscht da ja kein großer Selektionsdruck. Also wieder reine Spekulation ;)

...zur Antwort

Hallo Mahoka,

zuerst einmal in großes, dickes Dankeschön dafür, dass du deine Frage so ausführlich formuliert und auch deine Gedankengänge geäußert hast. Da macht es gleich viel mehr Spaß zu antworten und erspart auch eine Menge Zeit! =)

Die drei wichtigsten Faktoren, die den Lichtkompensationspunkt beeinflussen wären:

  • Kohlenstoffdioxidgehalt in der Umgebungsluft (essentiell für Fotosynthese)
  • Temperatur (Temp. Optimum der verantwortlichen Enzyme)
  • Lichtintensität

natürlich spielt auch der Wasser- und Mineralstoffgehalt der Umgebung eine Rolle aber oft geht man bei der Beschreibung des Lichtkompensationspunktes davon aus, dass diese Faktoren ohnehin gegeben und erstmal vernachlässigbar sind.

Deine Vermutung mit dem Energiebedarf ist gewissermaßen auch korrekt allerdings bezieht man sich dabei nicht auf den Bedarf sondern auf die Chlorophyllkonzentration pro Fläche. Ist auf einer Fläche viel Chlorophyll vorhanden, kann natürlich auch mehr Lichtenergie absorbiert / zur Fotosynthese genutzt werden (-->Blätter).

Dabei solltest du immer im Hinterkopf behalten, dass Pflanzen zeitgleich zur Fotosynthese auch Zellatmung betreiben. Sie verbrauchen also genau wie wir bei unserer Zellatmung auch Sauerstoff um Glukose abzubauen. Der Lichtkompensationspunkt beschreibt den Punkt an dem genauso viel Sauerstoff produziert wie verbraucht wird. Bezieht man sich bei der Bestimmung der Faktoren also nicht nur auf einen Punkt, sondern hält es allgemeiner, ist auch die Chlorophyllkonzentration ein entscheidener Faktor, da das Pigment ja bekanntlich essentiell für die Fotosynthese ist.

Viel wichtiger wird die Chlorophyllkonzentration aber bei deiner zweiten Frage, von welchen Faktoren es abhängt, wann sich eine Sättigung einstellt. Die Antwort hier ist relativ simpel: Sobald alle Chloroplasten voll ausgelastet sind, sprich:

  • ausreichend Licht
  • Temperaturoptimum
  • CO2, H2O, Mineralstoffe ausreichend vorhanden

kann die Fotosyntheserate nicht weiter erhöht werden. Es fehlen quasi die Arbeiter, obwohl genügend Rohstoffe und Strom vorhanden ist. Auch herrschen angenehme 22°C im Fabrikgebäude aber ohne die passenden Arbeitskräfte (Chloroplasten) geht einfach nicht mehr.

Ich hoffe, das konnte ein wenig Licht ins Dunkel bringen. Falls noch Fragen offen sind, tob dich aus =)

...zur Antwort

Hallo similaun,

nein, dafür gibt es keinen Überbegriff, jedenfalls keinen den ich kenne.

Gewebe, Zellen und Organe sind keine Begriffe, die man so einfach parallel nebeneinanderstellen und vergleichen kann.

Organe bestehen aus Gewebe und Gewebe besteht aus Zellen. In einer Kategoriesierung stehen diese Begriffe also übereinander und nicht nebeneinander, was notwendig wäre für eine kategorische Zusammenfassung.

Rein theoretisch könntest du es als organisches Material bezeichnen allerdings wäre diese Definition nicht sehr genau.

Gibt es denn einen Grund für deine Frage oder fiel dir das spontan ein? =)

LG

...zur Antwort

Jein,

sie beziehen sich jeweils auf die gleichen Bereiche des Gewässers, also quasi "Oben, Mitte, Unten" allerdings beschreiben Epi-, Meta- und Hypolimnion wie stark die jeweile Ebene durch Sonneneinstrahlung erwärmt und dadurch bewegt wird, während die erstgenannten drei Begriffe sich auf den Stoffwechsel und das Vorkommen der Tiere & Mikroorganismen beziehen.

Also:

  • Im Epilimnion gibt's viel Bewegung und Energie durch Sonnenlicht. Dieses können die Pflanzen und Mikroorganismen in dieser Ebene für den Stoffwechsel nutzen. Da sie somit Fotosynthese betreiben können und Biomasse aufbauen (Tropho-gen = Durch Stoffwechsel erzeugend)
  • Im Hypolimnion kommt so gut wie kein Sonnenlicht mehr an, weshalb keine Fotosynthese betrieben wird. Die Biomasse wird hier also durch andere Mikroorganismen wieder zersetzt (Lytisch = zersetzend).

Wenn du nochmal einen genaueren Blick in die jeweiligen Wiki-Artikel oder ein paar Google-Ergebnisse wirfst, verstehst du, was ich meine =)

...zur Antwort

Hi ho,

Was muss man dafür alles haben/können?

Interesse, Leidenschaft und ein wenig Fleiß. Das war's =)

Alles wichtige, was du als Verhaltensforscher brauchst, bekommst du beim Grundstudium und dem darauffolgenden Masterstudiengang vermittelt. Ansonsten haben meine drei Vorredner ja schon alles sehr gut zusammengefasst, was wichtig ist und was alles dran kommt. Du musst keine 1 in den Bio, Chemie und Physik Abiklausuren schreiben, du musst auch in Englisch nicht auf 1 stehen. Das hilft dir natürlich im Studium enorm weiter, da du Zeit sparst, wenn du gewisse Dinge schon kennst / kannst aber wenn nicht, hast du genug Zeit um sie während des Studiums zu lernen.

Wenn du schon von vornherein weißt, dass du in Richtung Verhaltensbiologie gehen möchtest, ist das klasse aber mach dich darauf gefasst, dass die Biologie unglaublich viele Bereiche bietet, die fast alle wahnsinnig spannend sind.

Du bekommst während den 6 Semestern des Grundstudiums Einblicke und Grundlagen in Mathe, Statistik, Physik, anorganische Chemie, organische Chemie, Entwicklungsbiologie, Genetik, Biochemie, Verhaltensbiologie, Neurowissenschaften, Ökologie, Anthropologie, Botanik, Zellbiologie, Mikrobiologie und noch einigen anderen Bereichen. Es ist also auch gut möglich, dass du während dieser Zeit plötzlich deine Liebe für mehr als nur Verhaltensbiologie entdeckst.

