Mitose/Meisose ---> ich hab echt kein plan

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OK, ich helfe dir mal bei deiner ersten Frage: Grundsätzlich: Mitose ist die normale Zellteilung, die in jeder Körperzelle stattfindet, also bei Wachstumsprozessen oder zum Ersetzen von beschädigten Zellen. Kurzfassung Mitose: Die Chromosomen ordnen sich in der Zellmitte an, sie werden in der Mitte auseinandergerissen. Eine Chromosomenhälfte heißt Chromatid. Jede Tochterzelle bekommt je eine Hälfte (Chromatid) von jedem Chromosom und baut sich die fehlende Hälfte nach. Schon hast du 2 Zellen.

Meiose findet in den Keimzellen statt. Keimzellen sind nichts anderes als Eizelle und Spermium. Bei Eizelle und Spermium muss der Chromosomensatz halbiert werden, da sie bei der Zeugung eines Kindes verschmelzen. Beispiel: In jede Zelle gehören 2 Chromosomen der gleichen Sorte (= Homologe Chromosomen). Würden 2 normale Zellen miteinander verschmelzen hätten sie 4 gleiche Chromosomen, da 2+2=4 ergibt. Dem beugt man vor indem bei den Keimzellen, die Chromosomenzahl vorher schon halbiert wird, denn 1+1=2)

Kurzfassung Meiose: Es finden 2 Teilungen statt. Erst ordnen sich die homologen (gleichen Chromosomen) in der Mitte an. Jede Tochterzelle bekommt eines der beiden Chromosomen. (Das ist die Reduktionsteilung, die nötig nötig ist um den Chromosomensatz zu halbieren). Die 2 Teilung entspricht der Zellteilung der Mitose: Chromosomen orden sich in der Mitte an, werden auseinandergerupft, jede Tochterzelle erhält je 1 Chromatid

OK, jetzt hab ich dir auch fast Frage 2 beantwortet. Zeit sich die Bilder im Biobuch nochmal anzugucken und und versuchen es nachzuvollziehen :)

Also Mitose bedeutet, dass ein doppelter Chromosomensatz erhalten bleibt (diploid). Jede deiner Körperzellen hat einen doppelten Chromosomensatz und wenn neue Zellen gebildet werden bleibt durch die Mitose der diploide Satz erhalten. Nur Samen- und Eizellen sind haploid (also einfacher Chromosomensatz) sie sind die einzigen Körperzellen, die sich mit Hilfe der Meiose teilen und einen einfachen Chromosomensatz haben. Der Grund liegt daran, dass sie mit einer anderen haploiden Zelle verschmelzen und wieder einen diploiden Satz ergeben sollen. Also Samenzelle (haploid) + Eizelle (haploid) = Zygote (diploid) und daraus wächst wieder ein diploider Mensch :-)

Also dann mal zu erstens: der doppelte Satz muss in den Keimzellen auf den einfachen reduziert werden, damit bei der Befruchtung wieder ein doppelter Satz entsteht, sonst würde sich ja in jeder Generation die Chromosomenzahl verdoppeln.

Zu zweitens: Gemeinsamkeiten sind, dass die Chromosomen sich jeweils in der Äquatorebene ansammeln und dann verteilt werden, es entstehen mehrere Tochterzellen.

Unterschiede sind, dass bei der Mitose eine erbgleiche Teilung vorliegt, das Erbgut ist in den Tochterzellen identisch, jedes Chromosom wird identisch verdoppelt, es besteht ja aus erbgleichen Schwesterchromatiden.

Bei der Meiose liegt eine erbungleiche Teilung vor, es entstehen in zwei Phasen vier (Keim-)Zellen mit unterschiedlichem Erbgut. Dabei werden in der ersten Teilungsphase die (erbungleichen) mütterlichen und väterlichen Chromosomen getrennt (=Reduktionsteilung), die zweite Teilungsphase ist wie eine Mitose.

Zu drittens: Wenn es bei n=3 2hochdrei Möglichkeiten gibt, dann gibt es bei 23 Chromosomenpaaren 2hoch23 Möglichkeiten.

Das sind übrigens 8 388 608 Möglichkeiten! Durch "Crossing over" gibt es noch viel mehr Kombinationsmöglichkeiten, aber ich glaube, zu kompliziert bringts Dir nichts, deshalb erst mal die einfache Version. Kannst ja nochmal nachfragen.

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also ich besuche die 10 klasse einer realschule und dies ist keine hausaufgabe ich hab die aufgaben einfach aus dem buch genommen damit ich das mal langsam verstehe

Aber dazu müsstest Du doch schon mal die Mitose und Meiose erklärt bekommen haben in der Schule, sonst kannst Du ja die Aufgaben nicht lösen. Was Du dann nicht verstehst, könnte ich Dir dann schon etwas helfen. :-)

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O.K., dann nehme ich meinen Vorwurf zurück, ich habe Dir deshalb ne einfache Antwort geschrieben.

