Kann man da noch was retten?
Mich kennen um die 5 Millionen Leute in Deutschland, was sollte ich am besten machen?
Wer hst diesen Text verfasst?
Geht dich nix an 😅
3 Antworten
In ihrer Freizeit sind Mitarbeitende grundsätzlich frei, denn der Arbeitgeber kann den privaten Lebensbereich nicht beeinflussen. Allerdings gelten auch während der Freizeit die Rücksichtsnahmepflichten weiter.
Das heißt, dass auch vermeintlich private, politisch extreme, rechtswidrige Äußerungen und Betätigungen unzulässig sein können, insbesondere wenn sie im öffentlichen Raum (z.B. Soziale Medien) erfolgen, auf den Arbeitgeber zurückfallen (Bezug z.B. durch Arbeitskleidung oder aufgrund Bekanntheit der Person) und geschäftsschädigend wirken
Kann man da noch was retten?
Zu retten wäre erst mal dein Mindset, nicht dein Image. Wenn ein Betrieb dir schwarz auf weiß schreibt, du seist wegen „rechtsradikalem Verhalten“ untragbar und schon „ziemlich bekannt“, dann ist das kein kleiner Rufschaden, sondern ein massives Problem bei Haltung und Verhalten. Firmen sind da nicht zimperlich: Wer öffentlich extremistisch auftritt, ist für viele Arbeitgeber verbrannt.
Mich kennen um die 5 Millionen Leute in Deutschland, was sollte ich am besten machen?
Die Zahl ist ziemlich sicher komplett übertrieben. 5 Millionen wären fast jeder Zehnte in Deutschland. So bekannt sind nicht mal alle TV-Gesichter. Eher fühlt sich dein Umfeld riesig an, weil Social Media dir dauernd dieselben Kreise zeigt. Trotzdem: Wenn dein Auftritt schon in Bewerbungen auftaucht, ist es ernst genug.
Wir können dich aufgrund von deinem rechtsradikalen Verhalten nicht beschäftigen […]
Wenn das stimmt, hast du genau zwei Baustellen:
1. Inhaltlich raus aus der Szene. Keine Parolen, keine Symbole, keine Gruppen mehr. Such dir Aussteiger-/Beratungsstellen gegen Rechtsextremismus, sprich mit Leuten, die dir nicht nach dem Mund reden (Beratung, Therapie). Ohne ehrliche Distanzierung wird das nie besser.
2. Konsequenzen akzeptieren und aufräumen. Problematische Posts/Fotos löschen, Accounts prüfen, strafbare Sachen ggf. mit einem Anwalt besprechen. In Zukunft extrem aufpassen, was du öffentlich sagst.
Wenn du wirklich was retten willst, dann nicht mit „wie werde ich meinen Ruf los“, sondern mit „wie ändere ich mein Verhalten, damit ich zu jemandem werde, den man guten Gewissens einstellen kann“. Alles andere ist Selbstbetrug im XXL-Format.
Ja, hast recht, das Ding schreit „Fake“ aus allen Poren, wenn man es sich in Ruhe anschaut. Kein halbwegs professioneller Chef schreibt sowas: WhatsApp-Screenshot, null Anrede, null Grußformel, Grammatikfehler („unsere Betrieb“), wirre Kommasetzung und dann so Formulierungen wie „du bist mittlerweile ziemlich bekannt…“. Ein Personalchef, der jemanden wegen extremistischen Aktivitäten ablehnt, sichert sich ab: offizielle Mail/Brief, Datum, klare Begründung, oft mit Verweis auf Firmenwerte, eventuell auf Gesetz / Betriebsvereinbarung, alles sehr nüchtern und juristisch sauber formuliert. Niemand in so einer Position schreibt im Plauderton „du bist mittlerweile ziemlich bekannt“, das klingt eher nach Drama-Inszenierung für Klicks. Dazu diese Übertreibung „mich kennen 5 Millionen Leute in Deutschland“ – das ist genau dieser typische gutefrage-/Social-Media-Größenwahn, den man ständig sieht. Fazit: Das Szenario („Ruf ruiniert durch rechte Aktionen“) ist realistisch, aber der konkrete Screenshot wirkt wie Bastelarbeit oder maximal eine sehr unprofessionelle Privatnachricht, sicher kein offizieller HR-Kanal. Da war ich in der ersten Antwort zu gutgläubig, dein Hinweis ist on point.
Mit deinen Problemen mit jemand neutralen reden
Lies dir mal den eingeklinkten Text genau durch. So schreibt kein Personalchef an seinen Mitarbeiter.