Also halt die Ohren steif und freu dich auf den Studienbeginn =)

...zur Antwort

Yep, sowas gibt's. Und wie hier schon erwähnt wurde, tritt dieses Phänomen gar nicht so selten auf. Der Neurologe und einer meiner Lieblingsautoren Oliver Sacks hat unter anderem diese Fähigkeit in seinem Buch Der einarmige Pianist ausführlich beschrieben und auch die neuronalen Grundlagen erklärt, auf denen diese Fähigkeit beruht. Falls du dazu ein wenig schmökern möchtest, der Link führt zu Amazon =)

...zur Antwort

Moin,

der Vorgang läuft folgerndermaßen ab:

Der Schall trifft auf dein Trommelfell und bringt es zum Schwingen. Diese Schwingung überträgt sich auf die Gehörknöchelchen und dann weiter auf die Hörschnecke (=Chochlea), in der Cochlea gibt es eine Basilarmambran, die jetzt ebenfalls herumschwingt. Auf dieser Membran sitzen Haarsinneszellen. Diese Haarsinneszellen haben oben kleine Fortsätze, die Stereovilli. Diese sind oben an einer weiteren Membran befestigt, der Tektorialmembran. Schwingt nun, die Basilarmembran, bewegen sich die Haarsinneszellen mit. Da die Tektorialmembran aber relativ steif ist, werden die Stereovilli dadurch zur Seite bewegt. Um dir das ganze bildlich besser vorstellen zu können, kannst du ja mal "Cortisches Organ" bei Google-Bilder suchen.

Die Spitzen der Stereovilli sind mit kleinen Fäden verbunden (Tip-Links). Am Ende dieser Fäden sitzen Ionenkanäle. Geraten diese Fäden nun durch das Umknicken der Stereovilli unter Spannung, öffnen sich die Ionenkanäle und es findet eine Depolarisation der Membran statt. Hier entsteht zwar noch kein Aktionspotential, aber durch die Depolarisation wird am anderen Ende der Haarsinneszelle (im Grunde eine Synapse) ein Transmitter ausgeschüttet. Diese Transmitterausschüttung bewirkt dann eine Signalweiterleitung an den Hörnerv, welcher das Ganze ans Gehirn weiterleitet.

Ich hoffe, das war verständlich =)

...zur Antwort

Herzlichen Glückwunsch, du hast den Kreislauf des Lebens entdeckt =)

Natürlich verschwindet die Energie nicht, sondern wird bloß umverlagert.

Beispielsweise läuft eine kleine Maus durch den Wald und knabbert an ein paar Würmern. Die Würmer haben ja auch einen hohen Kalorien(=Energie-)Gehalt. Bezogen haben die Würmer ihre Energie aus den Pflanzen, welche die Energie direkt aus der Sonnenstrahlung tanken.

Jetzt gerade kommt aber ein fieser Fuchs und frisst die arme Maus. Die Energie, die vorher in den Pflanzen, den Würmern, der Maus steckte, bekommt jetzt der Fuchs. Blöderweise war das sein letztes Mahl, denn er verstirbt kurz darauf an Altersschwäche.

An diesem Punkt kommen wir deiner Frage näher. Der Körper des Fuchses verrottet langsam und wird nach und nach von kleinen Mikroorganismen zersetzt. Diese zerkleinern durch chemische Reaktionen die organischen Bestandteile des Kadavers und erhalten dabei Energie, die in Form von chemischer Energie gespeichert war. Das nutzen sie dann um Stoffwechsel zu betreiben und selbst zu wachsen und sich zu vermehren. Man nennt diese Mikroorganismen Destruenten.

Diese Destruenten produzieren Stoffe, die dann von anderen Organismen, zum Beispiel Pflanzen, genutzt wird um Biomasse aufzubauen (=Pflanzenmaterial). Diese Biomasse wird dann wieder zum Beispiel von Würmern gefressen, womit sich der Kreis schließt.

Im Physikunterricht hast du ja bestimmt auch gelernt, dass bei Energieumwandlungen immer ein Teil Energie in Form von Wärmeenergie aus dem System entweicht. Das ist hier genauso. Da aber die Sonne immer weitere Energie nachliefert funktioniert dieser Kreislauf, solange die Sonne brennt, noch einwandfrei.

An sich schon eine tolle Sache, nicht wahr? =)

...zur Antwort

Was wenn.... (Virus/Bakterien,usw.)

Naja erstmal hallo liebe community! :)

Ich hab ne Frage die erstmal ganz Sinnlos erscheint, aber ich würde trotzdem gerne antworten haben weil es eigentlich nicht kompletter Müll ist, sondern sogar eventuell möglich wäre.Also bitte nicht löschen bis ich ein paar aufklärende antworten habe :D

Letztens im Bio Unterricht hatten wir einen Film geguckt über ''killer-Bakterien'', dann hatte unsere Bio Lehrerin gesagt das es möglich wäre dass sich die Bakterien oder auch Viren so weiterentwickeln das sie immer stärker werden,immun gegen Heilmittel und sich eventuell einige Bakterienarten sozusagen ''verbinden'' und zu einer neuen,stärkeren Art werden.

Mir fiel der Bio Unterricht ein! Was wäre wenn es irgendwann passiert das zwei exotische Bakterien/Viren oder sogar mehrere sich 'zusammenschließen'' und sich dann so ein Virus oder eine Bakterie ergibt das in den Menschen eindringt, dann erfolgt die Inkubationszeit damit es sich ausbreiten kann und dann wenn der Körper dann übernommen ist, bekommt der Infizierte Mensch, eine Art ''Wut'' ,also irgendeinen Drang der ihn dazu treibt seine ''Speisekarte'' zu ''erweitern'' ,also im Grunde genommen zum Kannibalismus treibt , auch wenn kein wirklicher Hunger besteht.

Was meint ihr dazu?Wäre es rein theoretisch möglich? Und was würdet ihr machen falls so ein Virus entstehen würde und dazu auch noch hoch ansteckend wäre (über Atemwege/Berührung mit infizierten)

Vielen Dank falls es Antworten gibt :)

Das ist außerdem eine NICHT ergooglebare Frage, KEINE Spaßfrage und KEINE Umfrage

MfG ^^

...zur Frage

Ahoi,

Neo aus der Matrix hat es schon vollkommen richtig beschrieben.

Rein theoretisch wäre es Möglich, dass sich so ein Bakterium entwickelt, welches so speziell in unseren Stoffwechsel eingreifen kann, dass unser Hormonsystem / Transmittersystem aus den Fugen gerät und veränderte Hormonausschüttungen eine starke Verhaltensänderung bewirken.

Einen Virus, der genau das verursacht gibt es schon. Die Lyssaviren, die Tollwut auslösen. Jedoch kommt es hier zu genau dem Fall, den Neo schon beschrieben hat. Bei einer Infektion kommt es praktisch niemals vor, dass nur ein Aspekt des Stoffwechsels oder eine Körperfunktion betroffen ist. In allen mir bekannten Fällen von Infektionen zeigen sich diverse Auswirkungen auf den Organismus. So kommt es auch bei Tollwut in vielen Fällen zu einer Hirnhautentzündung, wodurch der Organismus ohne Behandlung verstirbt.

Da sich Bakterien nicht zielgerichtet entwickeln und unsere Stoffwechselfunktionen alle ineinander übergreifen bzw. sich gegenseitig beeinflussen ist es praktisch unmöglich, dass sich ein Bakterium oder Virus entwickelt, der wirklich nur zur Auswirkung hat, dass sich unser Hunger bis ins unermessliche steigert.

...zur Antwort

Moin,

grundsätzlich gilt:

  • Je komplexer der Organismus, desto anfälliger für Krankheiten.

  • Kein Organismus ist Immun gegen alle Krankheitserreger.

