Ist das schlimm Kommunist zu sein?

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26 Antworten

Der Kommunismus geht schlichtweg von einem absolut solidarischen und sich in der Gemeinschaft intgrierenden Menschen aus. Den gibt es aber nicht, deshalb wird Kommunismus nie funktionieren. Schau dich doch um. Egal wo Kommunismus war oder noch besteht,( China, Cuba ), immer nimmt es sich eine Führungselite hearus, alles für sich zu beanspruchen und ein kleiner Rest bleibt als Krümel für alle anderen. Kommunismus bedeutet immer Diktatur. Der bietet skrupellosen Schwätzern und brutalen Machtmenschen die Grundlage für ein Imperium auf Kosten der anderen. Alle sind im Prinzip gleich arm und nur die Elite frönt dem Luxus. Die verstehen eben Kommunismus als Selbstbedienungsmechanismus, weil alle anderen ausser der Elite einfach nur funktionieren müssen. Es gibt keine Selbstbestimmung, keine echte Mitsprache, keine Redefreiheit, kein selbstständiges Arbeiten, keinerlei Freiheiten, die einem ein menschenwürdiges Leben ermöglichen würden. Kurzum, Kommunismus ist nach der Monarchie die denkbar schlechteste Konstellation einer Staatsform. Gleichzusetzen mit einer faschistischen Diktatur. Lass die Finger davon! Mach dich mal richtig schlau, ohne den Einfluss irgendwelcher Kadertypen.

Schlimm, was in diesem verblödeten Pisa - Land für geistiger Dünnpfiff verzapft werden darf! Alles, was Du beschreibst, war irgendwann, stimmt! Das hatte und hat aber NICHTS mit Kommunismus zu tun! Der intellektuellen Hygiene wegen, schweig still, Notelook!

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Mit 13 Kommunist...:-))...Verweigerst Du Dich denn dem kapitalistischen Markt, also keine Markenartikel, amerikanische Kinofilme oder Fastfood?

Ehrlich wenn man so ueberzeugt von etwas ist, dann muss man es auch umsetzen, also teile Deine Habe mit anderen Kommunisten, schmeiss die Turnschuhe und andere Markenartikel auf den Muell und lehne jegliche kapitalistische Nahrung ab. Ich denke Brotsuppe, Eintopf und Bruehfleisch, dazu ein Glas Wasser und an Sonntagen Blut- oder Bruehwurst...ach und nichts mit Fernsehen oder Videospiele, lies die grossen Meister des Kommunismus/Sozialismus und die Internationale sollte Dir auch leicht ueber die Lippen gleiten...:-))

Ideot.

"...Wir Kommunisten wollen nicht selbstlos alles abgeben und in dreckigen Klamotten, in irgendwelchen Kommunen leben und uns das Gehirn wegbuffen. Wir Kommunisten wollen alles: Wohlstand für das Proletariat, gute Wohn- und Arbeitsbedingungen, Fernseher, Computer und Internet vor allem ein Leben in Würde. Das geht nur wenn wir die konkreten Lebensbedingungen der Menschen verbessern, durch die sozialistische Revolution unseren Staat aufzubauen und gegen die gestürzten Ausbeuter und ihre Agenten verteidigen."

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@francgangsta

Meinst du Ideot mit einem 'i' nach dem 'd'?

Aber was anderes ist man ja auch von euch nicht gewoehnt, andere Meinung und schwups ist man im Gulag...Eierkopp

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@riara

Ich finds lächerlich wie alle immer auf die Rechtschreibung achten,wenn ihnen nichts mehr einfällt.. Eine Frage: Was hättest du geantwortet,wenn ich´s richtig geschrieben hätte?Dann wär dir wohl nichts eingefallen und du hättest wahrscheinlich nur beleidigt.. Und ja, wir Kommunisten sind seeeehr dumm und von uns kann man nicht viel erwarten..hat man,ja,bei Marx und Engels oder bei Lenin gesehen..

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@francgangsta

Wer hat denn mit dem Beleidigen angefangen, wenn Dir die Toleranz fehlt, dann kann ich auch nichts dafuer, immerhin ist die Diktatur ja eure bevorzugte Regierungsform...:-))

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@riara

Riara, man muss dumme Meinungen nicht mit noch dümmeren beantworten! So wie der "Kommunismus" v. a. aus Gulag bestand, so sind so ziemlich alle"Deine" und andere Kirchenfürsten Kinderschänder! Eins so bescheuert wie das andere!

