Kontamination auf Kleidung "übertragbar" (Radioaktivität)?

3 Antworten

Um es kurz zu machen (bin beruflich Strahlenschützer) :

Ja die Kontamination könnte sich auch auf die zweite Person "übertragen" bei Kontakt, und wenn diese sich z.b. durchs Händeschütteln die Hand kontaminiert und er sich dann  am Mund oder an der Nase kratzt, könnte diese Kontamination auch in den Körper gelangen (Inkorporation genannt. Durch Verschlucken, einatmen oder durch eine offene Wunde). 

In einer kerntechnischen Anlage wird im Falle einer Inkorporation das "Ausmaß" mittels Stuhlproben festgestellt und über diese Auswertung die Dosis die die Person zu erwarten hat errechnet (raus kriegt man diese Stoffe erstmal nicht mehr). 

Diese Dosis wird dann ebenfalls wie die normalen Dosiswerte im Strahlenpass aufgeführt (für Inkorporationen gibt es ein extra Kapitel im Strahlenpass).

Im Normalfall wäre die Kleidung selbst nach dem waschen aber sauber :-)

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Ok, danke für die Antwort. Hätte ich so nicht erwartet und ich bin nun ehrlich gesagt auch etwas verunsichert und besorgt da ich selbst vor Wochen Textilien per ebay aus Japan ersteigert habe und somit natürlich auch Kontakt zu der Ware hatte. Ich weiß jetzt nicht wie die aktuelle Lage dort aussieht und ob die Ware damals bei dem Fukushima-Unglück Schadstoffe aufgenommen hat (was bei Textilien sicherlich möglich ist).

Kontakt zu meinem Mund/Nase hatte ich nach Prüfen der Ware mit Sicherheit. Besteht in diesem Fall eventuell ein Gesundheitsrisiko?

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@Maderas

Nein, da Waren die das Land verlassen seit der Katastrophe vor dem verladen maschinell geprüft werden ob sie "sauber" sind

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@Lucky8Bastard

Aber nicht nur bei Waren wie Kleidung, sondern auch bei Waren wie z.b. Fisch der an den Küsten von Fukushima gefangen wurde werden diverse Probennahmen und Messungen durchgeführt.

Ergebnis: selbst Greenpeace meinte (Zitat): "

"Derzeit gibt es keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dasss Fische aus den genannten Fanggebieten Kontaminationen aufweisen, die für den Verzehr gefährlich wären."

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@Lucky8Bastard

Ich glaube zwar nicht, dass alle Waren geprüft werden, da das meiner Meinung nach unmöglich ist. Dennoch danke für die beruhigende Info.

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@Maderas

Warum sollte das nicht möglich sein? Die Firma "Studsvik" nimmt auch in großen Mengen (Containerweise) Betonabfälle von z.b. Rückbaumaßnahmen in Kernkraftwerken an und die LKW´s müssen vor dem entladen durch große "Detektortore" fahren. In diesen wird die Gesamtaktivität gemessen und dann mit dem Gesamtgewicht des LKW´s berechnet ob es innerhalb der Grenzwerte (grüner Bereich) liegt.

So könnte man es genausogut mit allen anderen Waren die mit LKW´s befördert werden (und wenn es auch nur bis zum Schiff ist) machen, und ich denke auch das es so gemacht wird. Zusätzlich dann noch Stichproben und alles ist gut

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@Lucky8Bastard

Naja, ich lese in diversen Quellen zu dem Thema immer nur irgendwas von Stichproben. Daher bin ich davon ausgegangen, dass lediglich ein kleiner Prozentsatz der japanischen Exporte kontrolliert wird. Auch wenn Japan verhältnismäßig klein ist, werden pro Jahr glaube ich waren im Wert von fast 800.000 $ exportiert. Und dann werden das schon einige Güter sein.

Zudem gab es vor ein paar Jahren (war glaube ich kurz nach dem Unfall) ja mal die News, dass "verstrahlte" Autos nach Russland geliefert wurden, die Russen dies aber durch ihre Kontrollen erst bemerkt hatten.

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@Maderas

Das mit den Autos kann schon sein wenn es direkt nach dem Unfall war.Da waren die Stichproben/Prüfungen ja auch noch nicht bzw. unzureichend aktiv.


Gib auch mal auf Google ein "Fukushima bewohnbar" und du findest Berichte von September 2015 das ein Dorf das direkt in dem Gebiet ist wieder bewohnbar erklärt wurde.

Mach dir nicht so nen Kopf um deine Klamotten die du bestellt hast ^^

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Das würde man mit Detektoren feststellen. Müsste aber auch beim duschen und waschen der Kleidung Wegsein. Mach dir keine Sorgen. Die Personen an sich strahlen ja nicht

Ich glaube nur radioaktive Partikel wie Staub sind gefährlich, beim Einatmen sogar tödlich denke ich.

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Falls das stimmt, dann wären alle Menschen die in meinem Beispiel mit einer Person mit kontaminierter Kleidung auch nur den geringsten Körperkontakt haben, einer extremen Gefahr ausgesetzt.

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