Die am wenigsten anfälligen Organismen dürften Bakterien, bzw. Archaen sein. Aber auch die sind keinesfalls immun "gegen alles". Da gibt es Prionen, Antibiotika, Viren und und und. Selbst wenn du irgendwann mal einen Organismus hat, der keine Angriffspunkte für bisher existierende Feinde hat, wird da relativ zügig nachgerüstet.

...zur Antwort

Moin,

ich hatte mal einen eingeklemmten Nerv links unter den Rippen.

Der Schmerz war anfangs nicht schlimm, ist aber über 3 Tage stetig stärker geworden bis ich fast umgekippt bin. Bei meinem Hausarzt hab ich dann eine Spritze bekommen und innerhalb von 15 min war alles wieder in Ordnung.

Ob das bei dir genauso funktioniert kann ich natürlich nicht versprechen aber wenn du bemerkst, dass es schlimmer wird, lohnt aufjedenfall ein Gang zum Arzt.

Gute Besserung =)

...zur Antwort

Die Auswirkungen dieser Bakterien spürst du sehr wohl.

Allerdings musst du dir hier klarmachen, wie das mit dem "spüren" überhaupt abläuft.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten etwas wahrzunehmen. Ein Beispiel dafür wäre dein Tastempfinden. Das funktioniert unter anderem über sogenannte Mechanorezeptoren. Das sind Zellen, die registrieren, wenn Druck / Kraft auf sie wirkt und diese Information ans Gehirn weiterleiten. Da die Bakterien aber nunmal viel kleiner sind als diese Zellen lösen sie auch keine Reaktion aus. Ähnlich wie wenn ein Staubkorn auf deiner Haut landet. Das bemerkst du ja auch nicht ;)

...zur Antwort

Ahoi,

im Grunde hat vivianSommer recht, das Gehirn ist kein Musekgewebe und pulsiert nicht eigenständig.

Allerdings ist uns ja bekannt, dass das Gehirn einen enormen Sauerstoff- und Glukoseverbrauch an den Tag legt. Und wie kommen diese Stoffe zu den einzelnen Hirnarealen?

Genau - Blutgefäße! =)

Und diese pulsieren nuneinmal im Rythmus des Herzens. Daher kann es auf den ersten Blick (und bei schlechten Requisiteuren) auch mal dazu kommen, dass es so aussieht als würde ein Gehirn pulsieren.

...zur Antwort

Zitiert von netdoktor.de. Meiner Meinung nach eine schöne und ausführliche Erklärung.


Juckreiz (Pruritus) ist eine Empfindung der Haut, die Kratzen zur Folge hat. Beteiligt ist der Botenstof Histamin, der auch bei allergischen Reaktionen eine Schlüsselrolle spielt, sowie eine veränderte Durchblutung der Haut.

Beim gesunden Menschen entsteht Juckreiz meist durch Kontakt mit chemische Substanzen oder Berührungen. Er tritt aber auch bei Parasitenbefall, Allergien, während der Schwangerschaft, im Alter, bei behinderter Talgausscheidung sowie als Begleiterscheinung bei Hautkrankheiten auf.

Innere Erkrankung wie Diabetes, Gallenstau, Leberfunktionsstörungen oder Leukämie können ebenfalls Juckreiz auslösen, da sie die Konzentration von Billirubin, dem Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffs, im Blut erhöhen. Ferner gibt es auch psychogenen Juckreiz bei psychiatrischen Erkrankungen.

Die Kratzeffekte führen zu weiterer Hautschädigung.


...zur Antwort

Hi JackyDaniels2,

ich gehe hier davon aus, dass du damit meinst, dass sich das menschliche Gehirn in der Kindheit und Jugend noch stark verändert und ab welchem Alter alle Verschaltungen gesetzt und Areale ausgebildet sind.

Das ist eine Vorstellung, die schon seit knapp 10 Jahren überholt ist.

Zwar finden in der Kindheits- und Jugendphase deutlich stärkere Veränderungen im Gehirn statt als im Erwachsenenalter und auch die Lernfähigkeit ist noch deutlich höher aber grundsätzlich verharrt dein Gehirn niemals im Ruhezustand. Entgegen der Meinungen von vor 8-10 Jahren weiß man heute, dass auch neue Nervenzellen nachgebildet werden können. Diese Fähigkeit geht auch nicht im Erwachsenenalter verloren.

Viel wichtiger als diese neuen Nervenzellen sind allerdings neue Verschaltungen. Dein Gehirn ist bis zum Tod ständig im Umbau. Die Nervenzellen bilden neue Verknüpfungen aus, bestehende Verknüpfungen werden verstärkt, können abgeschwächt werden oder auch ganz verschwinden. Je nachdem wie stark du die jeweiligen Hirnareale nutzt desto höher ist auch das Maß an neuen Verschaltungen, die dort gebildet werden.

Falls das deine Frage nicht vollständig beantwortet solltest du sie ein wenig konkretisieren, dann kann man auch spezifischere Antworten geben =)

Schönen Mittwoch noch und LG

...zur Antwort

Jein.

Sie werden am Axonhügel miteinander verrechnet, allerdings ist das kein binäres System. Es gibt nicht nur EPSP = +1 und IPSP = -1 sondern größere Unterschiede.

Je nachdem wie stark die synaptische Bahnung ist, findet eine stärkere oder schwächere postsynaptische Erregung / Hemmung statt. Deine Nervenzelle kann also ein sehr starkes EPSP und ein schwaches IPSP gleichzeitig empfangen. Am Ende kommt ein abgeschwächteres EPSP am Axonhügel an.

Zusätzlich dazu musst du die räumliche Summation beachten. Es kommt immer darauf an, wo die erregenden / hemmenden Synapsen sitzen und wann sie feuern. Eine EPS, das von einer Synapse direkt neben dem Axonhügel entsteht, braucht natürlich weniger Zeit um das Potential bis zum Hügel weiterzuleiten als eine hemmende Synapse, die irgendwo auf einem Dendriten sitzt.

Nur wenn EPSP und IPSP gleich stark sind und gleichzeitig am Axonhügel eintreffen gleichen sie sich komplett aus. Ansonsten wird es bloß verrechnet und das Nettopotential in Aktionspotentiale umgewandelt.

Hoffe, das war verständlich =)

...zur Antwort

Moin,

Du lernst und verstehst mit deinem Gehirn.

Dabei gibt es verschiedene Zentren, Areale und Systeme, die verschiedene Aufgaben übernehmen. Wie effektiv diese Systeme arbeiten hängt von mehreren Faktoren ab wie zum Beispiel deiner genetischen Veranlagung, deinen Erfahrungen und zu großen Teilen inwieweit du die jeweiligen Hirnareale genutzt / trainiert hast.

Ob es dir leicht oder schwer fällt einen Algorithmus zu verstehen kann dann zusätzlich von deinem Charakter abhängen. Bist du jemand, der sehr ehrgeizig und optimistisch ans Lernen geht wird es dir sicher leichter fallen als wenn du schnell aufgibst und pessimistisch durch's Leben wanderst.

Du siehst also, es gibt so viele Faktoren, die auch über 2-3 Ecken das Lernen beeinflussen, dass man sie nicht einfach alle in einer Liste aufführen könnte

...zur Antwort

In der Interphase 1

Die ist manchmal nicht direkt als Phase gekennzeichnet.

