Kurzschlussleistung?Kurzschlussstrom?

3 Antworten

Die Kurzschluss-Ströme bestimmen entscheidend die Dimensionierung der Schaltanlage und Sicherungen. Sie sind deshalb stets bei allen großen Anlagen rechnerisch dem Gutachter nachzuweisen.

Im Haushalts-Unterverteiler z.B. werden Sicherungen mit mindestens 6kA Kurzschussstrom (-Möglichkeit) eingesetzt, bessere haben 10kA (reale Werte für gemessene Kurzschlussströme liegen im Schnitt deutlich darunter, aber der vorgeschriebene Mindestwert der Schaltelemente liegt bei 6kA). Die Hauptsicherungen liegen schon über diesen Werten. In der Haupt-Schaltanlage sind schon Werte bis über 40kA üblich, in großen Anlagen über 100kA.

Es geht sowohl um die Beherrschung der elektromagnetischen Kräfte als auch um das Schaltverhalten. Diese Größen beschreiben letztlich den "Innenwiderstand".

Eine Verteilung, die "zu weit weg" ist, könnte auf Grund des zu kleinen Kurzschluss-Stromes eventuell eine Sicherung im Fehlerfall nicht oder erst zu spät (Erwärmung!!) auslösen...In diesem Fall müssen zusätzliche Schutzelemente vorgesehen werden, die eine Abschaltung bewirken. Wenn dir jemals das Wort "Distanzschutz" begegnen sollte: das ist dieser Zusammenhang!

Der Kurzschlussstrom tritt auf, wenn in einer Anlage ein Kurzschluss herrscht. (Logisch...) Der wird bestimmt durch die Spannung und die Impedanz zwischen Spannungsquelle und Kurzschlussort.

Die Kurzschlussleistung ist eine theoretische Größe, die nicht tatsächlich auftritt. Hier gilt S_k = wurzel(3)*U_n*I_k

Die Wurzel(3) ist eigentlich 3/wurzel(3). Nämlich die 3 für die drei Phasen und geteilt durch wurzel(3) um die Nennspannung in die Strangspannung umzurechnen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kurzschlussleistung

Noch Fragen?

So ganz habe ich das mit der Kurzschlussleistung (noch) nicht verstanden. Leider tue ich mir das noch etwas schwer

"Die kurzschlussleistung des Trafos X ist dafür nicht ausgelegt" Könntet ihr anhand eines Beispieles mir erklären

Viele Danke

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