Sind Fernseher der Marke "Grundig" qualitativ noch so wie früher?

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6 Antworten

Hallo, die Anfrage ist zwar bald zehn Jahre alt und eine eindeutige Antwort wird es darauf nicht geben. Ich habe mich - des alten Klangs der Marke Grundig ein Gedenk - vor einigen Monaten spontan im Elektrofachhandel meines Vertrauens für ein Grundig DAB-Radio entschieden. Ich bin sehr zufrieden - Optik, Haptik und Funktion (nicht zuletzt Empfang) sind einwandfrei. Kurz nach Weihnachten hat unser alter Philips-Fernseher dann aufgegeben und beim Vergleich von Bild und Funktionen etc. habe ich gesehen, dass auch ein Modell von Grundig mithalten kann und habe es gekauft. Ähnlich wie für das Radio bin ich sehr zufrieden - allerdings ist ein heutiger Fernseher nicht vergleichbar mit einem Gerät von anno dazumal: HDMI, Netzwerk mit Mediatheken & DLNA-Media Player, USB-Recording bis hin zum "LiveShare" (~Miracast) ... sind bei meinem Gerät dabei und waren alle in der Anleitung ausführlich beschrieben - und funktionieren einwandfrei. Einzig Amazon Prime gibt's derzeit nicht, wurde mir aber für März 2017 in Aussicht gestellt (in Foren wird von Februar 17 und 1. Quartal 17 gesprochen) - eine Anfrage beim Service diesbzgl. wurde rasch und freundlich beantwortet. Fazit: es ist definitiv kein Schrott so wie man das von manch anderer abgewickelter alten Marke kennt, d.h. wenn das jeweilige Gerät optisch, funktional und preislich attraktiv erscheint ist Grundig definitiv eine Überlegung wert.

LINK: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/grundig-soll-globale-marke-werden;1432547

Inhalt:

Der türkische Mischkonzern Koc will Grundig nach der kompletten Übernahme des deutschen TV-Geräteherstellers zu einer globalen Marke machen. Besonders auf einem Markt will die Gruppe mit Grundig Boden gut machen.

HB NÜRNBERG. Außer in Europa sollen die in der Türkei gefertigten Grundig-Fernseher, Radios und DVD-Player von 2008 an auch im Mittleren Osten, in Russland, Nordafrika und Nordamerika vertrieben werden. Das kündigte der Aufsichtsratsvorsitzende der Koc - Gruppe, Mustafa V. Koc, am Dienstag in Nürnberg an. "Mit unserem leistungsfähigen Vertriebsnetzwerk werden wir Grundig-Produkte von Europa aus in die ganze Welt liefern", sagte der Konzernchef.

Die Koc-Gruppe will mit der Marke Grundig vor allem auf dem rasant wachsenden Markt für Flachfernseher Boden gut machen. Allein in Deutschland sei der Grundig-Marktanteil für Flachfernseher im Jahr 2007 von 3,1 auf 4,1 Prozent, die Zahl der verkauften Geräte binnen Jahresfrist von 450 000 auf 600 000 gestiegen, sagte der Koc - Vorstandsvorsitzende Bülent Bulgurlu. Ziel für 2008 sei ein 60- prozentiges Wachstum bei LCD-Fernsehgeräten auf dem europäischen Markt. Koc geht davon aus, dass sich diese Entwicklung auch entsprechend in der Grundig-Bilanz niederschlägt: Grundig Intermedia strebe für 2008 einen Gewinn von acht Mill. (2007: vier Millionen) bei einem Umsatz von 440 Mill. Euro (2007: 400 Mill. Euro) an.

Die Grundig Intermedia GmbH ist nach Angaben von Grundig-Chef Michael Peterseim seit 31. März hundertprozentiger Bestandteil der türkischen Koc-Gruppe. Zuvor war die Holding über ihre Tochter Beko lediglich zu 50 Prozent an Grundig Intermedia beteiligt. Im Dezember 2007 hatte jedoch Beko die Anteile des Investors Alba erworben. Damit wurde Koc über die Beko-Mutter Arcelik zum alleinigen Eigentümer von Grundig, erläuterte Bulgurlu. In der Firma Arcelik hat der Koc - Konzern seine Aktivitäten im Bereich der langlebigen Konsumgüter zusammengefasst.

Koc setzte beim Markenausbau von Grundig vor allem auf das deutsche Fachwissen. "Das Grundig-Team professionell arbeitender Ingenieure und Designer ist auf die Entwicklung innovativer und formschöner, qualitativ hochwertiger Produkte spezialisiert", sagte Bulgurlu. Der türkische Konzern werde daher auch in den kommenden Jahren am Standort Nürnberg festhalten. In Nürnberg sitzen rund 200 der 400 Beschäftigten der Grundig Intermedia-GmbH - überwiegend Entwicklungsingenieure, Designer, Vertriebsmitarbeiter und die Marketingabteilung. Produziert werden die Geräte in Werken in der Türkei.

Der Name "Grundig" wurde von der "Beko Elektronik A.Ş." in der Türkei aufgekauft. Die Produktion der Teile wird wohl, wie bei den meisten Elektronik-Teilen, in Taiwan stattfinden. Heutzutage, da die Mechanik im Wesentlichen von der Elektronik abgelöst wurden, werden die Geräte wohl sehr viel länger halten (da ja eine Menge beweglicher Teile fehlen). Und da Qualität nach Norm dasjenige ist, was der Kunde erwartet, ist die Produkt-Qualität (ich nehme an, um die handelt es sich) besser geworden; entscheidend ist ja z. B. ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis über die Zeit. Kein Kunde wird heute wohl noch ein doppeltes Monatsgehalt für einen Fernseher investieren. Die Qualität der Organisation und Produktion wird heutzutage (z. B. durch Qualitätsmanagement) erheblich besser sein.

Nein. Dadurch, dass sich in der Fernsehwelt sehr viel getan hat, sind sie gravierend besser als früher. Die Bildqualität ist klarer, der Ton feiner. Die Empfangsteile sind hochwertiger geworden. Der Preis dafür ist allerdings, dass sie nicht mehr solange leben, da von den Bauteilen das letzte verlangt wird um diese Qualitätsverbesserung liefern zu können. Viele meinen zwar, dass die "Alten" länger gehalten haben, das ist aber nur zum Teil richtig. Den meisten fällt das schlechte Bild erst auf wenn sie nebenan ein neues Gerät stehen sehen. Die Bildröhren werden langsam immer dunkler und grauer, aber weil unser Auge und Gehirn sich daran anpasst fällt so etwas einfach zu spät auf. Von sogenannten "Eintagsfliegen", nach der Devise: Auspacken .... Einschalten .... Garantiefall .. rede ich bewusst nicht, denn das kann bei jeder Firma passieren.

Meine auch, dass es weniger vom Hersteller abhängig ist - die haben eh alle ihre Produktion sonstwohin ausgelagert und produzieren möglichst billig ... mit deinem alten Grundig hast wohl noch was aus einer qualitativ hochwertigeren Epoche daheim stehen;)

Kaum Elektrogeräte halten noch so lange, wie vor einigen jahren. Das hat nichts mit der Marke zu tun. Die Hersteller wollen ja verkaufen.

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