...zur Antwort

Die Wirbeltiere stammen von den Chordatieren (Chordata) ab.

...zur Antwort

Moin,

für eine Wasserstoffbrückenbindung werden zwei Dipole benötigt, wobei einer der beiden "Verbindungspunkte" ein Wasserstoffatom mit positiver Partialladung ist.

Das kann zwischen zwei Molekülen (zum Beispiel beim Wasser) oder auch in einem größeren Molekül (DNA) stattfinden.

Entsteht eine ähnliche Bindung zwischen zwei Dipolen aber ohne Beteiligung von Wasserstoff, hast du eine Dipol-Dipol Bindung. Diese ist schwächer als die Wasserstoffbrückenbindung, da Wasserstoff aufgrund seiner sehr schwächlichen Elektronegativität eine sehr starke Partialladung ausbilden kann und damit die Dipol-Dipol Bindung verstärkt.

Ich hoffe das war halbwegs verstädnlich =),

LG

...zur Antwort

Ich weiß, dass du diese Antwort gar nicht hören möchtest aber ich konnte es mir einfach nicht verkneifen...

100% sind Quatsch

50% sind Quatsch

Jede Prozentangabe ist Quatsch!

Mir ist klar, dass viele Menschen, vor allem, wenn Neurowissenschaften nicht zum Fachgebiet gehören, eine einfache, klare und simple Antwort auf diese Frage haben möchten und das kann ich voll und ganz nachvollziehen.

Aber wenn man da mal etwas genauer ins Detail geht, fällt direkt auf, dass es da mehrere Unklarheiten gibt.

100% von was?

100% der vorhandenen Hirnareale sind im Verlauf eines Tages aktiv?

Oder ist damit gemeint dass 100% der potentiellen Möglichkeiten ausgeschöpft werden?

Was ist denn dann mit den Menschen, die ganze Bücher auswendig aufsagen können?

Die haben die gleichen Hirnareale wie Menschen, die keine ganzen Bücher auswendig lernen können. Nutzen die dann 250% ?!

Nein... Denn jede Prozentangabe der Nutzung unseres Gehirns ist absolut unwissenschaftlich. Mann kann keine seriösen Angaben dazu machen.

Genau genommen ist jede Antwort, die hier gegeben wurde falsch. Allerdings sollte man dabei im Hinterkopf behalten für welchen Zweck diese Info benötigt wird. Wenn es für einen Roman benötigt wird, der wenig Wert auf seriöse Wissenschaft legt, ist es vollkommen okay, wenn man da mal mit ein paar Zahlen um sich wirft. Aber dann sollte man sich bewusst sein, dass man hier nicht mit wissenschaftlichen Fakten jongliert sondern sich auf dem Niveau einer Boulevardzeitung befindet.

Es gibt schlicht und einfach keine Prozentangabe, die man für die (kognitive) Nutzung des Gehirns angeben kann. Das Gehirn verändert sich mit jeder Sekunde, mit jeder Erfahrung, mit jedem Gedanken. Einige Bereiche sind über Monate hinweg inaktiv, andere jede Sekunde aktiv.

Ich hoffe, es ist trotzdem klar geworden, was ich damit aussagen wollte.

Lieben Gruß,

...zur Antwort

Hallö,

die kleinen Weidenkätzchen entstehen ja schon in den kälteren Monaten zu Jahresbeginn.

Und was machen wir, wenn uns kalt ist?

Wir besorgen uns einen warmen, flauschigen Schal =)

Den gleichen Effekt haben die Samthaare der Weidenkätzchen. Wobei natürlich auch andere Pflanzen Haare zur Kälteschutz verwenden, diese sind dann aber in aller Regel nicht so flauschig wie die, der Weiden.

...zur Antwort

Ziel deiner Hausaufgabe ist ein eigentlich sehr bekannter Versuch, den man gut zuhause durchführen kann.

Du brauchst:

  • Eine Glasflasche mit breiterer Öffnung
  • Ein gekochtes, gepelltes Ei
  • Streichhölzer (alternativ gehen auf einige Papierfetzen + Feuerzeug)

Zuerst Ei kochen und pellen. Danach zündest du mehre Streichhölzer auf einmal an und lässt sie schnell in die Flasche fallen. Direkt danach, während die Hölzer in der Flasche noch brennen, setzt du das Ei auf die Flaschenöffnung.

Du kannst jetzt beobachten, wie das Ei, wie von Geisterhand, in die Flasche gesaugt wird. Ist es zu weich gekocht und der flaschenhals zu eng, kann es auch mal platzen.

...zur Antwort

Schau mal, was ich da bei Wikipedia gefunden hab ;)

Glyphosat blockiert das Enzym 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSPS), das zur Synthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tryptophan und Tyrosin über den Shikimatweg benötigt wird. Grund für die Blockade ist die chemische Ähnlichkeit von Glyphosat mit Phosphoenolpyruvat (PEP), dem regulären Substrat der EPSPS.Glyphosat ist der einzige bekannte Herbizidwirkstoff, der effektiv EPSPS blockiert.

Die drei genannten Aminosäuren benötigen Pflanzen um wichtige Proteine und Enzyme zu synthetisieren. Normalerweise reguliert Phosphoenolpyruvat die Synthese der drei Aminosäuren. Da Gylphosat sehr ähnlich aufgebaut ist die Phosphoenolpyruvat zeigt es eine vergleichbare Wirkung und bringt alles durcheinander. Auf kurz oder lang wirkt es demnach als Herbizid (Pflanzengift).

Hoffe, dadurch ist alles klar geworden =)

...zur Antwort

In Chemie reichen gute Grundkenntnisse. Je nach spezialisierung könnte es dann auch etwas tiefer gehen.

Für Physik solltest du schon gute, fortgeschrittene Kenntnisse haben. Wenn du zurzeit auf einer 3 stehst, solltest du dich in Zukunft eher in Richtung 2 als 4 bewegen ;)

Ich habe jetzt als nicht-Physik-Student 3 Semester Physik-Kurse (Experimentalphysik Vorlesung + Praktikum und Astronomie) belegt und da kamen so grausame schreckliche, seitenlange Rechnungen vor, das kannst du dir nicht vorstellen! :D Ich hatte Mathe Grundkurs in der Schule und stand ebenfalls immer auf ~3. Ab der zweiten Mathevorlesung (wirst du bei Chemie und Physik höchstwahrscheinlich auch belegen müssen) hatte ich noch nie etwas von dem gehört, wovon die da erzählt haben aber mit ein wenig (Mehr-)Arbeit bekommt man das schon hin.

Chemie und meiner Meinung nach noch mehr die Physik sind zwei wahnsinnig spannende Naturwissenschaften! Lass dich von der Mathematik nicht einschüchtern. Machbar ist es auf jeden Fall und nach den ersten Semestern wirst du das, was du an Mathematik benötigst auch können =)

...zur Antwort

Die Systematik der Tiere ist kein 100% terminiertes Gebiet.

Je nach Lehrbuch oder Prof. gibt es da immer mal kleine Abweichungen. Wenn man einen Stammbaum oder eine systematische Einteilung betrachtet sollte man immer im Kopf haben, dass es da eventuell auch andere (begründete) Interpretationen gibt.

