Haben Blei-Akkus einen Memory-Effekt?

2 Antworten

Blei Akkus soll man immer möglichst voll halten, also auf keinen Fall ganz entladen. Von einem Memory Effekt hab ich noch nichts gehört (Bei einem Auto wird ja auch nur kurz zum Anlassen Strom aus der Batterie gezogen und dann sofort wieder geladen, also kein Memory Effekt)

Die Blei-Gel Akkus können meines Wissens nach sehr lange hohe Stromstärken aushalten und auch kein Problem mit starkem Entladen haben, sind dafür aber auch um einiges teurer.

Ich habe gerade eine 8,6Ah Motorrad-Starterbatterie an einem ELV-7000-Ladegerät. Beim ersten Testdurchlauf (Laden, Entladen mit Kapazitätsmessung) mit nur 0,25C (2,15A bei einer 8,6Ah-Batterie) Ladestrom und 3,5A Entladestrom hatte sie zuerst nur gemessene 3,8A Kapazität. Ich weiß allerdings nicht, bei welchem Entladestrom so ein Hersteller die Kapazität seines Akkus festlegt. Im nächsten Durchgang waren es schon 4,7Ah. Danach 5,1, und läuft noch.

Anscheinend kann man auch Blei-Akkus "refreshen", auch wenn das Gerät bei Blei-Akkus kein Refresh-Programm anbietet. Also mehrfach hintereinander das Testprogramm. Das Refreshprogramm wiederholt das laden, entladen, laden, entladen etc. so oft, bis keine Kapazitätssteigerung mehr festgestellt wird. Das soll Nickel-Cadmium und Nickel-Metall-Hydrid-Akkus (die runden Akkus aus diversen Geräten, z.B. in Mignon-Größe) mit Memory-Effekt oder "Batterieträgheitseffekt" (der schwache "Memoryeffekt" bei Nickel-Metall-Hydrid-Akkus) regenerieren.

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