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@Reisswolf53

Nana, vergessen wir hier nicht die Verhaeltnisse ein paar durtzend gegen ein paar Millionen?

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@riara

Was? "Ein paar Millionen" Gulags?? Die Verhältnisse verdrehe nicht ich!

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@Reisswolf53

Die Opfer Stalins gingen in die Millionen, Gulag, verhungern, erschiessen...

Dein Hinweis auf die Vorfaelle in den Kirchen ist etwas...unpassend...aber weder wurde ein Mensch getoetet, noch waren es mehr als ein paar Dutzend Opfer, selbst in der DDR gab es bis 1954 mehr Opfer des Stalinismus, ich wollte nur die Verhaeltnismaessigkeiten klarstellen...

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@francgangsta

Hallo Kommunist, ich würde Idiotie zu Deiner Einstellung sagen. Wir werden immer auch bei der Demokratie etwas auszusetzen haben. Nur mit deren Fehlern kann man noch Leben. Aber mit einem Kommunismus, in was für einer Welt lebst Du überhaupt. Wahrscheinlich willst Du uns alle anheizen, dann werde ich es als Spass und Belustigung aufnehmen. Andernfalls kann Dir niemand mehr helfen, nicht einmal Du selbst.

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@Vorsorglich

Vorsorglich, bist du etwa angeheizt? Spassig oder belustigt wirkst du jedenfalls nicht. Hast Du irgendetwas Substantielles beizutragen? Wenn nicht, verkrümele Dich in Deine Demokratie und misch Dich nicht ein, wenn sich Erwachsene unterhalten!

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"Der Kommunismus ist nicht das Äußerste

Was nur zu einem kleinen Teil verwirklicht werden kann, sondern

Vor er nicht ganz und gar verwirklicht ist

Gibt es keinen Zustand, der

Selbst von einem Unempfindlichen ertragbar wäre.

Der Kommunismus ist wirklich die geringste Forderung

Das Allernächstliegende, Mittlere, Vernünftige."

Auszug von Brecht

So wie ein Gärtner seinen Rasenmäher und Heckenschere braucht braucht ein Kommunist andere Kommunisten um sich gemeinsam zu bilden und zu organisieren.

Der größte kommunistische Jugendverband ist die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend kurz SDAJ.

Schreib uns doch gerne an vielleicht gibt es ja eine Gruppe von uns in deiner Nähe.

www.sdaj.org (Server werden gewartet, sind 1-2 Tage offline)

https://instagram.com/arbeiterjugend?utm_medium=copy_link

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Von mir aus kann jeder diejenige politische Richtung verfolgen, die er möchte. Aber nur unter der folgenden Voraussetzung:

Er darf niemanden dazu zwingen dieselbe Auffassung zu vertreten und er darf zur Durchsetzung seiner politischen Ziele NIEMALS Gewalt anwenden.

Und hier gibt es ein kleines Problem mit dem Kommunismus. Der Kommunismus will durch Herrschaft (also Gewalt) einer kleinen Gruppe, der sog. "Avantgarde" das übrige Volk zu Kommunisten erziehen. In allen kommunistischen Ländern der Weltgeschichte war es unter Strafe verboten, eine andere politische Auffassung zu vertreten, selbst dann, wenn dies vollkommen gewaltfrei geschah (vgl. UdSSR, DDR, Kuba etc.).

Wenn Du Dir allerdings Gleichgesinnte suchst, die auf freiwilliger Basis nach kommunistischen Grundsätzen leben wollen, ohne jemand anderen dazu zu zwingen, nach denselben Grundsätzen zu leben, hast du von mir, einem überzeugten Vertreter des klassischen Liberalismus, meine volle Unterstützung!

Ich denke, Du solltest erstmal verstehen lernen, was das ist: Kommunist! Und dann kannst Du 99% aller hier gelesenen Kommentare auf den Müll werfen: Vorurteile, dummes Geschwätz. Ganz wichtig: das, was da mal als Kommunismus oder Sozialismus deklariert wurde (also angefangen von Lenin, über Mao, Pol Pot, Ho Chi Minh, Stalin, Breshnev, Ulbricht, Honecker usw. - das war keins von beiden! Viele von den kommunistischen Ideen haben sich als utopisch herausgestellt, und ich bin überzeugt, die Urväter (Marx, Engels, aber auch viele Denker vor ihnen) hätten bei dem "realen Sozialismus", wie er dann zu sehen, fühlen, hören war, ganz schnell selbst viele ihrer Meinungen revidiert, wie das im Übrigen in den letzten Jahren von Marx (später auch von Lenin) nachzulesen ist! Manchmal ist aber auch der Weg zu einer Utopie angenehm!