Ich persönlich würde Hasen aber ganz klar zu den Kleinsäugern zählen.

Egal für welchen Fall du dich entscheidest, in manchen Augen wird es falsch, in manchen richtig sein. Bleib stark und setz dich einfach durch ;)

...zur Antwort

Hallo Fine,

Enzyme sind die Motoren des Stoffwechsels. Wie der Name schon sagt, werden dabei Stoffe (Substrate) in andere Stoffe (Produkte) umgewandelt. Vieler dieser chemischen Reaktionen laufen allerdings nicht von alleine ab, sondern benötigen eine Aktivierungsenergie.

Enzyme sind Proteine, die in der Lage sind dafür zu sorgen, dass weniger Aktivierungsenergie benötigt wird um das Substrat in das Produkt umzuwandeln.

Ein Beispiel dafür findest du in den Mitochondrien deiner Zellen. Hier findet Stoffwechsel der Extraklasse statt. Die Nahrung, die du zu dir genommen hast wird hier Schritt für Schritt umgewandelt. Zum Beispiel Pyruvat, welches durch das Enzym Pyruvat-Dehydrogenase zu Acetat umgewandelt wird.

Ohne dieses Enzym könnte die Reaktionsschleife nicht mehr stattfinden und der Stoffwechsel in den Mitochondrien würde zum erliegen kommen.

Ich hoffe, dadurch ist es ein wenig klarer geworden =)

...zur Antwort

Hallo LaraSophie,

da du nicht angegeben hast an welcher Uni du studierst und die Lehrpläne nicht deutschlandweit genormt sind kann ich dir leider nur berichten, wie das an meiner Uni abläuft.

Gute Grundkenntnisse in Chemie sind für die Biologie unabdingbar. Viele Zusammenhänge werden erst klar, wenn man auch die chemischen Hintergründe versteht. Du brauchst dir da aber in der Regel wirklich keinen Kopf machen! Meistens gibt es Vorkurse (du schreibst, für Bio nicht aber vielleicht gibt es ja einen für Chemie) und in den Chemievorlesungen gehen die Dozenten natürlich nicht davon aus, dass jeder von euch schon ein absoluter Chemie-Crack ist.

Ihr bekommt Literaturtipps, Einführungen in die Grundlagen und vermutlich auch ein Praktikum in organischer und anorganischer Chemie. Das kann, vom Protokolle schreiben mal abgesehen, auch viel Spaß machen! ;)

Falls du vorab schonmal ein wenig schmökern möchtest gibt es mehrere gute Bücher. Allerdings scheiden sich da die Geister. Das von deinem Prof. hochgelobte Standardwerk kann in deinen Augen auch völlig nutzlos und schlecht erklärt sein. Ich würde dir empfehlen erstmal in der Unibibliothek ein paar Exemplare auszuleihen und da reinzuschauen.

Zwei der bekanntesten sind der Riedel und der Mortimer.

Den Riedel mochte ich überhaupt nicht. Mit dem Mortimer bin ich deutlich besser zurechtgekommen.

Vielleicht entdeckst du durch diesen Studiengang ja sogar plötzlich eine versteckte Leidenschaft für Chemie ;)

Viel Spaß beim Studienbeginn!

...zur Antwort

Hi,

das ist ein sehr komplexes Thema und es gibt eine Menge Erklärungs- und Untersuchungsansätze.

In Kurzform:

Unser Gehirn ist leider nicht so gebaut, dass wir unendlich viele Sinneseindrücke gleichzeitig verarbeiten können. Die "Rechenkapazität", ähnlich wie beim Computer, reicht einfach nicht aus. Deswegen hat jeder Mensch Filter im Gehirn. Die selektieren die wichtigen Sinneseindrücke heraus und leiten sie weiter an dein Bewusstsein.

Von dem, was in deiner Umwelt passiert nimmst du nur einen Bruchteil wahr. Ein Teil der Informationen, die es bis ins Gehirn schaffen nimmst du bewusst wahr, der andere Teil bleibt im Unterbewusstsein, kann also Reaktionen hervorrufen, die du gar nicht bemerkst.

Sinn und Zweck des Ganzen ist es, dass du dich auf wichtige Dinge konzentrieren kannst und nicht von banalen Informationen abgelenkt wirst.

...zur Antwort

Moin,

Rekombination wie bei lebendigen Zellen gibt es bei Viren nicht. Jedenfalls nicht in dieser Form. Dennoch können durch Doppelinfektion rekombinierte Phagen entstehen.

Bei diesem Vorgang wird eine Wirtszelle zeitgleich von Phage Nr. 1 und Phage Nr. 2 infiziert. Beide schleusen ihre DNA in das Zielgenom, wo dann gewissermaßen eine Rekombination stattfindet. Bei der Expression der neuen Phagen entsteht dann eine Form, die Gene von Phage Nr. 1 sowie Phage Nr. 2 enthält.

Hoffe, das hat die Frage beantwortet =)

...zur Antwort

Ich weiß nicht, ob es dafür einen praktischen Nutzen gibt aber ich find's cool =)

Obwohl ich keine grapheme Farbsynasthesie habe verbinde ich die Zahl 4 immer mit Blau und die 7 immer mit Rot. Es gibt auch noch ein paar mehr von diesen Assoziationen und jede davon empfinde ich persönlich als Bereicherung.

Vielleicht kannst du es ja ebenfalls einfach als deine persönliche Denkweise betrachten und dich darüber freuen, dass ein Buchstabe bei dir nicht bloß ein Buchstabe ist und du mehr darin siehst.

Eine andere Möglichkeit, den Nutzen darin zu erkennen, wäre die Wissensvermittlung. Ich wusste vorher nichts über eine offizielle Bezeichnung der Farbassoziation von Buchstaben oder Zahlen. Durch dich hab ich wieder was gelernt.

Danke =)

...zur Antwort

Völlig ungefährlich.

Selbst wenn du dein Getränk mehrere Monate lang in dem Messingkelch lagerst, werden nur einige wenige Zink und Kupferionen im Alkohol gelöst. Die sind nicht schädlich und können gegenenfalls sogar hilfreich sein.

Zink und Kupfer sind Spurenelemente, die dein Körper in sehr geringen Mengen sowieso benötigt.

Also Prost!

...zur Antwort

Hi,

natürlich ist das immer etwas heikel ohne Zusammenhang und Hintergrund eine passende Definition zu liefern aber in diesem Fall gehe ich davon aus, dass der Übergangszustand einen Zustand eines Enzyms beschreibt, bei dem das Enzym zwar schon teilweise aktiviert wurde aber noch nicht vollständig einsatzbereit ist.

Manche Enzyme benötigen ja mehrere Faktoren um von der inaktiven in die aktive Form umgewandelt zu werden.

Eine lockere Bindung würde ich in dem Zusammenhang als eine Bindung zwischen Enzym und Substrat bezeichnen, die nicht gerade von Standhaftigkeit geprägt ist. Das Substrat kann also ohne gravierende, äußere Einwirkung von der Bindestelle am Enzym gelöst werden. Das Gegenbeispiel wäre eine Substrag-Enzym Bindung, die nur durch zusätzliche Enzyme gelöst werden kann.

