Meine Tochter (11) isst sehr wenig. Was tun?

10 Antworten

Erst einmal würde ich das ärztlich abklären lassen. Manchmal liegts an einer Fehlfunktion der Schilddrüse das das Gewicht aus dem Ruder läuft.

Das mit dem Ernährungsplan ist ein guter Schritt.

Aber mit Hilfe eines Experten herauszufinden welche Ursachen (abgesehen von eventuellen körperlichen Ursachen) dahinter stecken, ist ein Muss.

Ein reines "Verabreichen von Appetitanregern" oder vielleicht sogar "extra reichhaltig kochen" reicht nicht aus um jemanden gesund zu ernähren/ bzw. dahin zu kriegen das derjenige nicht mehr im Untergewicht liegt.

Bei mir wars damals Stress... Gemeinsame Mahlzeiten waren mit Stress verbunden da währenddessen die Eltern alles Wichtige des Tages, anstehende Termine etc besprachen (untereinander und mit mir. Essen sollte mit etwas Positivem verbunden werden, so das man sich in Ruhe auf den Genuss der Mahlzeit konzentrieren kann. Das war in meiner Jugend nicht der Fall. Also entwickelte ich dadurch eine Abneigung gegen gemeinsame Mahlzeiten und dadurch teils auch gegenüber Nahrungsaufnahme allgemein.

Weiterhin ist der soziale Druck bereits in den unteren Klassen der weiterführenden Schule spürbar vorhanden. Wer ist am schlankesten, wer hat schon Brüste, wer hat schon dies, oder jenes, wer kann es sich leisten dies oder jenes an Klamotten zu tragen, wer wird als hübsch empfunden durch den Freundeskreis oder Mitschüler und wer nicht.

In der Pubertät (und da steckt man mit 11 Jahren heutzutage bereits drin) ist man recht sensibel gegenüber äußeren Einflüssen. Dies, gepaart mit den typischen Selbstzweifeln (bin ich hübsch genug, sehe ich gut aus, ist mein Bauch zu dick, der Busen zu klein, die Nase zu groß, die Haut zu pickelig...?) kann dann manchmal dazu führen das ein Heranwachsender dem Glauben verfällt "nur eine Diät/ verringerte Kalorienzufuhr kann mich davor schützen/ kann mir helfen".

Dies geschieht hier und da dann heimlich, schleichend - so das das soziale Umfeld es nicht mitbekommt. Das Schulbrot wird vielleicht entsorgt, "ich habe schon unterwegs was gegessen", etc... Dazu dann im Internet Fragen durchforsten oder stellen a la "Wie kann ich Kalorien zählen, was kann ich machen das meine Eltern das nicht merken, etc pp". Nebenbei schleicht sich ein sich veränderndes Selbstbild ein. Man beginnt Fett zu sehen wo nur noch Haut und Knochen und vielleicht ein bisschen ganz normales Fleisch ist.

Wie auch immer.... Vielleicht trifft das auf dein Kind ja garnicht zu. Ich würds dir jedenfalls wünschen. Klärt es mit dem normalen Hausarzt oder Kinderarzt ab, du besprichst das Thema nochmal gesondert mit jenem Arzt (unter 4 Augen). Und dann ergeben sich diverse weitere Schritte.

Hallo Mutti versuch mal Rotkäppchensaft im Reformhaus oder Apotheke müsste es geben wurde für diesen Fall auf den Markt gebracht

viel Glück das es klappt

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Möchte dir nicht vor den Kopf stoßen evtl hast du das ja schon versucht..

..aber wärs nicht evtl sinnvoller erstmal mit ihr zu reden wieso sie kein Appetit mehr hat oder ihr zu sagen.. dass sie ja dann mit einer anderen Person, der Psychologin bspw reden kann .. wenn sie das nicht mit dir besprechen möchte . Glaub dass das nichts Gutes bringt .. wenn man einfach versucht nur ein Symptom zu behandeln .. wenn da evtl was hinter steckt . Auch wenn sie evtl abnehmen wollte und sich jetzt evtl besser fühlt .. dann ist’s evtl so . Aber glaube als Mutter ist’s wichtig einfach das dann noch zu beobachten und denke mit der Therapie um wenigstens zu wissen.. wie man das Verhalten einschätzen soll .. ganz sinnvoll.

Aber man kann auch mit leichtem Unter- oder Übergewicht gesund leben.

Denke du solltest da nichts erzwingen bezüglich einer Zunahme .. wenn dann sollte sowas wenn’s sich um lebensbedrohliche Bereiche handelt klinisch erfolgen.. wobei ja Menschen, die generell die Nahrungsaufnahme verweigern wo das raus kommt, auch bei Normalgewicht schon die Sonde bekommen haben .. was ich mal von jemandem gehört hab.

Das ist meine Meinung dazu .

Danke dir. Das habe ich schon sehr sehr oft gemacht. Jedoch blockt sie nur alles ab. Die Therapie wird auf jeden fall stattfinden

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Wenn sie weiter abnimmt, weil sie nichts essen will, hilft oft nur noch die Zwangsernährung für's erste. Gerade im Wachstum sind Nährstoffe enorm wichtig. Schaue auch mal auf ihr Umfeld, irgendwoher muss sie diese Idee ja haben.

Ich würde sagen, wenn das mit dem Ernährungsplan nicht klappt, meldest du dich wieder bei der fachlichen Beratung.

Das ist ja der Sinn von so einer Beratung.

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