Ist die AfD rechtsextrem?

37 Antworten

Mein Tipp? Es gibt ca. 40 wählbare Parteien im moment, ich bin mir sicher du findest da was, was deiner Position entspricht ohne rechtspopulistisch bis -extrem zu sein. Die AfD ist heute, stand 2019, nach allen möglichen anwendbaren Kriterien eine eindeutig rechtspopulistische Partei. Schaut man sich die Geschichte der Partei seit ihrer Gründung 2013 an, muss man feststellen, dass unzählige wichtige Parteimitglieder die Partei nach und nach verließen, weil sie zu radikal wurde. Wer einem da natürlich sofort in den Sinn kommt ist der Gründer Bernd Lucke. Ebenfalls recht prominent was die AfD angeht, viel radikaler als Lucke es war, verließ einige Zeit später die Partei da sie zu radikal wurde: Frauke Petry. Der Kampf um die Ausrichtung der AfD fand lange Zeit statt, ist aber am Ende, und gewonnen hat ganz eindeutig der radikale Flügel um Höcke herum. Spätestens wenn Höcke Parteichef wird, haben wir eine 2. NSDAP im Bundestag (oder sollte ich lieber von Landolf Ladig sprechen?). Die Verbindungen zwischen AfD und der rechtsextremen Szene sowie der NPD sind öffentlich bekannt und sollten Grund genug sein, dieser rechtswidrigen Partei keine Stimme zu geben (Na gut, ich geb's zu: die offiziellen Parteipositionen sind nicht rechtswidrig, dafür aber nahezu jede Position die als persönliche Statements ihrer Mitglieder verfasst werden)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Teilgebiet meines Studiums


Die lautstarken und gern auch mal geradezu hysterischen
Nazi-Beschimpfungen in Richtung der AFD haben in erster Linie den Zweck Menschen die mit den gesellschaftlichen Entwicklungen in diesem Land unzufrieden und auf der Suche nach einer Partei die das ändern könnte sind zu verunsichern und davon abzuhalten, sich intensiver mit der AFD zu beschäftigen.

Wir haben hier in diesem Lande reichlich Gruppierungen, denen stark daran gelegen ist das alles weiter so läuft wie bisher, weil sie eben von den derzeitigen Verhältnissen profitieren.
Und darum versuchen diese Gruppierungen natürlich alles was möglich ist um den Einfluß einer Partei zu minimieren, die ihr bis dato bequemes Leben ein wenig unbequemer machen will.

AFD-wählen oder gar Parteimitglied sein hat für viele Menschen nicht nur was damit zu tun, daß da eine Partei zu bestimmten Themen andere Ansichten hat, sondern es geht auf etlichen Gebieten schlicht darum, Strukturen aufzubrechen und
Prozesse zu ändern die unserer Gesellschaft massiv schaden und  die von unter anderem den sogenannten " etablierten Parteien " in z.T. jahrzehntelanger Arbeit aufgebaut und verfestigt wurden.

In der AFD angagieren sich viele Menschen, die vorher mit Politik nie was am Hut hatten..., denen aber aufgrund der Entwicklungen zu diversen gesellschaftlichen Themen schlicht irgendwann mal der Kragen geplatzt ist.

Daneben gibt es etliche, die vorher z.T. jahrelang in anderen
bürgerlichen Parteien mitgearbeitet haben und im Stillen immer hofften,daß doch noch irgendwann mal die Vernunft die Oberhand gewinnen würde.

Schaut man sich die Themen an die die AFD in ihrem Grundsatzprogramm anspricht, erkennt man darin auch die Baustellen unserer Gesellschaft umdie man sich dringend kümmern müßte.

Beschäftigt man sich mit einem der dort aufgeführten Themen intensiver, merkt man auch ziemlich schnell, welche politischen Kräfte warum ein starkes Interesse daran haben, daß da eben nicht " mal kräftig durchgefegt " wird.

Das aktuelle " Flüchtlingsproblem" ist dabei nicht einmal die wichtigste Baustelle, aber eben die einzige mit der die AFD in den Medien in Verbindung gebracht wird.

Das führt in der öffentlichen Warnehmung dazu zu glauben, die AFD hätte kein anderes Thema ( und das ist auch so gewollt...).

Tatsächlichsind vielen AFD-Wählern und noch viel mehr Mitgliedern Themen wie die Bildungspolitik, die Energiepolitik, EU-Politik oder die Entwicklung voninnerer Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit mindestens genauso wichtig.

