Reclam-Heftchen in Literaturverzeichnis

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2 Antworten

Hallo,

eigentlich muss dieses "Printed in Germany 2010" da schon mit rein und zwar als Nachdruck. Das wird aber von den Korrektoren meistens nicht genau kontrolliert. Die schauen meist nur drauf, ob die Angaben formal stimmen und werden meist nur stutzig, wenn da was formal nicht passt. Wenn der Korrektor jetzt aber ausgerechnet dieses Werk kennt, kann es sein, dass er dir ne Anmerkung hinschreibt, weil du vergessen hast, den Nachdruck mit anzugeben.

Es ist mittlerweile auch nicht mehr unbedingt üblich, solche Angaben wie "durchgesehene Ausgabe/Auflage", "erweiterte Auflage" oder "überarbeitete Auflage" mit anzugeben. Das hat man früher häufiger gemacht. Heutzutage macht man das nicht mehr ganz so häufig, da die korrekte Bezeichung der Auflagennummer eigentlich ausreicht, um das Werk zweifelsfrei identifizieren zu können. Man kann das aber natürlich immer noch tun. Letztlich ist das Geschmackssache und wenn dem Korrektor so etwas lieber ist, sollte man natürlich Angaben wie "durchgesehene" oder "erweiterte Auflage/Ausgabe" mit angeben.

Zurück zu deiner eigentlichen Frage: Du könntest das Werk beispielsweise so angeben:

Nachname des Autors, Vorname des Autors: Titel. Untertitel, Ditzingen: Reclam, 2010 (Nachdr. der durchgesehenen Ausgabe Stuttgart 1993).

Alternativ wäre auch das möglich (wäre einen Tick kürzer):

Nachname des Autors, Vorname des Autors: Titel. Untertitel, Ditzingen: Reclam, 2010 (ND¹ Stuttgart 1993).

Gruß, BerchGerch


¹ ND ist eine allgemein anerkannte Abkürzung für Nachdruck. Das musst du also nicht extra erklären.

Autor, Titel, Verlag (also hier Reclam), durchgesehene Auflage von 1993. Alternativ: Autor, Titel, Reclam-Verlag Stuttgart, durchgesehene Auflage von 1993.

Viel Erfolg! DK

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