Ist Biotechnologie als Studiumfach empfhelenswert?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Also ich weis nicht wieso Referandarwin zu diesem Berufsbild ein solch schlechtes Bild hat.

Biotechnologie hat in den letzten Jahren die Chemie hinter sich gelassen da sich Biotechnologische Systeme für komplizierte Medikamente oder Wertstoffe weitaus mehr eigenes als Chemische Prozesse die langsam an ihre Grenzen stoßen.

Im Biotechnologie Studium wird dir, im Gegensatz zur Biologie, weitaus mehr Praxisnähe beigebracht. Als Biologe geht es meist in die Forschung die man dann spezialisieren kann. Als Biotechnologe hast du die Möglichkeit in Firmen zu arbeiten. Solltest du nach deinem Bachelor noch einen Master machen wirst du heiß beliebt sein. Solltest du weiter gehen (Doktor) bist du für Firmen meist zu teuer und kommst nur noch in Forschungseinrichtungen unter. Was nicht weniger klasse ist. Allerdings hast du in der Forschung immer Zeitverträge, und ich kenne viele Profs die mit 35 noch immer Jahresverträge hatten, ohne Gewissheit nächstes Jahr noch in der selben Einrichtung zu arbeiten, etwas stressig vorallem wenn man eine Familie hat. Firmen hingegen bieten hoch bezahlte Jobs an. Fahr doch mal in die größeren Forschungszentren, die haben öfters Infoveranstaltungen und haben sowohl Forscher als auch Festangestellte. Ich bin momentan selbst in einem solchen Zentrum.

Die Rote Biotechnologie ist momentan wohl etwas überlaufen, aber in Agrarbiotechnologie werden dringend Leute benötigt. Solltest du das auch studieren, werden dir Geräte und Praktiken beigebracht die du später in Job auch nutzen wirst.

Wenn du dich allerdings festlegst, und du einen medizinischen Beruf willst, dann solltest du auch die medizinische Richtung gehen. Das was dir Spaß macht ist weit wichtiger als das Geld, was du als Biotechnologe, als Mediziner oder als Biologe ausreichend haben wirst.

Hallo,

ich selber habe durch Bekannte ein bisschen Erfahrung mit dem Thema. Viel ist Schwarzmalerei. Die Bezahlung liegt im Durchschnitt für naturwissenschaftliche Fächer, was eigentlich ziemlich gut ist. 

Das manager-magazin hat letztens die Prognose abgegeben, der Zweig Biotechnologie würde an Bedeutung gewinnen (Ich suche den Artikel mal raus). Eine nette Möglichkeit wären Pharmaunternehmen, die meist recht gut bezahlen, oder forschungsmäßig was zu machen.

Bei weiteren Fragen, gerne melden!

Ein gefährlicher Rat der offenbart, dass du einiges Falsch versteht, was die Naturwissenschaften angeht.

Pharmaunternehmen sind in der Tat nett. Hier herein zu kommen, gleicht aber mittlerweile einem 5er im Lotto. Die großen Pharmaunternehmen stellen nur verhältsnismäßig sehr wenige Biotechnologen ein.

"Forschungsmäßig was zu machen" soso. Forschung wird in Deutschland fast ausschließlich von Doktoranden und Postdocs an Uni betrieben. Diese sind schlecht bezahlt, bekommen nur befristete Verträge und müssen quasi alle 1-2 Jahre umziehen. Nach 12 Jahren ist zudem gesetzlich Schluß damit (Wissenschaftszeitvertragsgesetz).

Was das manager-magazin schreibt, hat irgendein Journalist abgetippt, der vermutlich selbst nie in der Branche Fuß gefasst hat. Tatsächlich gewinnt die gesamte Biobranche global an Bedeutung, das hat aber kaum Auswirkungen auf Jobs für Biotechnologen in Deutschland, schon gar nicht für studierte Absolventen.

Nenn mir doch mal ein Biotechnologisches Verfahren, welches in letzter Zeit wirklich den Markt erobert hat.

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@Referendarwin

1. Schau dir bitte mal auf den Webseiten von Jobagenturen an, wie viele Pharmaunternehmen Biotechnologen suchen. Dort gibt es einige! Stepptone.de, Karriere.de etc.

2. 32% der Absolventen eines Biotechnologiestudiums gehen in die Forschung. Quelle: TU-Berlin. 

3. Du solltest die Frage etwas genauer lesen. Er/Sie möchte Biotechnologen studieren, hat das Studium also noch nicht abgeschlossen. Wie du selber sagst, gewinnt Biotechnologie weltweit an Bedeutung und dies kommt nun immer mehr nach Deutschland. Logisch, oder?

4. Einstiegsgehälter sind mit einer Varianz von 6% gleich mit anderen naturwissenschaftlichen Fächern. Quelle: TU-Berlin

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N!


Für Arbeitgeber ist es ziemlich egal, ob du ein Studium in
Biologie, Mikrobiologie, Life Science, Biotechnologie,
Molekularbiologie oder Molekularer Medizin gemacht hast. Das fällt für
ein Unternehmen wie Bayer, Miltenyi oder BASF alles in die Sparte Biologie.


Die Berufsaussichten sind mit Biotechnologie 
vorsichtig ausgedrückt ziemlich schlecht (Ja, auch mit Topnoten, die
meisten beenden ihr Studium mit der Note 1).


Zumindest sind die Chancen schlecht, eine Stelle zu erhalten, die
unbefristet, sozialversicherungspflichtig und über Hartz4-Niveau bezahlt
ist und für die das Studium auch inhaltlich erfordlich war (Nach dem Dr.-Titel als Filialleiter bei Netto arbeiten zählt nicht).


NEIN, das ist keine Übertreibung.


Bitte informiere dich hier in diesem berühtem Thread:

http://www.studis-online.de/Fragen-Brett/read.php?104,1546198


Medizin ist in der "Bio-Branche" das beste Studium, nur hier erhälst du eine Approbation, die dich zur Arbeit am Menschen berechtigt. Nur hiermit kannst du wirklich effektiv Medikamente/neue Gene/Krankheiten erforschen und verdienst gleichzeitig gutes Geld mit sicherem Arbeitsplatz.

ALLES, was ein Biologe kann, darf ein Mediziner auch machen und wird dafür besser bezahlt.

So gut wie nichts, was ein Mediziner machen darf, darf auch ein Biologe machen. Glaube bitte nicht den Berufsperspektiven von Uni-homepages (Da steht oft: Berufsfeld Forschung. Forschung ist immer befristet und schlecht bezahlt, nach einigen Jahren MUSST du in Deutschland zudem damit aufhören -->

Wissenschaftszeitvertragsgesetz)



Alles Gute und die besten Wünsche

Ein Lehrer für Bio/Chemie/Physik




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