Ist Krebs vererbbar bzw. ist es wahrscheinlicher Krebs zu bekommen, wenn jmd aus der Familie es schon hatte?

9 Antworten

Das Risiko, ebenfalls an Krebs zu erkranken, ist nachweislich größer als bei Personen, deren Eltern/Großeltern nicht an Krebs erkrankt sind. Die Befürchtungen Deiner Freundin sind also nicht ganz unbegründet, aber wenn sie regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nimmt, hat sie eine gewisse Sicherheit. Und: Je eher ein Krebs festgestellt wird, desto größer sind die Heilungschancen. Deine Freundin soll sich jetzt bloß nicht verrückt machen (lassen).

Das ist so eine Frage, die ich auch immer den Ärzten stelle. Mein Vater, meine Mutter, mein Bruder und 2 x meine Tochter sind an Krebs erkrankt und die Wahrscheinlichkeit, so wird mir von den Ärzten gesagt, sei sehr hoch, daß auch ich mit so einer Erkrankung rechnen muss. Zumindest muss ich Magen und Darm regelmässig untersuchen lassen, da mein Vater Darm und mein Bruder Magenkrebs hatten. Bei mir natürlich kommt die Veranlagung von 2 Seiten - von Vater und von Mutter. Tja, und was soll man da machen ?? Ich achte auf meinen Körper und wenn es irgendwo schmerzt, gehe ich der Sache auf den Grund. Eins habe ich gelernt durch die Krankheiten meiner Familie, nur auf e i n e n Arzt zu hören ist grundverkehrt.

Nerven gehen

Bis heute gibt es keine Tests, die eine Vorhersage des allgemeinen Krebsrisikos erlauben. Fast über 90 bis 95 Prozent aller Krebserkrankungen entstehen rein zufällig und beruhen fast immer auf somatischen, also nicht vererbbaren Mutationen. Ein gemeinsames, vererbbares Profil, das auf die Wahrscheinlichkeit im Leben an Krebs zu erkranken schließen lässt, existiert daher für die überwiegende Mehrheit der Krebsarten nicht. Ausnahmen bilden nur einige seltene, familiär gehäuft auftretende Krebsarten, wie zum Beispiel bestimmte Formen von Darm- und Brustkrebs.

Quelle http://www.krebsinformationsdienst.de

Dort gibt es noch ausführlichere Infos zum Thema.

Ich habe vergessen zu schreiben, dass es meinen Bruder nach 9 Jahren der Erkrankung -Magenkrebs- sehr gut geht. Meine Tochter - Non Hodgkin - das war ein langer, sehr schwieriger Weg, aber auch sie steht heute mit beiden Beinen im Leben und ihr geht es gut. Ich will damit sagen, Krebs ist nicht unbedingt das Ende, auch nicht bei einer Chance von 30% wie es bei der 2. Krebserkrankung meiner Tochter war.

Es kommt auf jeden Fall nicht von ungefähr, dass Ärzte nachfragen ob jemand in der Familie schon mal Krebs hatte wenn man selbst untersucht wird. Ich glaube besonders Brustkrebs ist in dem Sinne "vererbbar", oder stellt ein hohes Risiko dar.

Genau! Denn irgendwie war das immer schon bekannt - diese Abfrage, besonders wenn man neu zu einem Arzt kommt nennt man "Anamnese" = "die im Gespräch ermittelte Vorgeschichte eines Patienten". Da wird viel geforscht und hat schon Vieles erkannt. Besonders durch die Gentechnik wird man da noch viele Erkennnisse bekommen.

0

Was möchtest Du wissen?