Gibt es im Buddhismus ein "Glaubensbekenntnis"?

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4 Antworten

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab

Der Buddhismus hat keinen festen Katechismus wie etwa christliche Lehren, demzufolge also auch keine Entsprechung zum Glaubensbekenntnis.

Das einzige, was dem in etwa gleicht, ist die so genannte "Zufluchtnahme" (japanisch "Jukai"), mit der man sich zum Buddhismus bekennt.

  • "Ich nehme Zuflucht zum Erwachten" (Buddha)
  • "Ich nehme Zuflucht zu seiner Lehre (Dharma)
  • "Ich nehme Zuflucht zur buddhistischen Gemeinschaft" (Sangha)

Außerdem nimmt man als Gelübde die fünf Sittlichkeitsregeln (Panchasila) auf sich, die dabei helfen sollen, ein achtsames Leben zu führen und die Schaffung von Leiden zu vermeiden.

  • "Ich nehme das Gelübde, kein Leben zu nehmen, auf mich"
  • "Ich nehme das Gelübde, nicht gegebenes nicht zu nehmen, auf mich"
  • "Ich nehme das Gelübde, die Rede nicht zu missbrauchen, auf mich"
  • "Ich nehme das Gelübde, den Geist nicht zu berauschen, auf mich"
  • "Ich nehme das Gelübde, die Sexualität nicht zu missbrauchen, auf mich"

Die genauen Inhalte der weiteren Lehren unterscheiden sich je nach buddhistischer Traditionslinie sehr stark. Gemeinsam sind allen Formen des Buddhismus aber folgende Elemente:

  • Die vier edlen Wahrheit
  • Der edle achtfache Pfad
  • Die Zufluchtnahme
  • Die fünf Sittlichkeitsgelübde

Ansonsten kann die Lehre Buddhas sehr unterschiedlich geübt werden, denn wie gesagt gibt es kein allgemein verbindliches Dogma oder einen Katechismus.

Hoffe, die Antwort war hilfreich.

Die Buddhisten nehmen Zuflucht. Das wäre das was du vielleicht suchst. Ich nehme Zuflucht zu Buddha, Dharma, Lama und Sangha. So ähnlich heißt das.

Die Glaubenslehre des Buddhismus kannst Du bei Wiki nachlesen. Ein Bekenntnis im engeren Sinne ist dem Buddhismus fremd.

Doch es gibt ein 'Glaubens'-Bekenntnis - was aber nicht zu glauben ist, sondern einläd, dieses zu untersuchen - ich biete Dir hier 2 an, die aber nur mit anderen Worten das gleiche widergeben:

Ajahn Buddhadasa fasst es so zusammen: "Es gibt nichts, das es wert wäre, zu sein, zu haben oder zu werden oder daran festzuhalten". 

Und Buddha sagte zu Sariputta: "Alles was auf Grund von Bedingungen entstanden ist, muss auch wieder auseinanderfallen"!

Und jetzt kann man sich auf den Weg machen herauszufinden, was sich nicht verändert oder irgendwelchen Bedingungen unterliegt.

Buddha nannte diesen "Zustand" Nirvana.

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