Kennt ihr ein paar einfache, unauffaellige zaubertricks mit sachen die man zu hause hat?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja da gibts doch ne Menge, du meinst dann wohl Tricks ohne Karten. Mit Münzen lassen sich tolle Tricks performen. Im angefühgten Video kannst du beispielsweise paar aufeinanderfolgende Münztricks lernen. Und diese Zaubertricks bei Youtube sind auch ganz leicht, aber selbstverstädnlich sind diese Effekte bei weitem keine Profitricks. Doch trotzdem simpel und genial. Schaus dir an.

MfG Eugen

http://www.youtube.com/watch?v=nlsyJd6bINM

Ich nehme an, Deine Frage bezieht sich auf Stand-Up's, also Sachen die man spontan vorführen kann.

Nichts leichter (oder schwerer) als das. Du mußt lediglich einen Blick dafür entwickeln, was möglich und machbar ist.

Der Rest ist lediglich die Anwendung der Grundeffekte der Zauberkunst/Taschenspielkunst:

  • Erscheinen
  • Verschwinden sowie Kombinationen daraus:
  • Verwandeln
  • Wandern
  • Vorhersagen/Gedanken lesen (Bsp.: gewählte Karte, etc.) und so weiter.

Statt Dir also irgendwelche Patentrezepte (die dann, wenn Du sie anwenden willst nicht gehen, weil irgend eine bestimmte Voraussetzung dafür halt doch nicht gegeben ist) vorzuschlagen, möchte ich Dich einladen, einmal offenen Auges durch Deine eigene Wohnung zu gehen und wahrzunehmen, wieviele Gegenstände sich finden, mit denen man Zaubern könnte.

Ein berühmter Zauberkünstler sagte einmal, als er zu Besuch bei Freunden war, voraus, die Katze - welche Fremden ggü. als sehr scheu galt - würde ihm, wenn er sich verabschieden würde, am Fuß lecken. Seine Gastgeber kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, als das dann auch genau so eintraf. Magie? Trick? Ja! Der Zauberkünstler hatte - in einem unbeobachteten Moment - mit dem Finger etwas Butter gestohlen und sich diese an den Schuh geschmiert: unwiderstehlich für die Katze.

Es braucht also nur ein gut entwickeltes Auge, um spontan zaubern zu können. Tassen, Feuerzeuge, ... was sehe ich gerade alles greifbar? ... Taschentücher/Küchenrollen(-Tücher), Kulis und Bleistifte, Besteck (Messer durch Jacke/Hemd/etc.), ah, eine Tüte Kekse(!) ganz hervorragend. Mit nur zwei Keksen kannst Du wunderbar eine Endlosproduktion vorführen, kannst sie an den unmöglichsten Orten (aus der Hemdtasche des Gastgebers, hinterm Ohr, aus Hosentaschen, Handtaschen, aus einem - definitiv - leeren Briefumschlag, etc.)erscheinen lassen und alle (mitlerweile müßten es gut zwei Kilo sein :-) scheinbar essen, oder in einer Tüte Sammeln ;-) und diese zum Schluß samt Inhalt in Luft auflösen (oder an einen geheimen, magischen Ort verstecken ;-).

In/unter einem Glas erscheinen/verschwinden Münzen (oder Kekse :-),

Brillen wechseln den Benutzer, Hilfreich kann im Zusammenhang die Studie von pickpocketing (Führen: James Coates; Zauberkünstlerischer Taschendiebstahl, Bitte mit Vorsicht anwenden!!!) sein, wobei die Unterkategorie Putpocketing (Sprich: Jemanden etwas in die Tasche hineintun, ohne daß er es merkt) noch viel interessanter für unser Beispiel ist. Stelle Dir nur vor, was es für lange Gesichter gibt, wenn Du etwas wegzauberst und dann bei jemand Anderem in der Tasche erscheinen läßt - der gar nicht in der Nähe war, sondern zwei Meter weg, oder gar in einem anderen Raum war!

Du siehst, die Möglichkeiten sind viele. Alles, was Du auf der Bühne tun kannst, kannst Du auch im Wohnzimmer/Gasthaus/Arbeitsplatz/Schule aufführen - Du mußt lediglich ein Auge (ich wiederhole mich hier) für die Möglichkeiten entwickeln und dann selektieren.

Warum selektieren? Nun, die Zersägte Jungfrau wirst Du bei Deinem Gastgeber sicherlich nicht dvorführen wollen. Erstens dürften die örtlichen Gegebenheiten es nicht hergeben, zweitens: Wo findet man heutzutage noch Jungfrauen? :-) Nein. Die vorgeführten Effekte müssen auch der Umgebung angepaßt sein!

Soweit, so gut!

Ich bin hierbei natürlich von der Annahme ausgegangen, daß Du bereits die Grundbegriffe der Taschenspielkunst beherrschst. Also bereits Zauberkünstler (egal auf welchem Level) bist.

Sollte das nicht der fall sein, empfehle ich Dir, diese "Fundamentals" erst mal zu lernen. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit findest Du dazu Bücher für Anfänger in einer gut sortierten Stadtbibliothek, ansonsten empfehle ich Bücher von Alexander de Cova (auch gute Videos) oder generell das Standardwerk für Zauberkünstler: Handbuch der Magie, von Jochen Zmeck.

Sicherlich gibt es in Deiner näheren (oder weiteren) Umgebung auch einen "Magischen Zirkel" -> http://www.mzvd.de/

Wenn es Dir ernst ist mit der Zauberkunst, kannst Du Dir da einen "Paten" angeln, der Dich fachgerecht unterrichtet.

Von Internet und speziell Youtube rate ich in einem frühen Ausbildungsstadium zunächst einmal ab - die Fülle würde Dich nur verunsichern.

Wichtig ist es eher zu lernen, wie man eigene Zaubertricks entwickelt!!! Und das möglichst ohne großartige Vorbereitungen, oder gar endlose Bastelstunden oder teure Anschaffungen (die meist das Geld nicht wert sind!)

So! Das war ja jetzt schon ein halber Roman. Ich hoffe, ich habe Dir etwas Appetit auf das Spontanzaubern gemacht.

Wenn Du Dich ernsthaft damit beschäftigen möchtest und einen Tutor suchst, stehe ich gerne zur Verfügung. Sicher läßt sich ein Kontakt über ICQ oder Skype stabilisieren.

Besser wäre natürlich ein Tutor vor Ort, da Zauberkunst eine Übungssache und sehr visuell ist.

Mit freundlichen Grüßen,

jocartoons

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