Sterben die handwerklichen Berufe aus?

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10 Antworten

Ich denke das ist so, da in vielen Bundesländern die Eltern entscheiden können welche Schulform ihre Kinder besuchen. Man möchte also das beste für seine Kinder und heutzutage ist ohne Abi kaum mehr ein vernünftiger Job zu bekommen. Die Arbeit soll später ja erfüllend sein und im besten Falle sogar Spaß machen und viel Geld bringen. Wo nicht selbst entschieden werden kann werden die Kinder halt durch Nachhilfe zu besseren Leistungen gepusht.

Da also kaum noch Jugendliche den Haupt- oder Realschulabschluss machen, gibt es auch immer weniger Jugendliche die eine normale, handwerkliche Ausbildung absolvieren. Die Berufe bringen einfach selten Spaß und schon garkeine Reichtümer. Zudem ist es tatsächlich mittlerweile so, dass viele Firmen, zum Beispiel im Einzelhandel, ein Abi verlangen. Meiner Meinung nach ist das aber total lachhaft.

Mein Mann und ich haben beide handwerkliche Berufe gelernt und trotzdem, oder gerade deshalb, wird unsere Tochter bestmöglich gefördert und eine vernünftige schulische Ausbildung ist uns sehr wichtig. Über die Wahl des Kindergartens, und auch schon der Grundschule, haben wir uns viele Gedanken gemacht und das sollte man in der heutigen Zeit auch tun.

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Schlechte Arbeitszeiten, anstrengende Arbeit und noch schlechtere Bezahlung. Jedenfalls in der Ausbildung und als Geselle.

Handwerk hat zwar goldenen Boden, aber nur für Meister mit eigenem Betrieb. Und das können die Wenigsten erreichen.

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Ja es ist das Problem dass viele Eltern erwarten dass ihre Kinder Studieren und in irgeneinem Büro arbeiten. Es ist schon traurig aber z.b ich lerne Konditorin arbeite mit zwei Abiturienten zusammen und wir hatten schon einige Praktikanten die ihr Studium abgebrochen haben weil es eben nichts für sie ist und wollen jetzt Konditor lernen. Es ist am schwächeln aber nicht aussterben. 

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Ich wäre gerne Schneider oder Maler geworden....

leider ist die Bezahlung in diesen Jobs einfach oft so mies, dass ich da echt keinen Bock drauf hatte...

Erst wird einem 16 Jahre erzählt dass man irgendwann Geld verdienen muss und dann wird einem Geld gezahlt, dass eine Beleidigung für das Wort "Verdienst" ist, weil es einfach weniger ist als das was man tatsächlich verdient hat...

sicherlich kommt auch die Bildungskultur, sowie die Technologisierung dazu...aber ich denke die Bezahlung eines der Hautprobleme...ich denke gerade viele Studierende die dann merken wie hart umkämpft der Arbeitsmarkt ist und dass ihr Kunsthistorik studium doch nicht wie eine Bombe einschlägt...würden für ein entsprechendes Gehalt auch eine normale, handwerkliche Arbeit annehmen

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Aussterben werden sie wohl nicht .
Handwerkliche Berufe werden immer gebraucht.
Es kann ja nicht jeder im Büro sitzen , sonst würde nur noch alles verwaltet werden und keiner produziert was.
" Handwerk hat goldenen Boden" .... hieß es mal

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Du willst die einzig wahre Erklärung?

Die heutige Jugend hat einfach keinen Bock, sich körperlich anzusträngen und sich die Hände dreckig zu machen! Da könnt ihr mir erzählen, was ihr wollt. Das ist der wahre Grund.

Ich arbeite selber im Handwerk (Elektroinstallation) und wir brauchen immer mehr Leute.

Die heutige Jugend will nur noch Berufe erlernen, bei denen man den ganzen Tag am PC hockt. Aber dass es zu wenig Leute gibt die sich darum kümmern, dass diese PCs mit Strom oder Tischen versorgt werden interessiert die nicht die Bohne.

Tischler sind echt gerade am aussterben. Keiner kauft sich noch Möbel beim Tischler sondern lieber diesen Schrott aus dem Möbelgeschäft. Klar, ist ja auch billiger.

Ich finds schade, dass viel zu wenig Jugendliche einen Handwerksberuf erlernen wollen.

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Kommentar von Gwynbleidd
18.05.2016, 07:30

Ach ja, Bezahlung ist im Handwerk auch mies. Ausgenommen der Indistrie. Metaller bekommen ja schweine viel Kohle.

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Kommentar von bonny112
18.05.2016, 08:43

Ja da geb ich dir voll recht ich bin zb Bäcker / konditorin und wir haben grade mal 1 azubi viele haben kein bock weil halt harte Arbeit ist wo wir traditionelle alles per Hand machen finde das echt traurig. ..

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Weil man bei schlechten Arbeitszeiten (zB Bäcker) nichts verdient und wenig bis keine Aufstiegschancen hat was aus seinem Leben zu machen. Jeder der die Möglichkeit hat wird sich davon fernhalten.

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Viel Arbeit, verhältnismässig wenig Geld

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Nein das liegt eher daran, dass die GEIZ IST GEIL Mentalität die alten Handwerke unattraktiv macht und somit auch die Entlohnung.

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Kommentar von MaxNoir
18.05.2016, 07:00

Also, sorry aber es gab mal eine Zeit da hat man auf dem Bau bspw. noch ganz normal 20-30 Euro die Stunde verdient...die Zeiten sind längst vorbei und ja, das macht einen Job unattraktiv...wer solche harte Arbeit macht, verdient eine richtige Entlohnung weil er A) nicht lange arbeiten kann und B) seinen Körper schändet...und die Bedingungen sind ja auch nicht immer die geilsten...

also bei der Lohnentwicklung in Deutschland finde ich es schon etwas frech es hier monokausal auf den Geiz der Menschen zu schieben

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Bäcker zum Beispiel ist ein Job der einem viel Spaß machen muss: Sau blöde Arbeitszeiten, miese Bezahlung.

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