Tod .. Wie kann ich es am besten realisieren?

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Dein Opa lebt in deiner Erinnerung weiter- und zwar solange du ihn nicht vergisst.

Körperlich ist er jetzt nicht mehr vorhanden, aber du wirst ihn nicht vergessen, wirst in manchen Situationen denken: ...jetzt hätte er dies oder jenes gesagt oder getan...

Wenn er dich so geliebt hat wie du ihn, dann wäre er jetzt bestimmt traurig, dass du so traurig bist.

Der Tod ist ein Übergang, weiter nichts. Ich weiß, dass dich das jetzt nicht trösten wird, aber es sind immer die, die zurückbleiben die trauern. Der Verstorbene "hat es hinter sich".

Dass du es nicht "realisieren" kannst ist eine Art des Selbstschutzes, wahrscheinlich damit der Schmerz über den Verlust dich nicht aus der Bahn wirft. Wenn diese "Watteschicht" sich auflöst, dann realisierst du deinen Verlust, und das tut wahrscheilich noch mehr weh.

Trauere mit deiner Großmutter zusammen, ihr wird er wahrscheinlich noch mehr fehlen, denn sie waren viele Jahre mehr zusammen, als du ihn überhaupt kanntest.

Ich wünsche dir in dieser schweren Zeit viel Kraft und einen Menschen der dich hält wenn du traurig bist. Mein aufrichtiges Beileid.

Vielen Dank für deine Antwort und dein Beleid.. Ich fange so langsam an, zu verstehen. nur habe ich ein wenig angst, es tut jetzt ja schon weh, wie weh wird es also tun, wenn ich es endlich .. weiß? das ist alles so schwer, irgendwie. ich hätte gedacht, dass ich mit meinen 15 jahren schon reif genug für so etwas bin, aber jetzt fühle ich mich wie ein kleines, hilfloses kind, das einfach nicht weiß, wie es damit umgehen soll. aber vielen dank für deine antwort, sie hat mir geholfen.

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Ich habe Omas und Opas verloren, Bruder und meinen Papa und ich weiß wie Du dich fühlst. Es ist grausam. Ich konnte es auch nie glauben, wenn einer gegangen ist. Mir hat nur geholfen das ich mit so vielen Menschen geredet habe wie es nur ging und weinen sowieso. Meine Mutter ist nun 85 und auch sie werde ich verlieren. Und mein Sohn ist erst 17 und ich habe Angst ihn zu verlieren, denn er ist auch Diabeter und war schon im Zuckerkoma vor 3 Jahren mit 35 Unterzucker. Jetzt habe ich Angst nachdem ich das gelesen habe und trotzdem will ich nicht vom Thema abschweifen, sondern Dir sagen, das es noch eine Weile dauert, aber Du darüber weg kommst und es viele Momente geben wird die Dich spontan an die schöne Zeit mit Deinem Opa erinnern.

Die Trauer geht vorbei, glaube mir.

keine angst, das mit dem wasser in der lunge etc. kam ja nicht wegen der diabetis. mein opa hatte viele krankheiten, wahrscheinlich hat er keine einzige ausgelassen. aber diabetis kann man ja sehr gut in den griff bekommen und man muss nicht immer mit dem tod rechnen. es tut mir leid für dich, dass auch dein sohn diabetis hat und ich wünsche dir alles gute..

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Hallo ich bin 17/W mein Vater starb vor circa 2 Jahren 21.09.2015 und ich kann es einfach nicht realisieren das er tot ist. Jeden Tag wenn ich am Tisch sitze denke ich, er kommt jetzt zur Türe rein. Wie kann ich es endlich realisieren und damit abschließen?

So trivial es klingt "Die Trauer zulassen" mit anderen Menschen sprechen und ggf. professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Für Dein Großvater war der Tod unter diesen Umständen eine Erlösung, so dass man sich (ernsthaft) für ihn freuen kann.

@kleinemause31

Glaub mir ich kenn das auch meine Großeltern sind vor 7 Jahren gestorben weil ich noch etwas jung war hat mir meine Mutter erzählt ... das sie im Himmel auf mich warten und da keiner weiß was nach dem Tod passiert halte ich mich bis zum Ende an den Gedanken fest... Vielleicht solltest du es so sehen seine Qualen sind vorbei und eure Trauer geht auch vorrüber ...

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