Hat das Computerspielen meinen Charakter verändert?

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7 Antworten

Ich versuche jetzt mal auf jeden einzelnen Punkt einzugehen.^^

Ich würde sagen, ohne dich und alle anderen die Computerspiele spielen (Ich tu's selber, als von daher ^^) zu verurteilen.. kann es schon eine Persönlichkeit dementsprechend verändern. Dadurch, dass in den Computerspielen ja immer eine andere, "bessere" Welt ist, mutiert man oft zum introvertierten Menschen. Wie du sagtest, man findet schwer Kontakte, weil in den Spielen ja alles auf Smalltalk-ebene und Abkürzungen basiert, verliert man den Sinn dafür, wie man mit Menschen in der Realität kommuniziert.

Das mit dem vielem Schlafen, hatte ich damals auch, als ich in einer Art Suchtphase war. Das liegt einfach daran, dass das ständige vor dem Computer sitzen enorm unproduktiv ist und der Körper quasi 24/7 im Schlafmodus ist, oder zumindest dem Ruhemodus. zudem kommt das Flackern des Monitors, was die Augen extrem beansprucht. 

Und letzteres.. liegt, denke ich mal, mehr an deiner Persönlichkeit, als am Spielen. Es gibt Menschen die sind Nachteulen und Menschen die sind der Sonnenschein des Tages, haha. Ich bin ebenso eher eine Nachteule, werde nachts produktiv und kriege bei Tageslicht nix gebacken. 

Zum Fazit also.. ja, sowas kann schon krass verändern. a) weil es eine andere Welt ist, in die man sich jedes mal begibt und sich der Realität entzieht und b) weil es im Grunde ziemlich stumpfsinniges Gehaue auf der Tastatur ist und der Körper nicht seine benötigte Aktivität bekommt.

Ich zocke selbst, ich möchte es nur noch einmal anmerken.. ich hatte das auch einmal, bin aber von selbst wieder raus gekommen und mittlerweile hält es sich in einem guten Rahmen und ohne jegliche "Nebenwirkungen".

Lange Antwort. Ich hoffe sie war wenigsten etwas hilfreich zur Beantwortung deiner Frage. ^^

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Der Charakter kann sich schon Verändern. Das mit dem immer-Müde-sein könnte aber vielleicht auch an einem Vitamin D Mangel liegen (haben Zocker oft da sie keine Sonne abbekommen). Grundsätzlich bist du kein anderer Mensch geworden aber wenn wir mal ehrlich sind, in einem Spiel jemanden anzureden ist 100x leichter als im echten Leben. Sobald du wieder raus gehst und einen geregelten Alltag hast wird das aber wiederkommen.

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Kommentar von MunichsFinestt
02.12.2015, 05:06

Naja umso länger er das nicht macht umso schwerer wird es und ich hab das leider im Freundeskreis erlebt einer der fröhlichsten und zugänglichste Mensch den ich je kannte ist heute komplett isoliert und nur noch am zocken und das seid fast 7jahren!!!! Was sehr schade ist weil er alles hatte Abi,Ausbildung,Freundin usw. Jetzt ist er Megadick kann sich nicht mehr artikulieren richtig und bekommt schon ein Knallroten Kopf und Schweißausbrüche wenn Freunde von früher mal hallo sagen wenn er denn mal auf der Straße zusehen ist.

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ich würde sagen ja, computespielen hat deinen charakter verändert. das von dir beschriebene verhalten ist bei leuten die den großteil ihres lebens vorm rechner verbringen nicht selten. man hat einfach kaum noch etwas mit menschen im echten leben zu tun und da verlernt man wie man auf menschen zugeht bzw mit ihnen umgeht, aber keine sorge, das kann man auch wieder lernen.

das einem vom zocken alles mögliche relativ gleichgültig wird, liegt daran das man eben den großteil seiner zeit in der virtuellen welt verbringt und allem in der virtuellen welt dann irgendwann auch mehr wert zuordnet als dingen die um einen herum geschehen. ist ja klar wenn man jeden tag 13h zockt dann hat das was im spiel passiert mehr wert als das was vor er haustür abgeht, darum auch die gleichgültigkeit. dafür ist es dir dann aber vermutlich nicht gleichgültig wenn in der virtuellen welt etwas passiert bzw. schief geht. das ist eine gewohnheits sache, das womit man sich zum grosteil beschäftigt wird "wichtiger" als etwas as man nur selten tut.

was tagsüber schlafen und nachts wachsein betrifft, das mag zwar bei zockern häufiger vorkommen, aber allgemein gibt es halt menschen die nacht eulen sind und andere die es eben nicht sind.

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Also, mir geht es eigentlich genau so, nur ohne übertriebenes zocken... ich war aber auch nie ein "aufgewecktes und kontaktfreudiges Kind", alsooo... Weiß nich.

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Kommentar von Grrml
02.12.2015, 12:42

Naja bei dir wird das aber schon immer so gewesen sein nehm ich an? Ich hab mich hier in dem Forum ja nur zu Wort gemeldet weil es mir so vorkommt, dass ich mich verändert habe und es mich interessiert hat ob das durchs Zocken kommen kann. :P. Aber beruhigt mich ja schonmal dass es noch mehr Menschen mit so einer Einstellung gibt :) :P.

