Röhrenverstärker pfeift wenn er ganz aufgedreht wird. Was tun?

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4 Antworten

Hallo Pg000,

Das Phänomen, mit dem du dich herum ärgerst, ist unter dem Begriff "Mikrofonie" bekannt, solange es Röhrentechnik gibt. Diese mechanische Empfindlichkeit einer Elektronenröhre entsteht durch den inneren Aufbau der Röhre, an dem du nichts verändern kannst.

http://gitarrenboard.de/showthread.php?tid=29216

im folgenden Link unter Punkt 8/9

http://www.amp-werkstatt.com/images/Grundlagen/rtfnt-1.html#mozTocId994039

Abhilfe schafft nur konsequente mechanische Entkopplung der Röhren und aller anderen Komponenten, die auf Vibration empfindlich reagieren können oder eine Vibration (Magnetfelder, Trafos) auslösen können.

Wenn du deinen Amp voll aufdrehst, reicht schon das erhöhte Rauschen, das die Lautsprecher von sich geben und die Luft in Schwingungen versetzt, den gesamten Amp in minimale Vibrationen zu versetzen, was dann durch die maximale Verstärkung/Empfindlichkeit, auf die du den Amp jetzt aufgedreht hast, zu einer internen Rückkopplung führt.

Früher hat man Röhren getauscht, bis man eine Variante gefunden hat, die nicht mehr schwingt. Heute gibt es nicht mehr allzu viel Röhren aus verschiedenen Quellen mit minimal unterschiedlichen Herstellungsprozessen, dass diese Methode nur noch schwer zu realisieren ist.

Heute hast du nur die Möglichkeit, alle Röhrensockel zu entkoppeln, ebenfalls die Trafos. Mechanische Schwingungsdämpfung ist angesagt, du hast nur die Möglichkeit, zu experimentieren und dir in guten Röhren-Foren zu informieren, was helfen kann.

Ich würde in diesem Fall zuerst die Rückkopplungsfrequenz bestimmen und dann ein Kerbfilter auf diese Frequenz abstimmen und in den Signalverlauf im Vorverstärkerbereich einfügen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kerbfilter

Besser wäre ein voll-parametrisches Filter, das in der Bandbreite, EQ-Frequenz und im Pegel abstimmbar ist, vorübergehend einzufügen und die notwendigen Filtereinstellungen herauszufinden. Anschließend kann dieses Filter wieder entfernt werden, um anschließend ein Filter mit den herausgefundenen Parametern zu bauen und einzusetzen.

http://www.radio-electronics.com/info/circuits/opamp_notch_filter/opamp_notch_filter.php

http://www.delamar.de/faq/faq-filter-typen-filter-typ-und-was-er-macht-9486/

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich gerne melden.

Grüße, Dalko

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das pfeifen ist eine eigenschwingung der röhren. genau wie bei transistoren das pinke rauschen... wenn du zu weit aufdrehst wird das passiren. außer einen größeren verstärker zu nehmen kann man da nur schwer was gegen machen... jedenfalls nicht mit irdischen mitteln an zeit und euquipment wie genau auf einander abgestimmten röhren....

lg, Anna

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Das kann auch passieren wenn eine Rückkopplung zur Vorstufe erfolgt. Ich habe dazu kleine Blechzylinder verwendet welche man auf die Röhre steckte die sind mit Masse verbunden.Hat nicht immer geklappt aber der Versuch wäre es wert.

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Dann hast Du vermutlich irgendwo eine Rückkopplung.

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Kommentar von Pg000
12.06.2016, 16:02

Ich glaube nicht dass es eine Rückkopplung ist denn selbst wenn keine Gitarre eingesteckt ist pfeift der Verstärker wenn er ganz aufgedreht ist !

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