Reue Bedeutung?

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Aus dem Duden:

Tiefes Bedauern über etwas, was man getan hat oder zu tun unterlassen hat und von dem man wünschte, man könnte es ungeschehen machen, weil man es nachträglich als Unrecht, als [moralisch] falsch empfindet: aufrichtige, bittere, tiefe Reue [über etwas] empfinden, fühlen; Reue ist die Voraussetzung für die Vergebung der Sünden; [keine Spur von] Reue zeigen; die Reue über sein Verhalten war geheuchelt, kam zu spät; Strafmilderung bei öffentlicher Reue; tätige Reue (Rechtssprache; jemandes Abkehr von einer bereits eingeleiteten strafbaren Handlung und seine aktive Bemühung, etwaigen Schaden zu verhindern);
Eine Reue über ihre Kinderlosigkeit habe ich von ihr nie vernommen (Frisch, Stiller 493); Der Mandant sollte nachvollziehbar für das Gericht Reue zeigen, nicht auffallend oder laut werden oder seine Tat beschönigen (Wirtschaftswoche 12. 3. 98, 266); Die … genießen … ihre Eisbecher, Milk-Shakes und Erfrischungen ohne Reue (Heim, Traumschiff 205).



Nichts bereuen ist aller Weisheit Anfang. «Ludwig Börne»
Nur wer bereut, dem wird verziehen. «Dante Alighieri»

Reue ist Verstand, der zu spät kommt. «Ernst von Feuchtersleben»

Unsere Reue ist nicht so sehr ein Bedauern des Bösen, das wir getan haben, als eine Furcht vor den Folgen, die uns daraus entstehen könnten. «Francois de La Rochefoucauld»
Wer bereut, hat die Chance, daß er eine Gegenwart haben wird, deren er sich in Zukunft nicht zu schämen braucht. «Ludwig Marcuse»
Die Reue ist das Bedauern darüber, daß man so lange gewartet hat, es zu tun. «Henry Louis Mencken»
Bedauernswert die Frau, die nichts zu bereuen hat. «Jeanne Moreau [* 1928]; franz. Schauspielerin»
Die Gesellschaft hat die Strafe erfunden, die Theologie die Hölle, und für die Fälle, in denen die irdische Sühne ausbleibt und der Glaube ans Jenseits versagt, hat unsere Feigheit die Reue erfunden. «Arthur Schnitzler»


Gewissensbisse, Zerknirschtheit, schlechtes Gewissen, von Schuldgefühlen ergriffen sein. einsichtig sein

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