...zur Antwort

Moin,

der Knackpunkt, der dir bei deinen Überlegungen fehlt ist die tRNA und das zugehörige Enzym Aminoacyl-tRNA-Synthase (AARS).

Wir befinden uns bei folgendem Szenario in einem Ribosom. Die mRNA wurde schon aus dem Zellkern translatiert und ist bereit für die Translation.

Die tRNA ist im Grunde ein kurzes Stück RNA mit 3-4 Schleifen und einer Rezeptorstelle für die jeweilige Aminosäure. Eine der Schleifen trägt drei Nukleotidbasen, die das Anticodon zur mRNA stellen. Für die (An-)Bindung der Aminosäure wird dann das AARS Enzym benötigt.

Wenn ich mich nicht irre, müsste es demnach für jede Aminosäure ein passendes tRNA-Molekül geben.

Hoffe, das konnte weiterhelfen.

LG

...zur Antwort

Entzug von Canabis! Hilfestellung bitte!

Hallo Leute

Ich und meine Freundin machen seit 1ner Woche ca. nen Entzug zu hause ohne Ärztliche unterstützung nach 3-1/2 Jahren Rauchens.... nun ist Sie an einen Punkt angelangt wo sie Meint das es nicht Mehr weiter gehen Würde und ich möchte ihr helfen denn ich komme ganz gut mit dem Entzug zu recht.... Sie hat schweiss ausbrüche und denkt Pausenlos ans Rauchen und weiss nicht wie es besser werden soll.... wobei ich sagen muss das ich die 7 Tage komplett jetz durchgezogen hab und denke das ich es Fast überstanden habe... Sie hingegen hat nach dem dritten tag einen kleinen naja Rückfall gehabt und 2 Köpfe geraucht zur Beruhigung.... ich Möchte Ihr helfen doch weiß nicht Wie, deswegen wende ich mich hier an euch villt habt Ihr (natürlich nicht alle) aber einige siche auch schon damit zu kämpfen gehabt und wusstet nicht mehr weiter.... also wie habt ihr es letztendlich doch noch Geschafft? was hat euch angetrieben den DRECK zu lassen? was war eure Motivation? Ablenkungsmöglichkeiten? irgentwelche anderen Tipps noch? Bitte Helft Mir und somit ihr ! denn sie sitzt nur noch traurig da und weiss nicht mehr wie sie es schaffen soll und ich möchte nicht das sie dadurch noch irgentwie ne Psychose Entwickelt oder der gleichen!

haut in die Tasten und lasst mich Teilhaben an Eurem Erfolg! ich weiss auch das es villt nicht die richtige seite ist für solche Fragen aber da es ne Frage ist versuche ich hier ne Antwort zu bekommen.... danke das ihr euch die Zeit zum Lesen Genommen habt ich freu mich über jede Hilfe! Danke

...zur Frage

Die beschriebenen "Entzugserscheinungen" sind im höchsten Fall psychosomatisch. Dadurch, dass sie sich einredet, es nicht zu schaffen und dass es so schwer wäre bildet sie sich so stark etwas darauf ein, dass sie tatsächlich körperlicher Reaktionen auslösen kann. Allerdings sind diese weitaus weniger Gefährlich als echte Entzugserscheinungen. Sie wird keine Schäden davontragen wenn sie einfach aufhört das Zeug zu konsumieren. THC macht nicht körperlich abhängig und erzeugt beim Entzug keine körperlichen Entzugserscheinungen.

Das bedeutet nicht, dass man das komplett runterreden sollte. Der psychische Stress, der dadurch entstehen kann sollte dennoch ernstgenommen werden. Depressive phasen (keine Depressionen!), Antriebslosigkeit und schlechte Laune können da ganz schön belastend sein. Die beste Möglichkeit mit diesem fertig zu werden, wenn man sich alleine nicht gewachsen fühlt, ist eine Entzugstherapie. Wenn du ihr helfen möchtest rede mit ihr darüber und versuch sie dazu zu bringen sich für diese Idee zu öffnen.

Viel Erfolg und nehmt's nicht so dramatisch =)

...zur Antwort

Moin

Die Refraktärzeit gliedert sich in zwei Abschnitte. Die absolute und die relative Refraktärzeit. Während der absoluten Refraktärzeit kann keine weitere Information in Form eines Aktionspotential weitergeleitet werden. Während der relativen Refraktärzeit schon, allerdings mit einer Einschränkung. Das Membranpotential liegt während dieser Zeit unterhalb des Ruhepotentials. Es bedarf also einer stärkere Depolarisation der Membran um den Schwellenwert zu erreichen und eine neue Informationsweiterleitung einzuleiten.

...zur Antwort

Ahoi,

Nachteile geschlechtlicher Fortpflanzung:

  • mögliche Krankheitsübertragung
  • Suche nach Paarungspartner kostet Zeit und Energie (in vielen Fällen Konkurrenz)

Nachteile ungeschlechtlicher Fortpflanzung:

  • Keine Rekombination -> Genetische Vielfalt sinkt.
  • Gendefekte werden langsamer ausgemerzt
  • Keine Freude am Sex :P
...zur Antwort

Hi Jenny,

der Stoffwechsel der Prokaryoten, also Atmung und / oder Gärung findet am, an und in der Zelle statt.

Je nachdem, was verstoffwechselt wird, gibt es zum Beispiel Enzyme, die in der Zellmembran sitzen und nach außen "heraushängen". Sogenannte Exoenzyme. Die können die potentiellen Energieträger (Fette, Kohlenhydrate usw.) schonmal "vorverdauen" wodurch sie dann leichter in den Zellinnenraum transportiert werden können.

In diesem Innenraum finden sich dann weitere Enzyme, die für den eigentlichen Stoffwechsel verantwortlich sind. Einige davon schwimmen frei herum, andere sind in der Membran verankert.

Wenn noch etwas unklar ist, weiterfragen :-)

...zur Antwort

Guck mal Hier

Da findest du, wenn du auf das Lautsprechersymbol klickst die richtige, Sprechweise.

Das Kälwin von prodigyKiller1 ist also schon ganz richtig =) Wenn man lustig ist, kann man bei der "Sprechschreibweise" auch noch ein zweites L hinzufügen --> Källwin.

Nicht verwirren lassen; unten ist nochmal ein Lausprechersymbol für die Aussprache von dem männlichen Namen Kelwin.

...zur Antwort

Wenn du echtes, ungesüßtes Kakaopulver aus den Niederlanden benutzt verwandelt sich die Pflanze nach 2-3 Wochen in eine Windmühle. Hab ich selbst schon mehrfach beobachtet.

Bei normalem Kakaopulver wird die Pflanze eingehen weil schlicht und einfach die Nährstoffe fehlen.

...zur Antwort

Yep, da gibt's auch noch andere Regeln:

  • Regel von Gloger (hohe Luftfeuchtigkeit -> starke Fell-/Federfärbung)
  • Regel von Hesse (kalte Umgebung -> großes Herz)
  • Regel von Rensch (kalte Umgebung -> mehr Haare)

Zusammen mit der Bergmannschen und Allenschen Regel bilden sie die 5 Ökogeographischen / Tiergeographischen Regeln. Die beiden von dir genannten sind dabei die bekanntesten.