Dann fueg mal noch die afrikanischen Laender hinzu, die zumindestens fuer ein paar Jahre kommunistische Sateliten waren...

Uerbigens ist es unerheblich ob das richtige Kommunisten/Sozialisten waren, wenn ich Marx und Engels auf die Verpackung klebe, dann ist das nunmal Sozialismus/Kommunismus. So weit weg waren die Herren Lenin, Stalin und Mao von der Originalidee nicht, denn wer das Kommunistische Manifest liest der wird da genug Anhaltspunkte fuer ein autoritaeres Regime finden, ich sage nur "Diktatur des Proletariats"...:-)

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@riara

Das waren von den Quasi-Kommunisten erklärte, gewünschte "Satelliten", die schön viel Kohle abgefasst haben und sich um "Kommunismus" und dessen Inhalte im Übrigen einen Dreck geschert haben (mit gewissen Nuancen)! Von welchen Afrikanern sprichst Du eigentlich? "DIE afrikanischen Länder"? Riara, das enttäuscht, wenn Du alle meinst! Ich sah und sehe schon einige grundlegende Unterschiede zwischen z. B. Äthiopien und Marokko, zwischen Mali und Angola usw.! Wenn ich auf die "Verpackungen" hier und in der Welt irgendwas geben würde (sowohl im übertragenen Sinne als auch im Supermarkt!), dann wäre bald Notstand auf der ganzen Linie! Glaubst Du immer, was Du auf irgendeiner Verpackung liest? Was einer verkündet und was einer tatsächlich tut, das sollte Dir doch, z. B. auch als Experte des Christentums sehr deutlich klar sein! Jawohl, da stand allenthalben was von "Diktatur des Proletariats" und zwar offen und ehrlich (wenn auch dann mit allen Auswüchsen und Verfälschungen realisiert!), aber da stand z. B. nicht, wir machen alles aus "Nächstenliebe" und "lieben" auch noch unsere Feinde, und haben dann dieselben auf den Scheiterhaufen geschickt! Riara, und noch eins, wer Lenin, Stalin in einem Namenszug nennt, das klappt zwar irgendwie geografisch, aber inhaltlich hast Du da schon echte Probleme. Du solltest, falls es tatsächlich interessiert, mal die Einschätzungen Lenins zu Stalin lesen. Und wenn Du dann noch diese beide Herren mit Mao in einen Topf wirfst, dann, verehrter Riara, hast Du gar nichts verstanden und verfällst komischer und skuriler Schmierenpropaganda auf Bild-Zeitungs - Niveau! Und das würde mich bei Dir arg enttäuschen! Abschließend: ich glaube, der Fragesteller wollte das Problem gar nicht so tiefgründig verstanden wissen. Für den klingt das wahrscheinlich nur sehr mystisch und irgendwie aufregend und abenteuerlich, sich "Kommunist" zu nennen! So, wie wenn ich mich Fan von Garibaldi oder Stülpner-Karl nennen würde!

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@Reisswolf53

Du vergisst, dass ich Hobby-Historiker bin, also sind mir die Biographien eines Lenins, Stalins oder Mao durchaus bekannt. Der Unterschied ist mir dabei nicht klar, alle drei Herren haben Ihre Macht zur absoluten Durchsetzung Ihrer Ziele benutzt. Alleine druchs Lenins befehle haben ueber 14.000 Geistliche Ihr Leben verloren, dazu kommen locker 200.000 die er verhungern liess, von politischen Morden und Terror wollen wir gar nicht anfangen.

Wenn ich von afrikanischen Laendern spreche, dann glaube mir mal, dass ich die Fakten bereits fertig im Kopfe habe. Mengistu wurde von Moskau mit Waffen, politischen Komissaren und Folterexperten ausgestattet. Man wendete sich - ueber Nacht - von Somalia ab und unterstuetzte Mengistu, der danach nicht nur die Zivilisten in Somalia mit russischen Flugzeugen bombardierte und einen blutigen Krieg aufnahm, sondern er ermordete auch mal rund 150.000 seiner Landsleute...

