Normativer Pluralismus

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Pluralismus ist

1)in der Philosophie:

a) Erkenntnistheorie: Weltsicht mit der Meinung, die (von Menschen erlebbare) Wirklichkeit könne nicht als Ganzes beschrieben werden, sondern bestehe aus einer Vielzahl an Dingen, die in unterschiedlicher Weise zueinander in Beziehung stehen, und die Beziehungen zwischen den Teilen seien Ausgangspunkt und Grundbedingung des Erkennens und Handelns (Gegenteil: Monismus)

b) Ethik: gleichberechtigtes Nebeneinander unterschiedlicher ethischer Prinzipien, Werte und Normen

2) Politikwissenschaft und Soziologie: ein System mit einer Vielzahl am Gruppen, Interessen und Meinungen, die in einer grundsätzlich gleichberechtigten Konkurrenz und friedlichen Koexistenz Macht durch Gegenmacht beschränken, in einem Wettbewerb staatliches Handeln zu beeinflussen versuchen, wobei eine offene Auseinandersetzung zwischen einer Vielzahl als wesentlicher Bestandteil der gesellschaftlichen und politischen Willensbildung gilt

Empirischer Pluralismus: Der Pluralismus wird aufgrund einer auf Erfahrung (Beobachtung) beruhenden Untersuchung als Tatsache festgestellt.

Normativer Pluralismus: Der Pluralismus wird als Norm gesetzt bzw. gilt als Norm. Die Vielzahl soll sein.

Anerkennung und Respektierung vielfältiger Meinungen, Überzeugungen, Interessen, Zielen und Wertvorstellungen ist Leitbild. Niemand darf in der Lage sein, anderen seine Ansichten aufzuzwingen.

vielen dank. das klingt echt gut

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Immanuel Kants Text in die heutige Sprache übrsetzen?

Räusper Hallo xD,

Ich muss einen Text über Immanuel Kant lesen "Der Mensch, das vernunftfähige Tier" und habe ihn gefühlt 100 Mal gelesen, und immer noch nicht verstanden... Kann ihn mir jemand in unser heutiges Deutsch "übersetzen"?

"Es bleibt uns also, um dem Menschen im System der lebenden Natur seine Klasse anzuweisen und so ihn zu charakterisieren, nichts übrig als: dass er einen Charakter hat, den er sich selbst schafft, indem er vermögend ist, sich nach seinen von ihm selbst genommenen Zwecken zu perfektionieren; wodurch er als mit Vernunftfähigkeit begabtes Tier(animal rationabile) aus sich selbst ein vernünftiges Tier(animal rationale) machen kann; - wo er dann: erstlich sich selbst und sein Art erhält, zweitens sie übt, belehrt und für die häusliche Gesellschaft erzieht, drittens sie als ein systematisch (nach Vernunftprinzipien geordnetes), für die Gesellschaft gehöriges Ganze regiert; wobei aber das Charakteristische der Menschengattung in Vergleichung mit der Idee möglicher vernünftiger Wesen auf Erden überhaupt dieses ist: dass die Natur den Keim der Zwietracht in sie gelegt und gewollt hat, dass ihre eigene Vernunft aus dieser diejenige Eintracht, wenigstens die beständige Annäherung zu derselben herausbringe: [...] die Perfektionierung des Menschen durch fortschreitende Kultur, wenngleich mit mancher Aufopferung der Lebensfreuden desselben, zu bewirken. ~Immanuel Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, S. 277

Ich würde mich total freuen, wenn mir jemand diesen Text ins heutige Deutsch übersetzen könnte :)

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