Philosophie: konstruktivismus und die objektive wirklichkeit?

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Der naive Realismus nimmt an, dass die Welt einer objektiven Wirlichkeit und unsere Welt, wie wir sie uns vorstellen, eins zu eins ineinanderfallen, d.h. unser Welt, wie wir sie uns vorstellen ist identisch mit der objektiven Wirklichkeit.

Der Konstruktivismus wendet dagegen ein, dass wir die objektive Wirklichkeit nicht als eindeutige, ungebeugte Abbildung erfahren. Dazwischen stehen Medien wie unsere Sinne, unser Verstand, der die Zusammenhänge aus den Einzeldaten der Sinne ausliest (nicht mal alle) und Beziehungen dazwischen (z.B. Kausalität) konstruiert. Dazu kommt, weil wir das ja alles nicht als Einzelwesen sondern als Sozialwesen tun, die Sprache als Medium, und diese ist kulturabhängig (merkt man bei Übersetzungen, wie problematisch das manchmal sein kann). Der radikale Konstruktivismus behauptet, dass wir soziale Wirklichkeitsvorstellung unter den Bedingungen der Kultur, der politischen, religiösen und ökonomischen Interessen selbst konstruieren und formen, teils weitab von einer Abbildung der objektiven Wirklichkeit, wenn diese als Abbildung nicht all diesen Interessen formend unterworfen wäre.

Gehöre ich der "Generation Doof" an?

Heute sich mein Philosophie-Lehrer die ganze Stunde lang darüber aufgeregt, dass die Schüler immer dümmer werden bzw. dass die Abiturienten von vor 20-30 Jahren mehr wussten, als die von heute. Jetzt stelle ich mir die Frage: bin ich wirklich so doof?

Ich gehörte bis zur 10/11 Klasse auf meiner Gesamtschule immer zu den besten Schülern. Mein Durchschnitt siedelte sich fast immer im 2,0er-Bereich an. Da ich schon früh viel gelesen und viele Wissenssendungen geschaut habe, wurde ich immer für mein Wissen und meine gute Grammatik/Rechtschreibung gelobt. Ich musste mich nie wirklich anstrengen, so dass ich auch gute Noten in Fächern hatte, die ich nicht mochte.

So war es früher. Nach wie vor besitzte ich zwar das Interesse an Bildung Fächern die mir Spaß machen (Philosophie und Geschichte). In den letzten Sommerferien habe ich mir z.B. sehr viele Dokumentationen und philosophische Gespräche auf der Plattform YouTube angeschaut. Ich lese immer noch gern Bücher; damit meine ich kein Fanatasy, sondern Bücher, die Themen wie den Kapitalismus oder die Ethik beinhalten.

Jetzt zum heutigen Stand. Ich habe im letzten Quartal 117 von 150 Punkten erreicht und habe das Gefühl, versagt habe, obwohl ich mehrmals die Woche zur Nachhilfe gehe. Fast jeder Mitschüler meint zu mir, dass ich zu den Besten gehöre, doch meine Lehrer meinen was anderes, auch wenn ich zu den einzigen Schülern gehöre, die im Unterricht immer mitmachen. Mein Alltag in der Klausurphase, in der ich mich derzeit befinde, bezeichne ich als Katastrophe. Wenn ich nach Hause komme und ich nicht direkt danach zur Nachhilfe gehe, bin ich erstmal 2-3 Stunden an meinem Handy oder PC dran, um mein Hobbies (Gaming und Mode) wenigstens ein bisschen auszuleben. Das nutze ich, um mich vom Schulstress abzulenken. Dadurch bleiben mir am Tag nur noch wenige Stunden übrig, um mich auf Hausaufgaben zu konzentrieren. Aber ohne diese Ablenkung halte ich den Alltag einfach nicht aus.

Und jetzt kam mir mein Lehrer damit an, dass die Schüler dümmer werden. Er ist nicht der einzige von meinen Lehrern, der so denkt. Da frage ich mich, was ich falsch mache. Soll ich meine Freizeit komplett über Bord werfen, um am Ende als wirklich gebildeter Mensch rauszugehen?

Die Frage richtet sich an ältere Menschen. Ich weiß, dass sich hier auf dieser Plattform nicht nur Jugendliche aufhalten. Ich bitte um die Antwort von Leuten, die mir wirklich sagen können, ob ich hier was falsch mache, was mich zu einem dummen Menschen macht.

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