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Kommentar von Knightmare999
03.12.2015, 08:31

vielleicht bist du auch einfach älter geworden? :D Ich meine, Menschen verändern sich eben. Kann aber gut sein, dass das auch mit dem zocken zusammenhängt. Jetzt weniger wegen den Spielen an sich und mehr wegen dem fehlendem Kontakt zur Außenwelt... wenn.du verstehst, was ich meine. Ich denke, wenn du deine gesamte Freizeit mit lesen oder dem basteln von Modellbaufliegern verbringen würdest, währe das Ergebnis vielleicht ähnlich. Du hast eben gefunden, was dir Spaß macht, und dein Unterbewussten, naiv wie es ist, denkt sich "warum soll ich denn jetzt noch was anderes toll finden wenn das schon das tollste is?", und das klappt natürlich im Alltag dann nich so. Also, könnte so sein. Ich bin kein Psychologe. Mein Tipp trotzdem: mach mal ne Pause, geh früher ins Bett, und schau wie's dir dann geht.

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Die allgemeine Meinung dazu ist ja. Alle Mittel die das Belohnungzentrum ansprechen, können bei exessiver Benutzung den Charakter verändern und sogar psychisch abhängig machen.

Meine Frage wäre: könntest Du es - sagen wir mal 1 Monat - völlig ohne Computerspiel aushalten, ohne ständig daran zu denken? Wenn nicht, solltest Du so schnell wie möglich professionelle Hilfe in Anspruch nehmen! Wo Du die in Deiner Region findest, musst Du selber recherchieren, aber mit den Suchfunktionen am Computer kennst Du Dich ja wohl aus.

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Kommentar von Reerai
02.12.2015, 04:28

Also klar, es ist ein Suchtfaktor, aber ob man deshalb gleich professionelle Hilfe benötigt..? Ich war selbst mal in einer solchen Phase und habe es auch selbst wieder raus geschafft. Das ist wohl vom Menschen abhängig, wie jeder damit umgeht. :)

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Kommentar von Grrml
02.12.2015, 04:32

Meine Antwort auf deine Frage ist, dass ich es wohlmöglich schon aushalten würde, ich jedoch nicht glücklich damit wäre :P. In dem letzten Jahr hatte ich mehrmals ein einwöchiges Seminar, wo ich kein Problem mit dem Entzug der Spiele hatte. Jedoch daran denken muss ich eigentlich immer. Ich weiß nicht ob ich süchtig bin oder einfach nur enorm begeistert. Aber aufhören würde ich nur verdammt ungern, ich wüsste nicht was ich sonst die ganze Zeit machen sollte :x :P.

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Nimms nicht persönlich aber die Probleme dich zu integrieren hattest du davor auch schon auf eine gewisse Art und Weise ( vielleicht auch unbewusst ) aber sonst wäre es gar nicht soweit gekommen, weil du du dich sonst früher oder später von alleine vom PC entfernt hättest. Ist zwar ein krasses Beispiel aber Alkoholiker merken das auch erst wenn sie alles verloren haben ( Familie,Job,usw) so krass wird es bei dir nicht sein aber im Endeffekt ist es das gleiche wobei du halt körperlich noch fit bist. Deswegen änder was (du hast es schon mal selbst erkannt was sehr gut ist) weil irgendwann kommt der Punkt wo es dann zu spät ist. Viel Glück und mach was draus!

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Kommentar von Grrml
02.12.2015, 04:35

Naja das was mich wundert ist, dass ich mich damals ohne darüber nachzudenken integriert habe, und heute auch noch bei anderen beobachte dass sie das ohne groß nachzudenken machen. Hingegen muss ich immer genau drüber nachdenken und ich dann ziemlich gespielt rüber komme :P. Wie gesagt früher gings von allein.

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Kommentar von MunichsFinestt
02.12.2015, 04:50

Genau und das ist der Punkt, die anderen machen wahrscheinlich auch mal Pausen und gehen raus deswegen haben die wohl kein Problem damit und du eben nicht so wie ich das verstanden habe. Was ganz wichtig ist du hast es selbst erkannt was sehr gut ist! Aber wenn du so weiter machst und es dir egal ist dann kommt irgendwann der Punkt wo du es wirklich nicht mehr kannst ( ich weiß das klingt blöd aber im Endeffekt ist es nix anderes als mein Beispiel mit den Alkoholikern aber auch beim Zocken ist das so irgendwann kommt der Punkt da geht's einfach nicht mehr von alleine ) und du hast es im Moment selbst erkannt was bedeutet du kannst es noch ohne Hilfe ändern deswegen mach es auch! Tu dir selbst den Gefallen! Weil zocken ist zwar nicht ganz so schlimm wie Drogen aber vom Suchtfaktor ähnlich und wenn du weiter machst ist es dir irgendwann ganz egal und dann wird es ganz schwer Anschluss zu finden, also ändere es jetzt bevor es dir egal ist und das wird früher oder später kommen aber so lang du es selbst erkannt hast kannst du es auch ändern ansonsten wird es immer schwieriger für dich! Also mach was draus und geh lieber Paar std raus und versuche Anschluss zu finden, weil es geht auch beides zocken und Freunde haben und du wirst merken Freunde und Menschen um dich rum sind viel wichtiger als zocken und Isolation. Viel Glück wünsch ich dir und wie gesagt mach es nicht für deine Mutter oder Vater sondern für dich! Menschen um sich rum braucht früher oder später jeder das tut einfach gut und wer was anderes behauptet ist krank oder belügt sich selbst!

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Ja also du solltest auf jeden Fall weniger spielen! Ob das den Charakter so stark verändert weiß ich nicht.

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