Wenn Du die Verbrechen der Kirche aus einer Zeit allgemeiner Rechtslosigkeit mit den Verhaeltnissen des 20. Jh. vergleichst, dann hinkt das ganz gewaltig, selbst nach den Kriegsverbrecherprozessen von Nuernberg, der Errichtung der UN ging das Morden in den sozialistischen Staaten munter weiter. Nicht nur haben wir als Familie einiges eingebuesst, meine Verwandten haben Ihr gesamtes Leben in der DDR unter heftigen Repressalien leiden muessen, da kannst Du glaube ich verstehen, warum ich kein gutes Blatt an solchen Verbrechern lasse...

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@riara

Jetzt sind wir wieder bei Zahlen und persönlichen Schicksalen! Verstehe bitte gleich folgendes, auch ich habe was ganz Entschiedenes gegen Verbrechen gegen Menschlichkeit, aber das muss als "Verbrechen" erwiesen sein und nicht nur auf genau dieser primitiven Propagandawelle schwimmen, gegen die auch Du was hast! Die ach so verteufelte "Macht" - Frage! Ja, stimmt, was Du sagst, aber Halbwahrheiten, aus dem historischen Kontext gerissen, werden deswegen nicht zu ganzen Wahrheiten. Waffenexporte - ha, dass ich nicht lache, wenn ich die Exportstatistiken und "Hilfsaktivitäten" der großen Freiheitsapostel dieses "rechtlichen" 20 Jhdts. in der heutigen "freiheitlich-demokratischen" Welt betrachte! Alle die Probleme, die Du jeden Tag um dich dort rum siehst und fühlst (die einheimischen Bevölkerung wahrscheinlich noch deutlicher!) sind nicht von den historisch und auch materiell sehr begrenzten (deswegen natürlich nicht weniger verwerflichen) Aktivitäten von Möchtegern - Weltveränderern aus den ehemaligen sozialistischen Staaten entstanden! Ein wenig mehr unparteiisches Studium von Marx würde das erhellen! Wetten, dass ich Dir genauso viele Beispiele bringen kann, was für Repressalien Humanisten und Freigeister unter der kirchlichen "Rechtlosigkeit" erlitten haben? Und welche historischen "Fortschritte" die Kirche und die großen weltlichen Systeme, die du hier so verteidigst, in der inzwischen fast 2000-jährigen Geschichte des Christentums zu verantworten haben? Riara, lass gut sein, hier kommen wir zu keinem Ende! Es sollte auch für alle mehr oder weniger humanistisch denkenden Menschen mehr die Sorge sein, wie wir mit den gegenwärtigen Problemen klar kommen!

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@Reisswolf53

Du redest von einer ganz anderen Epoche, ich rede von vorgestern...das ist der Unterschied!

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@riara

Die Epoche, von der ich rede, ist jedenfalls nicht von "vorgestern"! Das passiert täglich und zwar heute (ich meine dabei nicht die "Aktivitäten" der Leute, die Du als Kommunisten bezeichnest)! Außerdem bereinigt ein Zeitunterschied nicht die inhaltlichen Aspekte! Und ich denke, wir könnten uns so einigen, dass der Verlauf der Geschichte immer etwas komplizierter ist als die Summe aller Einzelbeispiele. Ich mache Dir folgendes Denkangebot: das, was bis 1990 in ca. 70 Jahren in der UdSSR und in ca. 40 Jahren in den anderen sog. sozialistischen Ländern passierte, kann man auch als so eine Art "Religion" bezeichnen: wir hatten eine göttliche Dreifaltigkeit (Marx, Engels, Lenin), wir hatten mindestens ein "Heiliges Buch", dessen Dogmen ebenfalls außerhalb jeglicher Kritik standen, wir hatten einen "Deputy on Earth", dessen Infallibilität ebenfalls nicht angezweifelt werden durfte, wir hatten "Priesterseminare", wo wir auf Linie gebracht wurden (Parteischulen), wir hatten waffengeprägte "Kreuzzüge und Missionsaktivitäten", in Form des Pioniergelöbnisses hatten wir auch eine Art Taufe, in Form der Jugendweihe gab es eine Art Kommunion (respektive Konfirmation), wir hatten "Gebote", Ketzerei und Häresie wurden gnadenlos geahndet, andere Religionen wurden verachtet und bestraft, wir träumten von einem fantastischen Paradies (allerdings auf Erden) usw. usf. Und diese "Religion" (halten wir uns nicht bei der Namensgebung auf: "Realsozialismus", Feudalsozialismus", "Staatssozialismus", dummerweise auch "Kommunismus" u. a.) hatte wie andere Religionen ihre historisch begrenzte Rechtfertigung und hat genau wie jene genug Dreck in der Geschichte hinterlassen (aber nicht nur!) Kannst du da mitgehen?

