Pavatex oder Styropor? Wir wollen unser altes Haus von Außen dämmen. Welches Material ist besser?

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Der wesentliche funktionale Unterschied bei den verschiedenen WDVS (Wärmedämmverbundsysteme) ist neben dem U-Wert (Grad der Dämmung) und der dazu notwendigen Dicke vor allem die Dampfdifussion und ein bißchen auch die Empfindlichkeit gegen Feuchtigkeit von außen.

Zu 80% wird EPS (expandierter Polystyrol-Hartschaum) und vom Sockel abwärts XPS (extrudierter Polystyrol-Hartschaum verwendet). Das Material ist preiswert, leicht zu verarbeiten, die Details sind gut beherrschbar und es geht (selten) bis zur WLG 032 runter.

Einziger richtiger Nachteil ist der hohe Dampfdifussionswiderstand, der bei hohen Dämmstärken zum Tauwasserausfall innerhalb des Wandaufbaus führen kann. In geringem Maß ist das unproblematisch, da es wieder abtrocknet. In manchen Fällen führt es zu erhöhtem Algenwachstum auf dem Putz, die Fassade verfärbt sich grau oder grünlich.

Mit teurer Holzfaserdämmung oder z.B. Steinwolle-Lamellen tritt das Problem kaum auf, dafür saugt sich das Material bei größeren Undichtigkeiten mit Wasser voll und verursacht Feuchteschäden. Und ich kenne kein WDVS ohne Ausführungsmängel.

Bei Dämmstärken bis maximal 18 cm, normalen baulichen Verhältnissen und wenn das Geld nicht locker sitzt ist EPS ausreichend. Es sei denn die Entscheidung ist irgendwie ideologisch motiviert.

Viel wichtiger ist ein Handwerker, der sorgfältig arbeitet.

Hier eine weitere Alternative (Vorteil geringere Dicken bei gleicher Dämmwirkung):Resol-Hartschaum ist ein duroplastischer Kunststoff, der hauptsächlich aus Bakelit besteht. Bakelit wiederum ist ein vollsynthetischer Kunststoff auf der Basis von Phenolharz. Es ist sehr strapazierfähig. Heute wird Bakelit vor allem in der Technik angewendet, bei hohen thermischen und mechanischen Beanspruchungen wie Leiterplatten und Bremsbelägen. Das Material ist 100% FCKW und H-FCKW frei.

Anwendung/Verarbeitung Resol-Hartschaumdämmplatten finden meist als Wärmedämmverbundsystem für Außenwände Verwendung. Die Dämmplatten werden dann mit mineralischen Edelputzen nach DIN EN 998-1 und pastösen Oberputzen verarbeitet. Als Untergrund eignen sich Beton und Mauerwerk.

Technische Daten Wärmeleitfähigkeit λ: 0,022 - 0,025 W/(mK) Rohbaudichte ρ: ca. 40 kg/m³ Wasserdampfdiffusionswiderstand μ: 10 - 40 Baustoffklasse nach DIN 4102: B2

Du sagst, dass "jeder etwas anderes sagt". Glaubst Du in diesem Forum ist es anders? Gehe zu einem guten Baumarkt, besser zu einem Gipsergeschäft und erkundige dich über die Vor- und Nachteile der Materialien.

Als erstes stellt sich sowieso die Preisfrage........... Styropor ist das günstigste..............

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