Reaktionsenthalpie bei der Bildung von Schwefeltrioxid?

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2 Antworten

Ohne zu sehen welche Rechnung Du durchgeführt hast und welche Quellen Du verwendet hast läßt sich Deine Frage leider nicht ohne weiteres beantworten. Hier allerdings zwei Anmerkungen 1) Es gibt einen Unterschied zwischen Enthalpie und freier Enthalpie. Welche hast Du berechnet, welche ist in der Quelle angegeben? 2) Rechnest Du mit dem gleichen Druck und der gleichen Temperatur wie die Quelle?

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Kommentar von TKGamerX
25.05.2016, 17:46

Die Berechnung habe ich mit dem Satz von Hess durchgeführt, mithilfe der Standardbildungsenthalpien der beteiligten Stoffe aus meinem alten Tafelwerk. Über Druck und Temperatur kann ich keine Aussage treffen, darüber wird weder in der Quelle noch bei der Berechnung etwas gesagt.

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Ich nehme an, Du meinst die Reaktion

2 SO₂ + O₂   ⟶   2 SO₃

Du erklärst zwar nicht, woher Du Deine Zahlen hast, aber für diese Reaktion finde ich in der Tat eine Reaktionsenthalpie von ΔH=198 kJ/mol.

Allerdings bin ich auf den Fakt gestoßen, dass die tatsächliche Energieabgabe ein anderer Wert sein soll.

Wo steht das? Und wie groß ist der Unterschied? Eine Erklärung könnte sein, daß die Reaktions­energien immer temperatur­abhängig sind. Die Tabellen­­werte beziehen sich auf 25°C, aber das Kontakt­verfahren arbeitet ja bei ca. 450°C, da kann schon ein Unterschied herauskommen.

(Reaktionsenergien kann man auf jede Temperatur umrechnen, aber dazu braucht man die Wärmekapazitäten aller beteiligten Stoffe im ganzen Temperatur­intervall, das ist nicht immer einfach.)

Der Katalysator kann jedenfalls nicht daran schuld sein. Wenn jemand einen Katalysator findet, der Reaktionsenergien verändern, dann kann ich damit ein Perpetuum mobile bauen, und das wird mir die Natur wohl nicht erlauben.

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Kommentar von TKGamerX
25.05.2016, 17:43

Erstmal danke für die Antwort.

Naja die Enthalpie hab ich mit dem Satz von Hess berechnet, die Werte dazu sind ja stoffeigen und überall zu finden. 

Die Größe des Unterschiedes ist mir nicht bekannt, als ich dazu meinen Chemielehrer befragte, meinte er nur, die genauen Werte würde er auch nicht kennen. Mein Vater arbeitet in der chemischen Industrie und laut seinen Angaben ist die tatsächliche Energieabgabe wesentlich geringer als die errechnete. Genaue Werte kennt er natürlich auch nicht.

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