Kategorischer Imperativ + Nutzenprinzip?

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2 Antworten

Also der kategorische Imperativ hat nicht direkt was mit dem Utilitarismus zu tun. Ich beschreibe es mal an einem Beispiel:

Der wahnsinnige Max tötet Lars.

Es gibt Ethiken, die beschäftigen sich mit der Person (also der wahnsinnige Max) [z.B. Aristoteles' Tugendethik], welche, die sich mit der Handlung selbst beschäftigen (also das töten) [z.B. Kants Pflichtethik] und welche, die sich mit dem Ergebnis beschäftigen (also Lars ist tot) [z.B. Utilitarismus mit Mill].

Der kategorische Imperativ soll also eine Art Ratgeber sein, der einem vorgibt, wie man sich verhalten soll:

"Handle stets nach derjenigen Maxime, dass du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde." (bin grad zu faul zum googlen, aber aus dem Kopf war das glaube so)

Das bedeutet, wenn du etwas tun willst (z.B. Lügen), würdest du wollen, dass jeder Lügen (muss)? Wahrscheinlich nicht, daher solltest du eben nicht Lügen.

Das Problem an dieser Ethik ist, dass es sehr abhängig ist von der Maxime. Eine Maxime ist etwas, was sich jeder selbst setzt und durch die deutsche Erziehung gilt lügen als etwas Schlechtes. Daher kann jeder das für sich selbst anders interpretieren. Außerdem ist es auch fraglich für Grenzsituationen (bspw. man muss lügen, um jemanden eine Strafe zu ersparen [Notlüge]).

Der Utilitarismus sagt nun, was ist das Beste Ergebnis für ALLE. Also wenn du lügst, aber damit hunderte Menschen rettest (z.B. bei einem Verhör), dann ist es da besser zu lügen. Es ist der beste Nutzen für alle (auch wenn du dafür Probleme bekommst). Nach Kant dürftest du aber nicht lügen, weil es deine Pflicht ist, dem kategorischen Imperativ zu verfolgen.

Ich hab das mal ausführlicher früher behandelt, aber ich hoffe mal das reicht erstmal. Wenn du Fragen hast, kannst du kommentieren :)

Madonna01 21.11.2016, 18:06

Wow!! Vielen Dank 😊

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Durch das Nutzenprinzip werden die Folgen einer Handlung beurteilt.
Eine Handlung ist positiv, wenn man daraus einen hohen Nutzen ziehen  kann. Also wenn die Handlung dem Menschen etwas bringt.
So wird festgelegt welche Handlungen positiv und welche negativ sind.

Der kategorische Imperativ besagt, dass du deinen eigenen Verstand nutzen sollst. Dein Handeln soll frei von jeglichen Neigungen sein, sie müssen aus Pflicht geschehen, denn nur dann kann man sie moralisch vertreten.
Diebstahl oder Spenden aus Neigungen wäre nach Kant unmoralisch.

LG

Madonna01 21.11.2016, 18:17

Dankeschön! ☺️

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