Hoffe, das konnte weiterhelfen =)

...zur Antwort

Ahoi,

  • Uhrglastierchen
  • Springschwänze
  • Hornmilben
  • Mooswanzen
  • Baumschleichen (damit auch mal was größeres dabei ist ;))

Viel Spaß =)

...zur Antwort

Moin Alexey

Hast du eine Handynummer oder Emailadresse?

Habt ihr einen festen Treffpunkt / Zeitpunkt vereinbahrt?

Falls ja, schreib doch eine kurze Nachricht, dass du leider erst eine halbe Stunde später kannst / dir das Café XY lieber ist oder ähnliches und unterschreib mit deinem Namen. Mit etwas Glück unterschreibt er / sie bei der Antwort ebenfalls =)

Ps: No-Facebook-High5!

...zur Antwort

Ich finde es wirklich erschreckend, dass die letzten 10 (interessanten) Fragen, die ich hier gelesen habe alle den Satz "Bitte nicht löschen" beinhalteten..

Diese Plattform stellt eine wunderbare Möglichkeit um Fragen zu stellen und dazuzulernen. Viele dieser wirklich guten Fragen werden gelöscht. Sind hier nur Fragen nach Penisgrößen und Liebeskummer von 12 Jährigen erwünscht?

Aber zu deiner eigentlichen Frage:

Die Frage nach der Vorliebe zu Augenfarben könnte man zusammen mit anderen Vorlieben (Haarfarbe, Hautfarbe, Körperbau etc.) allgemein zu Vorlieben zusammenfassen. Das ist ein Thema, welches seit Jahren schon diskutiert wird (meiner Meinung nach zuwenig) und wo die Wissenschaft sich noch lange nicht einig ist. Deine Vermutung, dass es mit Erinnerungen und Assoziationen zu tun hat halte nich nur ich, sondern auch der Großteil der kognitiven Neurowissenschaftler für relevant. Die Psychologie hat da noch weitere Ansätze. Unter anderem, dass man automatisch Menschen mit Merkmalen attraktiv findet, die denen des Vaters widersprechen und eher denen der eigenen Mutter gleichen. Auch diesen Faktor halte ich für möglich. Eine exakte Antwort, warum man manche Dinge schön findet und manche eben nicht, kann ich dir leider nicht geben..

Bestimmt kennst du den Da Vinci Mann, mit den "perfekten Proportionen". Diese werden vom Großteil aller Menschen als attraktiv empfunden. Das hat zwar nichts mit Farbe zu tun aber trotzdem mit Vorliebe für bestimmte Merkmale. Meiner Meinung nach, liegt das am Aufbau und Funktionalität unserer Gehirns. Bei einer anderen Frage habe ich dazu schonmal etwas geschrieben. Vielleicht hilft dir das ja ein wenig weiter =)

http://www.gutefrage.net/frage/fugen-auf-dem-gehweg#answer73378211

Die Sache mit den geometrischen Formen könnte man ja sogar eventuell auch auf Farbe beziehen. Bestimmte Wellenlängen des Lichts (bestimmte Farben) erregen spezielle neuronale Muster, welche dann zu einem positiven Gefühl, einer positiven Berwertung führen. Ich zum Beispiel bin absoluter Grün-Fetischist und habe unter anderem meine Wohnung grün gestrichen. Jedesmal, wenn ich den hübschen Grünton meiner Wände anschaue muss ich automatisch grinsen und fühl mich ein Stück weit besser. Trotzdem hatte ich nie ein einschlagendes Erlebnis, welches mit der Farbe Grün zu tun hatte. Erinnerung und Assoziation alleine kann es also nicht sein.

Ich hoffe, das konnte wenigstens ein bisschen helfen =)

Lieben Gruß,

...zur Antwort

Ahoi,

gibt ja verschiedene Herangehensweisen bei diesem Phänomen. Aus biopsychologischer Sicht würde ich vermuten, das basiert darauf, dass das Gehirn ständig nach Mustern sucht. Da es in gewisser Hinsicht wie ein Computer aufgebaut ist, funktioniert es demnach auch nach festgelegten Mustern. Es versucht also nicht nur alle eingehenden Sinnesinformationen mit einem schon vorhandenen Muster zu vergleichen, sondern denkt auch in solchen, was sich in speziellen Verhaltensweisen äußert.

Eine davon wäre dann, dass es auf dem Gehweg festgelegte Felder erkennt und es automatisch sinnvoll erscheint auf diesen Feldern zu gehen anstatt die Begrenzungen zu ignorieren. Aus dem gleichen Grund kommt meiner Meinung nach auch unsere Vorliebe für geometrische Formen oder auch einfach Dinge beim Aufräumen ordentlich parallel zueinander auszurichten =)

...zur Antwort

Die Lysosomen sind einfach nur kleine, mit Enzymen und Proteinen gefüllte Vesikel mit Lipidmembran und innerem saueren Millieu. Außen auf der Membran sitzen zwar mehrere Proteine, diese stellen aber keine Bindungsmöglichkeit für das Eosin.

Keine Bindungsmöglichkeit -> Keine Färbung

...zur Antwort

Stell dir eine kilometerlange Strickleiter vor. Ein kleiner Abschnitt davon, vielleicht so einige Meter, sind ein Gen.

Jetzt wird die Strickleiter gezwirbelt. Der Strang, der dadurch entsteht, wird nochmal wie ein Telefonkabel spiralisiert. Dadurch ist die Länge schonmal enorm verkürzt aber blöderweise ist die Leiter immernoch zu lang um in den kleinen Zellkern zu passen. Deshalb wird das ganze systematisch weiter zusammengeknäult. Dann setzen sich noch ein paar Kugeln dazu, um die das ganze gewickelt wird. Danach gehts direkt weiter mit dem spiralisieren bis du irgendwann ein wirklich kurzes Stück hast, dass wenn man es wieder entwirrt, mehrere Kilometer lang wäre. Setzt man jetzt zwei von diesen sehr kurzen Stücken nebeneinander und verbindet sie in der Mitte entsteht in etwa die bekannte X-Form. Das ist dann dein Chromosom =)

...zur Antwort

Das braucht man in der Botanik für die Artbestimmung.

Die Art der Frucht (Hülse, Schote, Nuss, Kapsel etc.) ist eines von vielen weiteren Indizien die bei einer Bestimmung mit Bestimmungsschlüssel Aufschluss über die systematische Zuordnung geben können.

...zur Antwort

Moin,

das, worum es hier geht sind

  • chemische Synapsen und
  • elektrische Synapsen

Die chemischen sind langsam und die elektrischen sind schnell. In der Schule lernt man in der Regel erstmal den Standardaufbau einer chemischen Synapse. Das ist das, mit den kleinem Endköpfchen und den Neurotransmittern (zum Beispiel Acetylcholin) die von der Prä-Synapse in den Synaptischen Spalt ausgeschüttet werden.

Bei elektrischen Synapsen hast du keine Neurotransmitter und auch keinen synaptischen Spalt. Hier liegen zwei Zellen dicht aneinandergedrängt. Zwischen den Zellen befinden sich kleine Öffnungen, sogenannte Gap-Junctions oder auch Poren, wodurch das Aktionspotential direkt an die nächste Zelle weitergegeben werden kann. Dadurch läuft die Signalübertragung schneller, ist aber auch schwieriger zu kontrollieren / regulieren. Beides hat also Vor- und Nachteile.

