Überwintern in Spanien? Wer kann mir Erfahrungen mitteilen?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Málaga! Dort hast du die mildesten Winter des spanischen Festlandes, die Stadt ist typisch Spanisch, die zweitälteste Stadt Westeuropas, hat das ganze Jahr über viel zu bieten.

Im Vergleich zu den Kanaren ist die Tageshöchsttemperatur im Winter leicht niedriger, allerdings sind die Nachttemperaturen auf den Kanaren milder.

Denoch: Málaga ist frostfrei. Und im im Vergleich zu Granada, was ja am Fuße der Sierra Nevada liegt ist es in Málaga im Winter deutlich wärmer.

Im Vergleich zum restl. spanischen Festland ist es im Málagas Winter (der mit einem deutschen Frühling bis Frühsommer vergleichbar ist) am mildesten.

Die schlimmste Winterwoche in Málaga ist in etwa wie die schlimmste Sommerwoche in Deutschland.

Normale Wintertemperaturen sind um die 20ºC, mit etwas Glück kommt man auch auf um die 25ºC. Höchsttemperatur (meist am nachmittag), wohlgemerkt. Sobald die Sonne weg ist wird es frisch. Aber wenn du z.B. einen windgeschützten Balkon hast kannst du praktisch den ganzen Winter durch im T-Shirt dort sitzen. Und die Strandbars sind voller Einheimische. Auch im Winter.

Die Einkaufsstraßen, Discos usw. sind im Winter brechend voll. Teilweise voller als im Sommer. Im Vergleich zum Sommer kann man sogar bei Tageslicht raus ;-) Auf Spielplätzen kann man kein Spiegelei braten, die Landschaft ist grün, Straßenbäume wie Orangenbäumchen sind voller Orangen oder sonstigen Blüten.

Die Nachttemperaturen im Winter sind um die 10-13ºC. Es fühlt sich durch die Lufttemperatur aber kühler an. Nur wenn es sogenannte Polarluftwellen gibt, geht das Termometer nachts auch mal an absoluten Ausnahmenächten bis etwa +5ºC runter. Das ist dann die Zeit, wo es in Deutschland 20ºC unter Null hat, oft aber nicht mal dann.

Im Winter hast du normal einen Temperaturunterschied zu deutschen Städten von zwischen 10 und 35ºC zu Gunsten Málagas.

Málaga ist knapp 3000 Jahre alt, die 2. Museumsstadt Spaniens, hat sehr sehr viel zu bieten und eine tolle gastfreundliche Atmosphäre und günstige Preise, wenn man rumschaut (man kann aber auch sehr teuer Essen gehen, wenn man will).

Ach ja: im Vergleich zur restlichen spanischen Südküste liegt Málaga auch noch von Bergen umrandet in einer Bucht, was meist den kalten Wind und schlechtes Wetter abhält. In einem trockenen Winter regnet es gerade mal 1x im Monat. Im Sommer gar nicht. In einem verregneten Winter hast du normal nie mehr als 2 Tage schlechtes Wetter. Februar ist aber meist eine kleine Ausnahme und sehr unbeständig (wie April in Deutschland, nur ohne Schnee). Aber in dem Monat sind oft auch schon die ersten Strandtage drin.

Es fühlt sich durch die Luftfeuchtigkeit aber kühler an ... sollte es heißen

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Und in Granada bist du von Málaga aus in einer Stunde ... Im Vergleich zu den Kanaren hast du mit Málaga eine brummende Stadt ohne Massentourismus und viele tolle Reiseziele ringsrum (Sevilla, Granada, Marbella, Nerja, Gibraltar, ja selbst Marokko oder die Costa de la Luz), die weißen andalusichen Dörfer. Selbst Skifahren kannst du z.B. in der Sierra Nevada und am gleichen Tag am Strand liegen.

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@salseron

Danke. Das war sehr, sehr kompetent. Äußerst hilfreich für mich.

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@Hilmchen

Das freut mich. Es gibt in ganz Kontinental-Europa keinen Ort mit besserem Winterklima. Und vor allem ist echt was los. Man hat 1000 Möglichkeiten.

Wenn du zudem noch Salsa tanzen würdest, hättest du dein Paradies gefunden. Sportlich hast du mit dem Málaga CF in La Liga Spitzenfußball und mit Unicaja Málaga den Europacup-Sieger im Basketball. Es gibt den größten Skatepark Europas, Málaga ist eines der Top-Sprachreiseziele für Spanischlernende, beliebtes Erasmus-Ziel, an Ostern das Topreiseziel der Engländer, lt. amerikanischen Medien das neue Barcelona, lt. Badoo die nachtaktivste Stadt Europas...

