Transformator? | Physik-Frage

5 Antworten

Der Verbraucher braucht so wenig Stromstärke, wie ein Wasserrohr Wasser braucht. Er kann mit mehr oder weniger Strom durchflossen werden. Ist die Stromstärke für einen Verbraucher kleiner, als die Konstrukteure geplant haben, das funktioniert das Gerät eben nicht so, wie es geplant war. Zum Vergleich: Wenn ein Mühlrad zu wenig Wasser erhält, dann läuft die Mühle nicht oder nicht richtig.

Die Stromstärke ist gleich Spannung (U in Volt) durch Widerstand (R in Ohm): I = U/R. Die Stromstärke ist im Nagel gleich der Stromstärke in der Sekundärspule, weil ja der gleiche Strom durch beide Leiter der Reihe nach (Reihenschaltung) durchfließt. Nun nehmen wir zur Vereinfachung einmal an, der Nagel bestünde aus dem gleichen Material wie der Draht der Sekundärspule (damit gleiche spezifische Leitfähigkeit). Dann muss der Nagel wesentlich dünner sein als der Draht der Sekundärspule. Der Widerstand pro cm Leiterlänge wird dadurch wesentlich größer als beim Leiter in der Spule. Nun muss sich der Strom im dünnen Nagel verdichten, um durch zu kommen. Durch die höhere Stromdichte wird die Wärme erzeugt, die den Nagel zum Glühen bringt, so wie z.B. der Glühfaden in der Glühlampe oder der Heizdraht beim elektrischen Heizkörper.

Der Nagel hat im Sekundärkreis zwar einen kleinen Widerstand, aber immer noch höher als die Spule, daher fällt die meiste Spannung und damit auch der Großteil der Energie am Nagel ab bzw. bringt den Nagel zum Glühen.

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