Schreibung von Straßen mit ß z.B. Schossstraße oder Schloßstraße

7 Antworten

Zitat von wim50: "Die Überlegungen und Hintergründe von heftig Sachverständigen bei der Rechtschreibreform sind oft nicht nachvollziehbar." Anfangs war ich auch davon ausgegangen, dass die Reform von Sachverständigen vorgenommen würde. Bis ich das Ergebnis dann genauer betrachtete und auch das Urteil der wirklichen Fachwelt über diesen rein politischen Machtkampf gegen die Lesbarkeit unsere Sprache erfuhr. Die Sachverständigen haben sich rechtzeitig abgesetzt, um ihren Ruf nicht völlig zu verlieren. Was übrig bleibt, ist zu 80% einfach nur peinlich. Sprache ist ein organischer Entwicklungsprozess und kein politisch erzwingbares Marktprodukt. Die Lesbarkeit und Verständlichkeit wird immer das letzte Wort in der Rechtschreibung haben. Also müssen wir als mündige Bürger mehr denn je die Zukunft unserer Sprache und unseres Schriftbildes selber mitgestalten.

Nach den neuen Rechtschreibregeln müssten alle deine Vorschläge mit ss geschrieben werden, denn es handelt sich ja um kurze Vokale. Allerdings haben sich Straßennamen eingebürgert, und die werden nicht mal eben so geändert. Darüberhinaus richten sich viele Namen nach Städten, Gebäuden, etc. Und wenn es immer "Schloß" hieß, heißt es natürlich auch "Schloßstraße", ganz abgesehen davon, dass Wörter mit sss nicht so gut zu lesen sind. Es dürfte also in den meisten Fällen bei der alten Schreibweise bleiben.

Übrigens: Im Internet, besonders bei Google maps, steht diesbezüglich oft großer Mist, und selbst renommierten Kartenverlagen unterlaufen Fehler.

Ich ignoriere die neue Rechtschreibung bzgl. des ß fast komplett. Finde den Buchstaben schön und habe als Kind lange gebraucht um ihn schreiben zu können.

Halte ich auch so! Gefällt mir einfach besser. DH.

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Haha, genau, einfach aus ästhetischen Gründen die Buchstaben auswählen, gute Methode... :-#

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Solch eine Methode muss dazu führen, dass Kinder jedesmal Kritik und Verbesserungen von Lehrern und Erziehenden einstecken müssen, sobald sie die wahre Schreibweise später nun doch lernen müssen - aber dann vielleicht nicht können, weil das 'Lernfenster', das zur richtigen Zeit weit offen war, nun schon geschlossen ist. Es ist eine einzige Kräfetvergeudung, sowohl von Kindern, besonders aber auch Lehrpersonal und Eltern wie Großeltern. Psychologisch gesehen, wird das Kind bei jedem Korrekturvorgang außerdem zum Objekt gemacht, da der 'Wissende' (Lehrer, Erzieher, Außenstehender) automatisch zum Subjekt aufrückt. Aus Sicht von Hirnforschern ruft diese Konstellation in den betroffenen Hirnzonen den gleichen Reflex hervor, den körperlicher Schmerz auslöst. Ein so belehrtes Kind empfindet jeden Korrekturversuch als unangenehm und macht irgendwann dicht - so hat man dann also ohne Not die zweifelhafte Chance geschaffen, eine junge Generation an 'Rechtschreibschwächlingen' zu produzieren, die alle mal auf die dümmliche Autokorrektur ihres Smartphones angewiesen sein werden und nicht mal merken, wenn das ebenfalls Unfug erzählt..

Ich bin noch so aufgewachsen, dass ich als Schulanfängerin schon etwas lesen und schreiben konnte - dank meiner Familie, die z.T. pädagogisch vorbelastet war. Mir war bewusst, dass Orthographie und Interpunktion sich an (meist) eindeutigen Regeln zu orientieren hatten; im Laufe meines nun beendeten Berufslebens habe ich gelernt, Abweichungen nicht mehr mit Bewertungen zu versehen, so, wie es in meiner Kindheit noch üblich war. Spätestens seit der letzten Rechtschreibreform habe ich aber den Glauben an wohlmeinende Reformer aufgegeben und habe stattdessen für mich - analog zur Praxis großer Zeitungen - die alte Rechtschreibung beibehalten.

Ich habe großes Mitgefühl mit Eltern, deren Kinder mit diesen zeit- und kraftraubenden Methoden die deutsche Sprache lernen müssen, statt ihre Kraft in Inhalte stecken zu können.

Jedem Wort seine regional individuelle Schreibweise - das war VOR Luther und seiner Bibelübersetzung gang und gäbe. Gerade in diesem Luther-Jubeljahr ist wieder die große Bedeutung der Bibelübersetzung ins Deutsche für die Vereinheitlichung der Schreibung in der angehenden deutschen Schriftsprache geworden.

(Sarkasmusmodus ein) Aber wieso sollen wir heutzutage einen schon 495 Jahre alten Fortschritt nicht mal einfach in Frage stellen? In Zeiten alternativer Wirklichkeit gehört eine neue Sichtweise einfach dazu - wer wird denn da von intellektueller Eindimensionalität oder aber fahrlässigem Herumentscheiden sprechen? (Sarkasmusmodus aus)

Mich würde interessieren, welche Sichtweise ihr vertretet - und warum.

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