Im Nervensystem findest du überwiegend chemische Synapsen. Elektrische kommen in bestimmten Muskelgruppen vor. Im Herzen spielen sie eine sehr wichtige Rolle.

Hoffe, das konnte helfen =)

...zur Antwort

Moin moin,

mit dem Thema habe ich mich auch lange beschäftigt und hier ebenfalls eine Frage gestellt. Es gab wirklich tolle Antworten!

http://www.gutefrage.net/frage/frage-zum-zufall

Eine der wichtigsten Dinge, die ich daraus mitgenommen habe war, dass man sehr vorsichtig sein muss bei der Definition vom Zufall. Ich habe ihn mir immer so definiert, dass es ein Ereignis ohne kausale Vorgeschichte ist. Diesen Fall findet man, soweit ich nun weiß nur in der Quantenmechanik. Ein Zufall in der makroskopischen Welt existiert nur, wenn man ihn als relativ besetzten Begriff definiert und nicht absolut. Aus einer bestimmten Sichtweise kann etwas also als "zufällig" angesehen werden bwohl es Ereignisse gab, die zu diesem "Zufall" geführt haben. Das Beispiel in einer der Antworten basierte auf zwei vergebenen Telefonnummern. Zwei Leute an verschiedenen Orten der Erde bekommen die gleiche Nummer zugewiesen. Man kann dieses Ereignis als Zufall betrachten, da es zwar Gründe gab, die dazu geführt haben (die Nummer, die sie bekamen wurde vom Computer generiert) jedoch besteht zwischen den Gründen kein Zusammenhang.

Schlussendlich sollte man sich meiner Meinung nach damit abfinden, dass Zufall ein von Menschen erdachtes Wort für ein Phänomen ist, bei dessen genauerer Definition Probleme auftreten. Wir beschreiben ja kein konstantes Naturgesetz =)

...zur Antwort

Orientierungsmechanismen

Luftdruck --> Zur Höhenbestimmung

Infraschall --> Gebirge werden so erkannt oder das Brandungsgeräusch gehört

Geruchsvermögen --> Schwer zu erklären, Fähigkeit zu Orientierung geht aber bei Mauerseglern bei Zerstörung der Nase verloren

Magnetfeldorientierung --> Vögel nutzen den Inklinationswinkel (Unterscheidung zwischen pol- und äquatorwärts)

Sonnenkompaß --> Es wird ein bestimmter Winkel zur Sonne eingehalten, die Bewegung der Sonne im Tagesablauf wird mit berücksichtigt. Zum Äquator hin ändert sich der Winkel pro Zeiteinheit weniger. Voraussetzung ist eine innere Uhr.

Polarisiertes Licht --> Das polarisierte Licht erlaubt eine Orientierung an der Sonne auch bei bedecktem Himmel

Sternenkompaß --> Erlernte Orientierung an der unterschiedlichen Rotation der Sterne, diese ist im Norden am geringsten

Wind --> Vögel erkennen Windstärke und -richtung, korrigieren die Drift erst am Ende eines Flugtages und können diese auch ohne Bezugspunkte (z.B. in der Wolken ) bestimmen

Landmarken --> Jungvögel lernen diese beim ersten Mitflug ( Bsp.: Staren) und behalten die Flugroute ihre Leben lang bei

Es werden immer mehrere Systeme nebeneinander verwendet, die sich gegenseitig korrigieren.

Die Fähigkeit zur Kompaßorientierung ist angeboren, ihre Leistungsfähigkeit wird aber erlernt.

http://www.biologie-online.eu/verhaltensbiologie/orientierung.php


Nicht alles davon wird beim Mauersegler vorkommen aber damit hast du schonmal einen guten Ansatz =) Dass du wenig zum Orientierungsvermögen des Mauerseglers findest liegt vielleicht daran, dass diese Fähigkeit bei allen Vögeln ähnlich strukturiert ist und es nicht über jeden einzlenen Vogel nochmal 250 Studien gibt. Beschränke dich doch da allgemein auf Orientierungsvermögen bei Vögeln und freu dich über jedes Detail, bei dem der Mauersegler erwähnt wird ;)

...zur Antwort

Würde gern ausführlicher Antworten aber muss gleich los zur Arbeit =(

Drei Beispiele sind mir bei deiner Frage direkt eingefallen. Zum einen ein Hund, über den eine schöne Doku berichtet hat. Der kleine Kerl lebte in einem Altersheim und konnte es spüren, wenn bald einer der Menschen dort sterben wird. Gezeigt hat er das indem er solange an der Tür des Menschen kratzte bis ihn jemand reinließ. Danach wich er bis zum Ende nicht mehr von der Seite der sterbenden Person. Das Phänomen wurde wissenschaftlich untersucht, konnte aber nicht bis ins Detail gelüftet werden. Man vermutete, dass die Menschen, die kurz vor ihrem Tod stehen spezielle Duftstoffe absondern, die der Hund mit seiner feinen Nase wahrnimmt. Seinen Reaktionen nach kann man darauf schließen, dass ihm sehr wohl bewusst ist, was diese Gerüche bedeuten und er eine gewisse "Anteilnahme" an der Situation nimmt.

Das zweite Beispiel war eine Affenmutter, dessen Kind verstorben ist. Auch lange nach dem Tod des Kindes blieb die Mutter bei ihm, berührte es zärtlich und trug es mit sich herum. Eine bewegende Szene, die mich auch lange darüber nachdenken ließ, wie Tiere den Tod sehen.

Das dritte Beispiel stammt ebenfalls aus einer Dokumentation über kognitive Leistungen bei Menschenaffen. Es ist ja bekannt, dass Schimpansen und einige andere Arten nach mehrjähriger Übung in der Lage sind, viele Begriffe der Menschlichen Sprache verstehen zu lernen. Da ihnen die anatomischen Mittel fehlen um diese Laute selbst zu produzieren kommunizieren sie über Bildertafeln. Als man einen Schimpansen dann das Bild eines toten, verwandten Artgenossen zeigte Antwortete er indem er auf verschiedene Bilder der Tafel zeigte:

Höhle, Dunkel, Familie.


Auf die schnelle konnte ich die Quellen gerade nicht raussuchen. Ich hoffe das konnte trotzdem helfen =)

...zur Antwort

Ich würde sagen da gibt es zwei Kategorien.

Zum einen Reinstoffe, die einfach eine größere Dichte besitzen als der Nagel

und zum anderen Stoffe, die zwar eine geringere Dichte besitzen aber durch ihre strukturelle Anordnung die Kraft beim Einschlagen des Nagels abfangen. Unter diese Kategorie würden auch die Papierrüstungen der alten Samurai fallen. Die bestehen quasi nur aus Papier und trotzdem hätte eine Nagelpistole keine Chance da durchzukommen. Alle Stoffe aufzuzählen, aus denen man durch strukturierte Anordnung eine nagelfeste Schicht aufbauen kann würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Ich hoffe, das konnte trotzdem helfen =)

...zur Antwort