Manmuß die AFD nicht einmal mögen um an vielen Ecken zu sehen, daß etliches in unserer gesellschaft massiv schiefläuft.......: Als ein schönes Beispiel taugt da der Blick dorthin, wo die AFD als Partei in politische Strukturen demokratisch hineingewählt wurde.

So gibt es vielerorts offene Absprachen der " etablierten Parteien " miteinander, die AFD auf jede nur mögliche Weise auszubremsen.

Dasgeht z.B. soweit, daß in Landesparlamenten Eingaben der AFD grundsätzlich von allen Parteien gemeinsam abgelehnt werden, völlig unabhängig von ihrem Inhalt.

Richtig skuril wird es dann, wenn Parteien politische Positionen die sie selbst noch vor kurzem befürwortet haben plötzlich deswegen ablehnen, weil sie von der AFD unterstützt werden.

Das hat dann nur noch wenig mit vernünftiger Politik für das Wohl der Bürger eines Landes zu tun, als vielmehr mit dem Verhalten kleiner Kinder die ein zusätzliches Kind nicht im Sandkasten mitspielen lassen wollen.

Und spätestens an dieser Stelle kommt man zu dem Schluß, daßden " etablierten " Kindern dringend mal der Hosenboden strammgezogen gehört.




erkennt man darin auch die Baustellen unserer Gesellschaft umdie man sich dringend kümmern müßte.

Welche denn so? Die Frauen-zurück-an-den-Herd-Baustelle, die Abschaffung-der-Sozialsystem-Baustelle oder die Leugnung-des-Klimawandels-Baustelle?

Tatsächlichsind vielen AFD-Wählern und noch viel mehr Mitgliedern Themen wie die Bildungspolitik, die Energiepolitik, EU-Politik oder die Entwicklung voninnerer Sicherheit und Rechtsstaatlichkeit mindestens genauso wichtig.

Was ist denn viel? 5% der AFD-Wähler oder 10%?

Das aktuelle " Flüchtlingsproblem" ist dabei nicht einmal die wichtigste Baustelle, aber eben die einzige mit der die AFD in den Medien in Verbindung gebracht wird.

Was natürlich auf keinen Fall daran liegt, dass das das Thema ist was die AFD an häufigsten und lautstärksten beahndelt.

Richtig skuril wird es dann, wenn Parteien politische Positionen die sie selbst noch vor kurzem befürwortet haben plötzlich deswegen ablehnen, weil sie von der AFD unterstützt werden.

Dafür hast du ja mit Sicherheit mal ein praktisches Beispiel, oder?

4

Die AfD ist Teil der Neuen Rechten und damit dem Rechtsextremismus zuzuordnen. Das hat insofern nichts mit der NPD zu tun, da die NPD Teil der Alten Rechten ist. Um es mal bildlich zu veranschaulichen: Bei der NPD tummeln sich lauter glatzköpfige Neo-Nazis mit Springerstiefeln. Bei der AfD tummeln sich die "intellektuellen" Rechtsextremisten, die mittels einer neurechten Strategie unsere freiheitliche Demokratie untergraben möchten.

Weil viele den Unterschied zwischen der Alten Rechten und der Neuen Rechten nicht verstehen (sondern nur das Gesamtphänomen Rechtsextremismus kennen, das viele mit "Nationalsozialismus" gleichsetzen), ist es auch so leicht für die AfD, sich vom Vorwurf des Rechtsextremismus zu distanzieren.

Die Neue Rechte grenzt sich übrigens auch explizit von der Alten Rechten und vom Nationalsozialismus ab! Näheres zur Neuen Rechten kannst du z.B. hier nachlesen: https://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Rechte

Ach ja und: Wenn du gegen die Flüchtlingspolitik der Regierung bist, kannst du beispielsweise auch die ALFA-Partei von Bernd Lucke wählen. Aber auch die FDP beispielsweise hat sich kritisch zur Flüchtlingspolitik geäußert.
Nur, weil man mit der aktuellen Regierung nicht zufrieden ist, muss man keine rechtsextreme Partei wählen.

Informiere dich am besten ein bisschen über die Neue Rechte, damit du später nicht sagen kannst, du hättest von nichts gewusst :-)

Guter Beitrag, doch der letzte Satz ist der Knaller :D

0

Ich würde das schon so sagen, aber das ist meine Meinung. Die haben sich sehr extreme Äußerungen erlaubt.

Nein ist sie nicht 

Aber für mich das gesamte Programm und Gehabe keine Alternative 

Nicht im Ansatz 

Was möchtest Du wissen?