Jetzt mach ich aber Halt, sonst kommst du noch mit völlig überzogenen Erwartungen runter ;-) Das, was mir am meisten gefällt ist, dass Málaga einfach typisch Spanisch ist und sich nicht verfälschen ließ. Den Massentourismus hat man ausgelagert. Málaga ist vor allem Ziel von Individual- und Sprachreisenden. Dazu noch der vor ein paar Jahren beliebteste Kreuzfahrthafen Spaniens.

Málaga galt lange Zeit "nur" als gute Ausgangsposition für Andalusien. Nach und nach entdecken immer mehr, dass die Stadt viel mehr zu bieten hat: http://www.dailymail.co.uk/travel/article-3025411/Welcome-Malaga-new-Barcelona-City-s-multi-million-pound-regeneration-project-makes-one-Europe-s-hippest-destinations.html

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Hi Hilmchen,

nach welcher Info suchst du denn konkret? Ob das Wetter gut ist? Ob man es sich leisten kann? Ob es schwer ist eine Wohnung dort zu halten, wenn man nur halbjährig unten ist?

Ich habe selber 8 Jahre in Spanien gelebt - ganzjährig. Nicht in Andalusien sondern an der Ostküste, nahe Alicante. Ein Teil meiner Familie wohnt immer noch dort und einer unserer dortigen Nachbarn tut genau das: Den Sommer in Deutschland und den Winter in Spanien verbringen. Mit Zwischenurlauben manchmal. Das ist ja gar nicht so selten. Viele haben dieses System für gut empfunden bisher.

Was natürlich klar sein muss: Auch in Spanien wird es im Winter kalt. Nicht so kalt wie in Deutschland und in Granada bleibt es immer noch etwas sonniger als an der Costa Blanca, klar. Doch selbst in Alicante, der Region, die zu den regenärmsten in Spanien zählt, kann es zwischendurch nass und klamm werden. Was haben wir uns über unser spanisches Haus geärgert, das im Gegensatz zu jedem normalen deutschen Haus, keine Heizung besaß! Der erste Winter war der Horror! Wir waren gar nicht darauf vorbereitet (etwas dumm vielleicht im Nachhinein)!

Was natürlich aber in der Winter-Saison schön ist: Durch den Regen im Herbst und Winter blüht die Landschaft teilweise auf. Die Zitrusfrüchte reifen und verströmen einen super Duft, wenn man durch die Plantagen streift. Und die Strände sind leer, leer, leer. Nur ein paar todesmutige Nordeuropäer und Engländer wagen sich in die Wellen, aber das sind nicht viele. Natürlich gibt es Unterschiede: In Granada, Madrid, Barcelona und Co. ist immer viel los. Wir wohnten abseits der Stadt, in einem kleinen Dorf mit etwa 500 oder 600 Einwohnern. Das nächste Dorf lag am Strand und es waren fast nur Einheimische unterwegs. Im Winter war man unter sich.

Was unbedingt dazu gehört, wenn man in Spanien (wenn auch nur halbjährig) lebt: Die Sprache lernen und irgendwann so gut wie möglich beherrschen! Es gibt nichts dümmeres als englische und deutsche Touris, die nur in ihren internationalen Supermärkten einkaufen, in ihre englischen oder deutschen Stammkneipen gehen, von den Einheimischen verlangen, dass sie Englisch sprechen müssen und ihnen dann mit Herablassung oder geheucheltem Mitleid kommen, wenn sie es eben nicht können. ANPASSUNG GEHÖRT DAZU! Und die meisten werden sich freuen, wenn man es zumindest versucht!

Sammle doch noch ein paar konkretere Fragen, dann erfährst du sicher genau das, was du wissen willst :-)

Saludos

Gran Canaria oder Teneriffa - ist einfach mehr los, von den Geschäften her usw.   aber wenn du Ruhe möchtest, sind die anderen Inseln natürlich auch sehr schön

frag einfach mal in den diversen Foren nach,  was sich für Wohnungen anbieten oder auch vieles andere mehr kannst du erfahren

http://www.gran-canaria-insider.info/  für GC

http://www.forumteneriffa.de/  für Teneriffa

hier findest du auch Beiträge von Residenten und Vermietungen usw.

Kanaren, da hast Du es im Winter schön warm

Danke. Und wie? Hotelanlage finde ich antigeil! Wohnung mieten, wäre besser.

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@Hilmchen

Ich würde eher eine Wohnung mieten.

Möblierte Wohnung für € 350,- - € 500,- sind realistisch.

Hotels wären da eine ordentliche Nummer höher.

 

Die Frage wäre, welche der 7 Inseln?

Jede Insel hat ihren eigenen Charakter

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