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@riara

Moin riara als Hobby-Historikerin solltest aber auch die Originale und Kopien unterscheiden können. Wo sprach sich denn ein Marx oder Engels gegen Demokratie aus, wie sich dies untersStalin oder Mao dann entwickelte ? In welchem afrikanischen Staat gab es denn bitte Kommunismus ? Es wäre ein Widerspruch in sich von einem kommunistischem Staat zu sprechen, denn es gibt im Kommunismus keinen Staat mehr.

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@Reisswolf53

Ich sagte nur, dass es ein Unterschied ist, wenn wir Vorkommnisse von vor 300 oder 2.000 Jahren mit dem 20. Jh. vergleichen, die Zahl der Opfer war uebrigens auch hoeher, oder anders ausgedrueckt, was in der Zeit von 1900 bis 1990 passiert ist stellt alles vorher geschehene in den Schatten...

Von Religion wuerde ich nicht sprechen, denn Religion ist etwas viel universelleres, es kennt keine Staaten oder Kulturen, es ist fuer alle Menschen, Klassen und politischen Systeme dar, waehrend der Kommunismus/Sozialismus eine totalitaeres, politisches System ist...

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@mcfiddich

"Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlieren als ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen" Karl Marx, hoert sich sehr demokratisch an...:-))

Es ist ganz egal als was Du das bezeichnest, ein Staat ist ein Staat, jedenfalls im internationalen Recht, ob man sich selber so bezeichnet oder nicht...

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@riara

Riara, weiter oben das mit den Zahlen sehen viele, auch nicht weniger seriöse Wissenschaftler anders. Es wird von Opferzahlen der Religionen (aller!) in den letzten zwei Jahrtausenden gesprochen, die stellen die Summe aller "diktatorischen" Zahlen zusammen genommen mit einer kleinen hochgestellten Zwei dar! Aber ich wiederhole, die Zahlenakrobatik ist nur ein quantitativer Aspekt. Ich will keinesfalls irgendwelche, auch nicht die von Dir "favorisierten", Verbrechen verniedlichen. Das Zitat von Marx ist eine rhetorische Floskel, so wie die Johannes´sche Offenbarung im NT!? Außerdem wiederhole ich, es muss alles im historischen Kontext gesehen werden (Marx hat seine Hauptwerke geschrieben, als sich der freie Kapitalismus wolfsartig entwickelte, wenig Regulierungsmechanismen wirkten, in Deutschland Kleinstaaterei herrschte, die Aufklärung gerade ihre Blüte erlebte, es ihm persönlich dreckig ging usw. - das weißt Du genauso wie ich! Weiterhin, ebenfalls zum wiederholten Male, Marx hat offen gesagt, was er will: Diktatur des Proletariats, also einer Klasse, nicht einer Person oder Partei, nicht einer Diktatur einer Altmännerriege. Letzteres ist eine fatale Konsequenz, mit der v. a. Leute zu kämpfen haben, die echt an das Positive in dem System geglaubt haben UND vom Positiven der Idee immer noch ÜBERZEUGT sind. Da geht es nämlich um objektive Gesetzmäßigkeiten (die ich jetzt immer wieder täglich, stündlich hier in dieser "Bunten Republik" bestätigt finde!) und nicht nur um blinden, dogmatischen Glauben! In der Bibel wird von "Nächstenliebe" usw. gesprochen und wie sieht diese in der Realität aus? Natürlich nicht bei allen Christen! Heute kann kein Mensch mit offenen Augen negieren, dass hier auch eine Diktatur herrscht, eben nur nicht im Marx´schen Sinne! Redet einer darüber? Nein, hier wird von Demokratie, Rechtsstaat, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, usw., in den Kirchenkreisen von "Willensfreiheit" geschwafelt! Lächerlich!

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@riara

Moin Riara, auch hier spricht Marx nicht gegen Demokratie. Warum er davon ausgeht, dass ein gewaltsamer Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung zum Kommunismus führen kann, erläutert er auch. Er geht davon aus - und dafür gibt es sehr viele Beispiele -, dass die bisher Herrschenden es eben nicht hinnehmen werden, dass man ihnen ihre Macht auf parlamentarisch-demokratischem Wege nimmt. Sie wehren sich mit Gewalt und es ist dann legitim, dass man sich mit Gewalt wehrt. Spanien 1936, Chile 1972 und auch Prag 1968

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