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Zu deiner ersten Frage. Wenn ein Organismus das Erbgut von Vater und Mutter erhält, so muss geklärt werden, was geschehen soll, wenn er nun seinerseits Nachkommen haben will. Er kann ja nicht einfach eine seiner üblichen, diploiden Körperzellen verwenden, um sie mit der eines Partners oder einer Partnerin zu vereinigen, weil dieses Vereinigungsprodukt dann schon eine vierfache Erbausstattung besäße. In der nächsten Generation wären es dann bereits acht Pläne, in der übernächsten sechzehn, usw. Bekanntlich wird das Problem dadurch gelöst, dass Tiere und Pflanzen in ihren Körpern besondere Sexualorgane ausbilden, in denen normale, diploide Zellen so umgeformt werden, dass ihre Kerne nur noch einen einzigen (einfachen oder haploiden) Satz an Chromosomen enthalten. Die Erbinformation dieser Spezialzellen wird dabei sowohl aus mütterlicher als auch aus väterlicher DNS jeweils neu zusammengestellt. Der ganze Vorgang in der Biologie üblicherweise als Reduktionsteilung oder Reifeteilung, aber auch als Meiose oder Meiosis (von griech. meion = weniger) bezeichnet verläuft wegen der dabei notwendigen Neuverteilung der Chromosomen erheblich komplizierter als die Mitose.

Zu r zweiten Frage:

Oberflächlich betrachtet handelt es sich bei der Meiose um eine doppelte Zellteilung, und dementsprechend verdoppeln und verdicken sich die Chromosomen zunächst genau so wie bei einer Mitose. Das dauert allerdings etwas länger und die Chromosomen werden dabei anfänglich auch nicht so stark verkürzt. Man nennt diese Phase daher auch nicht Prophase, sondern Leptotän, weil die Chromosomen hier noch relativ schlank bleiben (griech. leptos = schmal, dünn). Dann jedoch geschieht etwas, das bei der Mitose keine Entsprechung hat: Die Chromosomen liegen an der Äquatorialplatte nicht ungeordnet umher, sondern bilden Paare. Die entsprechenden Chromosomen väterlicher- und mütterlicherseits suchen also einander auf und lagern sich paarweise so zusammen, dass ihre entsprechenden (homologen) Abschnitte genau gegenüberliegen. Diese Phase des Zusammenlagerns (oder der Konjugation) wird Zygotän (griech. Zygos = Joch) genannt. Nach Ausbildung der Spindelfasern ordnen sich diese Paare (genau genommen sind es ja Doppelpaare, “Quartette” oder “Tetraden”, da jedes Chromosom bereits längs geteilt ist) entlang der Fasern an und verkürzen sich dabei etwas weiter. Wegen dieser Verkürzung heißt das Stadium Pachytän (von griech. pachys = dick). Das Besondere an der Paarung der Chromosomen ist, dass hierbei eine Umordnung der Chromosomenabschnitte stattfinden kann. Beim Aneinanderlagern der homologen Abschnitte geschieht es nämlich häufig, dass väterliches Erbgut auf das mütterliche und umgekehrt mütterliches auf das väterliche übertragen wird. Grund dafür sind Überkreuzungen (oder Chiasmata, Einzahl Chiasma = griech. Kreuz) der Chromatiden. Sie zerbrechen dann leicht und werden auf der “falschen Seite” wieder zusammengeklebt. Das “genetische Roulette” der sexuellen Vermehrung erhält durch die Überkreuzung – auch Crossing over genannt - noch eine zusätzliche Komponente: Es kommt zu einer teilweisen Umverteilung von normalerweise zusammenhängenden Verbungssegmenten .Im folgenden Stadium, Diplotän (von griech. diploos = doppelt) genannt, wird die Paarung oder Konjugation wieder rückgängig gemacht. Die Chromosomen, die sich noch weiter verdickt haben, werden wieder getrennt.

Zur dritten Frage: Wenn du drei Chromosomenpaare hast, so kannst du z. B. das erste Paar als Aa bezeichnen (d.h.: A stammt vom Vater und a von der Mutter). Das zweite Paar nennst du entsprechend B und b, das dritte C und c. Jetzt bilde aus diesen 3 Chromosomenpaaren Geschlechtszellen (z.B. Spermien), die nur jeweils eines der Chromosomen aus den drei Paaren enthalten, also beispielsweise ABC oder ABc. Du wirst sehen, dass genau 8 Möglichkeiten bestehen.

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