Leiten auch nichtleiter den strom?

9 Antworten

Nein. Nichtleiter - wie dar Name bereits sagt - leiten den Strom nicht.

Ich zitiere da mal Wiki:

Nichtleiter sind Stoffe, deren elektrische Leitfähigkeit mit weniger als 10−8 S·m−1 verschwindend gering ist und unterhalb der von Halbleitern
liegt. Wird der Begriff in der Physik für beliebige Materialien wie
auch Gase und das Vakuum benutzt, so beschränkt man sich in der Technik
meist auf Festkörper.

Die vollständige Erklärung gibt es hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nichtleiter

Im Prinzip gibt es tatsächlich keine 100,00-prozentigen Nichtleiter, das siehst Du durchaus richtig. Allerdings sind z.B. Kunststoffe und trockenes Holz derart starke Isolatoren, dass wir in der alltäglichen Praxis deren Leitfähigkeit vernachlässigen können.

Übrigens: Um einen elektrischen Widerstand wirksam zu überwinden, muss man nicht

"genung strom drauf geben", sondern

eine entsprechend hohe Spannung anlegen.

Die Höhe der angelegten Spannung bestimmt ob etwas ein Leiter oder ein Isolator ist. Trockenes Holz kann gut isolieren aber wenn es feucht wird auch gut leiten.

Eindeutig Jein!

Es gibt keinen Stoff, der verlustfrei leitet und keinen, der perfekt isoliert. Alle Stoffe liegen irgendwo dazwischen (Supraleitfähigkeit lasse ich bewusst außen vor, da sollen sich die Physiker streiten, in unserer alltäglichen Praxis kommt sie ohnehin nicht vor). Ist der elektrische Widerstand eines Stoffes sehr gering, spricht man von "Leitern" (z. B. Metalle), liegt er irgendwo in der Mitte, von "Halbleitern" (z. B. Halbmetalle wie Silizium oder Germanium) und ist der Widerstandswert dermaßen hoch, dass kaum nennenswerter Strom fließt, spricht man von Nichtleitern oder Isolierstoffen.

Wichtig bei Nichtleitern ist, dass ihre elektrische Leitfähigkeit oft dermaßen gering ist, dass gegebene Einflüsse in der Praxis stärker bestimmend wirken als der nichtleitende Stoff selbst. Hier wurde bei den anderen Antworten mehrfach "Holz" angesprochen. Erstens ist Holz kein klar definierter Stoff (im Vergleich zu Elementen wie Kupfer oder Eisen), sondern ein Stoffgemenge, bestehend aus Zellulose, Mineralien usw. Und zweitens bestimmt die Restfeuchte im Holz (Holz ist praktisch nie ganz trocken) eher die Leitfähigkeit als die eigentlichen Bestandteile.

Auch die den Isolierstoff umgebende Luft kann "leitfähiger" sein als der Stoff selbst, dann wird unter "normalen" Betriebsbedingungen eine Angabe der Leitfähigkeit schwierig, denn in der Praxis leben wir ja nicht im Vakuum.

Also zusammenfassend: Es gibt gute Leiter, mittelmäßige und schlechte.

Unter Normalbedingungen (Druck, Temperatur) nicht. Bei sehr hoher Temperatur (Rotglut) leitet Glas, bei sehr niedrigem Druck leiten Gase (Leuchtstofflampen)

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