Ju Jutsu oder Wing Tsun bei Straßenkampf Verteidigen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Beides ist auf der Strasse nicht sonderlich gut geeignet. WT ist, zumindest bei den Schülergraden, zu ineffektiv. Ein Kettenfauststosss mag einen unerfahrenen Gegner verwirren, Wirkung bringt er aufgrund der Körpermechanik nicht.

ChiSao : Ich zitiere: "dass die Feinkoordination ab ca. Puls 115 bereits messbar abnimmt, bei einem nicht um allzuviel drüber liegenden Pulsschlag, ab 130, ist bereits die Grobmotorik beeinträchtigt". Wenn Du Angst hast, unter Stress bist, geht Dein Puls blitzartig in ungeahnte Höhen, 130 ist da gar nichts.

Da im WT normalerweise auch kein Sparring gemacht wird, liegt auch keine Kampferfahrung vor, ergo wird der WTler im Ernstfall vor lauter Stress nicht wissen, was er machen soll. Der Grundtenor in Kampfkunstkreisen geht dahin, daß WT eine der uneffektivsten Kampfkünste überhaupt ist und nur darauf aus, Dir Dein Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein 6monatiger Ausflug ins WT meineerseits bestätigt diesen Eindruck. Keiner der WTler, die ich kennengelernt habe, hatten einem aggressiven und konzentriert vorgetragenen Angriff wirklich etwas entgegenzusetzen. Auch nicht der Sifu vor Ort, der diesen Sport schon seit 100 Jahren betrieb.

Jiu Jitsu funktioniert ganz gut, wenn Du es schaffst, den Gegner zu Boden zu bringen und Du es nur mit EINEM Gegner zu tun hast. Bei 2 Gegnern hast Du im Bodenkampf keine Chance, einer beschäftigt Dich am Boden, der andere bearbeitet Dich mit den Füssen.

Das ist ganz ausdrücklich meine subjektive Meinung. Ich habe WT ausprobiert um mir selber eine Meinung zu bilden und es als ineffektiv und sehr teuer empfunden.

JiuJitsu und später Brazilian JiuJitsu habe ich selber aktiv betrieben, um mir zusätzlich zum Karate eine Bodenkampf und Wurfkomponente anzueignen. BJJ mache ich heute noch 2-3mal / Monat.

Letztendlich solltest Du Dir eine KK suchen, die Dir eine Handvoll einfacher, effektiver Techniken und Kampftaktiken zur Verfügung stellt und diese bis zum Abwinken einschleift. Krav Maga, wenn nicht in jeder Unterrichtseinheit eine andere Variante geübt wird, wäre eine Alternative, aber auch die diversen Voll- und Halbkontakt Karatestile. Kickboxen, MuayThai etc. funktionieren auch sehr gut.

Lass die Finger von Vereinen, die kein Sparring anbieten. Kämpfen lernt man nur durch Kämpfen und nicht durch Löcher in die Luft schlagen. Zumindest für den Anfänger, der lernen will sich zu verteidigen, sind diese Kampfkünste nichts. Ich sehe sie als Ergänzung zu den Kontak KK.

LL

Danke dein Beitrag hat mir sehr geholfen. Leider haben wir kein Krav Maga, BJJ sonst hätt ich mich schon entschieden, ich mache glaub Ju Jutsu + Muay Thai falls mehrere Gegner vorhanden sind ^^

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@Vladik010

Jiu Jitsu und Ju Jutsu sind zwei unterschiedliche Kampfsportarten.

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...wer bekämpft sich denn da? Ein Wing-Tsun Anfänger und ein Ju Jutsu-Experte?

...oder etwa Andersherum?

Was ist mit den dutzenden anderen Kampfsportstilen, spielen die denn keine Rolle?

Ich glaub: Es ist völlig egal, da man sowas überhaupt nur im jeweiligen Kontext (sprich: für eine jeweilige ganz bestimmte Situation) beurteilen kann. "Galileo Mystery" hat das mal versucht, solche Sportarten zu "analysieren" und gegeneinander "antreten" zu lassen. Das Ergebnis war ziemlich lächerlich.

Ganz egal wer sich da auf der Straße kloppen will und mit welcher Technik - im Zweifel gewinnt der Fernfahrer, ganz ohne Kampfkunsterfahrung, dafür mit 15 tonnen motorisiertem Stahl...

Intelligenz und ein wacher Verstand

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