Spiegeltrinker-Sein bekämpfen?

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Also ich war einst Spiegeltrinker.

Der Spiegeltrinker ist neben der (bei jeder Sucht vorhandenen) psychischen Abhängigkeit, vor allem erst einmal körperlich abhängig. Deshalb ist hier der stationäre Entzug dringend anzuraten. In der Regel gibt es da den 0815-Entzug auf der Entgiftungsstation einer psychiatrischen Klinik. D.h. von jetzt auf nachher einfach mal keinen Alkohol mehr. Und gegen die nicht ungefährlichen Entzugssymptome gibt es Distraneurin.

Das Ganze dauert denn auch nicht 6-8 Wochen, sondern mal knapp 5 Tage.

Eine anschließende klinische oder tagesklinische Betreuung um die Zeit bis zur Langzeittherapie zu überbrücken ist natürlich anzuraten und oftmal auch im "Entgiftungspaket" mit enthalten.

Ich persönlich habe damals zwar den Weg des kalten Entzugs gewählt, aber nach 3 Wochen mit Panikattacken, Kreislaufstörungen und Herzbeschwerden, hab ich mich dann dann doch in die nächste psychiatrische Klinik gerettet.

endlich hat einmal die beste Antwort auch den Stern bekommen die es auch verdient hat!!!!

Klasse!!

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IN DEN GRIFF BEKOMMEN ---- wer so etwas versucht, hockt längst auf dem BODEN der Flasche.... Es ist müßig, Typen einzuführen, nur damit jemand lallen kann:"So tief unten bin ich ja noch nicht",  NOCH, denn die unheilbare --- und das hat sogar SINN  ---Krankheit schreitet unaufhaltsam fort. Wegen des gesetzmäßigen Verlaufs trotz unterschiedlicher Persönlichkeiten hat bekanntlich die Weltgesundheitsorganisation WHO Alkoholismus als KRANKHEIT bestätigt. Kassen MÜSSEN also die Entgiftung zahlen. - Für die lebenslange "Nachsorge" durch Gespräche mit anderen, die auch eine "Hölle" durchlitten haben, ist jeder nur für sich verantwortlich. Keine Angst, es gibt keine "Subkultur", denn die Welt öffnet sich dank klarer Augen und absoluter Ehrlichkeit (denn, wenn die alten Lügen wiederkehren, ist das Zweite Leben bald dahin . und die nüchterne Zeit mit einen Zeitspung auf den damaligen "Tiefpunkt" im Schornstein ). .... Bei einen Bekannten waren 7 Jahre weggeblasen, und das alte Gelaber wiederholte sich...

Auch Spiegeltrinker sind Alkoholiker und zwar über einen längeren Zeitraum. Hier hilft nur eine Entziehungshur, am besten unter ärztlicher Aufsicht. Aus Erfahrung weiß ich, wie schön das Leben ohne Alk erst ist.

Aus Erfahrung weiß ich, wie schön das Leben ohne Alk erst ist.

... bzw wieder werden kann :)

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Wie bei jeder Abhängigkeit gibt es auch bezüglich Alkoholismus eine Menge vollkommen unterschiedlicher Ausprägungen. Spiegeltrinker werden als "nicht abstinenzfähig" eingestuft, sollten also nur unter ärztlicher Aufsicht entwöhnt werden, eine Langzeittherapie ist meist notwendig.

Sind gesundheitliche Schäden bei sofortigem Entzug zu befürchten (das ist im Übrigen nicht bei jedem Spiegeltrinker der Fall), ist zuerst eine stationäre "Entgiftung" angesagt.

Normalerweise wird in Deutschland der Alk mit "Distraneurin" oder Benzodiazepinen ersetzt. Der Patient wird damit ruhig gestellt, die Entzugserscheinungen sind erträglich oder verschwinden ganz, die Dosen werden - je nach Ausprägung der Abhängigkeit - reduziert.

Die Dauer der notwendigen Entgiftung hängt ebenfalls von der Ausprägung der Sucht ab. Mit Glück kann direkt im Anschluss eine stationäre Langzeittherapie angetreten werden - das muss der Patient allerdings selbst wollen und möglichst sofort in die Wege leiten.

Mir ist weder eine Suchtklinik, noch eine Entgiftungsstation bekannt, bei der Alkohol gegeben und die Menge täglich reduziert würde, die Gefahr des Handels und Missbrauchs unterstützen die Kostenträger meines Wissens nicht.

( Gibts dafür eine Bezeichnung? Mir fällt grad kein Wort ein. )

Ja, und zwar die DELTA – Alkoholiker

Wie schafft man es denn dann, diese Art von Alkoholismus in den Griff zu bekommen?

nur über einen stationären Entzug!!!

der Delta-Trinker bekommt im Entzug täglich immer weniger Alkohol, natürlich unter Kontrolle, dieser Entzug dauert ca. 6-8 Wochen.

während des Entzuges werden täglich Gesprächsrunden durchgeführt. es werden dabei die Gefühle, die Ängste, die Schwierigkeiten usw.. des Entzuges durchgesprochen.

in den ersten 2 Wochen werden keine Besuche genehmigt

Frage beantwortet?

Tja Gina,

da muß ich Dir aber vehement widersprechen :-)

Ich war nämlich (unter Anderem) Spiegeltrinker. Und Das Ausschleichen ist auf Entgiftungsstationen jetzt eher nicht verbreitet. Statt dessen gilt: Jetzt auf Nachher einfach mal keinen Alkohol mehr. Und gegen den bösen Entzug gibts Distraneurin.

Das Ganze dauert denn auch nicht 6-8 Wochen, sondern mal knapp 5 Tage.

Eine anschließende klinische oder tagesklinische Betreuung um die Zeit bis zur Langzeittherapie zu überbrücken ist natürlich anzuraten und oftmal auch im "Entgiftungspaket" mit enthalten.

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